„Bayern wählt – Mit den Kandidaten auf Du und Du“

10.08.2018

Der Wahlkampf für die Landtagswahl in Bayern geht langsam in die heiße Phase. Am 14. Oktober wird der neue Landtag gewählt. Das Diözesankomitee hatte dazu mit Kooperationspartnern zwei Infoveranstaltungen auf die Beine gestellt. Unter dem Motto „Bayern wählt! - Mit den Kandidaten auf Du und Du!“ wurden Landtagsabgeordnete und Kandidaten für den Landtag nach Weiden und Regensburg eingeladen. Vor Ort mussten sie sich zu ausgewählten Themen in Kurzstatements äußern und im Anschluss stellten sie sich den Fragen der Wähler.

 

Politische Verantwortung als Christen wahrnehmen

Jeweils fünf Landtagskandidaten aus der Region wurden zu den Veranstaltungen eingeladen. Ins Regensburger Kolpinghaus kamen kürzlich Sylvia Stierstorfer (CSU), Loi Vo (FDP), Tobias Gotthardt (Freie Wähler), Jürgen Mistol (Grüne) und Margit Wild (SPD). So eine Infoveranstaltung fand bereits vor der letzten Bundestagswahl statt und fand regen Anklang. Deshalb entschied sich das Diözesankomitee für eine Wiederholung vor der anstehenden Landtagswahl. „Das Diözesankomitee ist der Zusammenschluss der Verbände und der geistlichen Gemeinschaften im Bistum Regensburg. Für Verbände ist eine politische Arbeit selbstverständlich und auch die Aufgaben des Diözesankomitees sind es unter anderem, im gesellschaftspolitischen Bereich zu wirken“, so Karin Schlecht, Vorsitzende des Diözesankomitees im Bistum Regensburg. Mit der KAB Weiden und dem Kolping Diözesanverband Regensburg holte sich das Diözesankomitee zwei starke Partner ins Boot.

 

Landtagskandidaten im Kreuzverhör

Zu Beginn der Veranstaltung äußerten sich die Kandidaten in Kurzstatements zu drei ausgewählten Themen. Zum einen über gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land, das Miteinander der Generationen und christliche Werte in der Politik. Diese Themen dienten als Diskussionsgrundlage im zweiten Teil der Veranstaltung. Nach den Statements der Kandidaten standen diese zum Austausch in kleiner Runde zur Verfügung. Die Wählerinnen und Wähler konnten jeweils nach 20 Minuten zu einem anderen Kandidaten wechseln und sich dessen Meinungen anhören, nachfragen und mitdiskutieren. Dieses Konzept fand nicht nur bei den Wählern großen Anklang, sondern auch bei den Landtagskandidaten.

Loi Vo von der FDP tritt zum ersten Mal bei einer Landtagswahl an. Das Format der Veranstaltung fand er „sehr erfrischend für die Wähler und Politiker“. „Sich in Kleingruppen einem Kreuzverhör zu stellen ist eine tolle und herausfordernde Sache, aber es hat auch viel Spaß gemacht“, erzählte der FDP-Politiker im Anschluss. Auch für Jürgen Mistol von den Grünen war es eine tolle Abwechslung zu den klassischen Politikveranstaltungen. „Wir reden heutzutage viele zu wenig face-to-face, sondern kommunizieren nur noch über Handy oder Email“, so der Landtagsabgeordnete der Grünen. „Doch bei der Entwicklung solcher neuen Formate war die Kirche schon immer vorne mit dabei“, erklärte er am Ende der Veranstaltung. Seine Kollegin Sylvia Stierstorfer ist bereits ein alter Hase im Politikbetrieb und konnte doch neue Impulse mitnehmen. Für sie ist es wichtig, im Gespräch zu bleiben und sich auszutauschen und zuzuhören, auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist. „Vielleicht nimmt man dann wieder ein Stückchen für sich selber mit und merkt, dass der Gegenüber doch nicht ganz unrecht hat“, so die Regensburger CSU-Landtagsabgeordnete.

Moderiert wurde die Veranstaltung von KJF-Direktor Michael Eibl. Auch die Verantwortlichen freuten sich über den regen Diskussionsbedarf.

Zur kommenden Landtagswahl am 14. Oktober 2018 veröffentlichte das Diözesankomitee eine Stellungnahme zu ausgewählten Themenbereichen.

 

 

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