Der andere Vatertag - Pfeil und Bogen statt Bier und Bollerwagen

05.05.2016




Christi Himmelfahrt ist auch Vatertag. Jedes Jahr ziehen an diesem Tag Männer mit Bollerwagen und einem Fass Bier „bewaffnet“ durch die Landschaft. Noch dazu sind viele davon gar keine Väter. An einem Vatertag sollte man ja eigentlich mit seinem Kind etwas unternehmen.

Sei es Radfahren, ein Eis essen gehen, oder sich einfach eine schöne gemeinsame Zeit machen. Denn oft lässt einem der Alltag wenig Zeit für die Kinder. Deshalb sollte man sich an einem Feiertag wie Christi Himmelfahrt(Vatertag) auch bewusst Zeit für seine Sprösslinge nehmen. Sie werden es ihren Eltern auf jeden Fall danken.

Am Ufer der Naab in Mariaort gab es auch dieses Jahr wieder einen Vatertag „der anderen Art“. Organisiert wurde er vom Kolping Bildungswerk und den Arbeitsstellen Ehe und Familie, Männerseelsorge und Alleinerziehende des Bistums Regensburg.

Los gings mit einer Maiandacht in der Wallfahrtskirche „Unserer lieben Frau" in Mariaort.  Die Maiandacht für die Väter und ihre Kinder hielt Domvikar Harald Scharf. Anschließend startete das bunte Programm am Naabufer.




Zeit für die eigenen Kinder ist unbezahlbar

Hier konnten die Kinder ihre Väter beim Bogenschießen, Wikingerschach, Leitergolf, Weidenpfeiferl schnitzen herausfordern. Auch einige Mütter konnte man in der Menge entdecken. „Natürlich sind Mütter auch toleriert und herzlich willkommen“, so Sebastian Wurmdobler mit einem Augenzwinkern.

Er ist Bildungsreferent beim Kolpingwerk Regensburg und einer der Organisatoren des „anderen Vatertags“.  „Der andere Vatertag“ ist auch ein Stück weit als Familientag gedacht. Väter sollen Zeit mit ihren Kindern verbringen und so die Vater-Kind-Beziehung stärken. Im Alltag ist das nicht immer so einfach. Da gibt es viel Stress im Job und es bleibt meist wenig Zeit für die Kinder.

Deswegen freute es die Organisatoren umso mehr, dass ungefähr 140 Väter, Mütter und Kinder der Einladung gefolgt waren und einen schönen gemeinsamen Vatertag verlebten.



Sich einmal wie Asterix und Obelix fühlen


Der absolute Höhepunkt des „anderen Vatertags“ war natürlich die Fahrt mit der Galeere „Navis lusoria“ auf der Naab. Dieses römische Kriegsschiff wurde 2004 vom Lehrstuhl für Alte Geschichte der Universität Regensburg nachgebaut und kann für Fahrten gemietet werden. Dr. Heinrich Konen und sein Team stellten die „Regina“ für den Vatertag gerne bereit.

Nach einer kurzen historischen Erklärung und einer Sicherheitseinweisung, durften die Väter mit ihren Kindern selbst die Ruder in die Hand nehmen. Eine Galeere zu steuern ist gar keine leichte Aufgabe, das merkten die Teilnehmer schon beim Ablegen. Doch trotz der Anstrengung war es für alle ein tolles Erlebnis.

Zum Abschluss des Tages versammelten sich alle ums das Lagerfeuer und ließen sich selbstgemachtes Stockbrot schmecken.


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