Alte Figuren im neuen Glanz – Figuren sind in die Krippe von St. Barbara zurückgekehrt

23.12.2020

Nicht Pfarrer Steffen Brinkmann sprach in der Stadtpfarrkirche St. Barbara die Predig zum 1. Advent. Aus Dingolfing war Stadtpfarrer Martin Martlreiter gekommen. Der Geistliche aus ist Präsident des „Verbandes Bayerischer Krippenfreunde“. In dieser Funktion war er gekommen, um die Segnung der neuen Krippenfiguren zu übernehmen, bei denen das Adjektiv neu allerdings täuscht: Bei Aufbauarbeiten fanden sich mehr und mehr alte Krippenfiguren, bis ein ganzer Satz komplett war. Figuren, die über 80 Jahre alt sind, wie anhand eines Firmenetiketts nachvollzogen werden konnte. Darauf steht: „1919-1935 25 Jahre Kunsthandel Insam, Obermünsterstraße“ (Regensburg). Allerdings – der Zustand der Figuren war alles andere als gut, wie Pfarrer Brinkmann erzählte. Die originale Schönheit war unter dicken Farbschichten versteckt, das Kamel zerbrochen. Nachdem mit einer Spendenaktion für die Renovierung der Figuren das notwendige Geld gesammelt war, kam Rosa Maria Loerke-Fischer ins Spiel mit ihren besonderen Fähigkeiten, die der Ikonen- und Fassmalerei. Sie ist Vergolderin sowie Polychromeurin. Sie gab den Figuren ihr ursprüngliches Aussehen zurück und ließ sie im neuen Glanz erstrahlen. Ein Fund, der ein besonderes Glück war, wie es Pfarrer Martlreiter in seiner Predigt sagte. „Bilder sagen mehr als Worte“, sagte der Geistliche mit Blick auf die Bedeutung des Figürlichen. „Sie haben die Kraft, Sinn und Emotion, Ästhetik und Trost in sich zu tragen.“ Von Krippen ginge etwas aus, was Freude mache, „die Seele wird über die Sinne bewegt“.


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