„Als Katholiken umfangen wir die Menschen in unserer Stadt mit der Liebe Christi“ - Kreuzwegandacht auf dem Dreifaltigkeitsberg in Regensburg

06.04.2009

(pdr) Viele hundert Gläubige erinnerten in Regensburg am Abend des Palmsonntags an die Leiden Jesu Christi. Zusammen mit Bischof Gerhard Ludwig Müller, dem Regensburger Domkapitel, den Seminaristen des Priesterseminars St. Wolfgang, Vertretern aus den Regensburger Pfarrgemeinden und Engagierten der Stadtmission beteten sie die Kreuzwegandacht den Dreifaltigkeitsberg bis hinauf zur Dreifaltigkeitskirche.
Fackeltragende Schülerinnen der Mädchenrealschule Niedermünster säumten die 14 Kreuzwegstationen.
In seiner Ansprache vor der Dreifaltigkeitskirche sagte Bischof Gerhard Ludwig, dass der Gott, den die Christen verkünden, kein ausgedachter Gott ist. Denn der wahre Gott, den die Kirche verkündet, erschließe sich frei den Menschen. Er blende nicht durch den äußeren Schein der Macht und überfalle uns nicht, so dass wir nicht anders könnten als an ihn zu glauben. Vielmehr gehe er bis ans Kreuz, „damit wir ihn in Freiheit lieben können“. Deshalb rief der Bischof dazu auf, „unser Leben im Licht des Leidens Christi zu betrachten“. Statt uns in den eigenen Schmerzen abzuschließen, gelte es, sich durch Christus zu öffnen und das Leid der Mitmenschen zu tragen.
Schließlich sei vor diesem Hintergrund auch die bevorstehende Stadtmission zu sehen. Dabei sollten sich die Gläubigen nicht auf einen kleinen Kreis zurückziehen, sondern wie Jesus Christus hinausgehen, der vor der Stadt für alle Menschen, auch die Gleichgültigen, Hochmütigen und diejenigen, die sich für aufgeklärt halten, gelitten hat. Die Stadtmission sei keine Werbeaktion. Es gehe vielmehr um die Verkündigung der Frohbotschaft und ein entsprechendes Zeugnis. „Als Katholiken umfangen wir die Menschen in unserer Stadt Regensburg mit der Liebe Christi“, so Bischof Gerhard Ludwig.

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