„Die Hoffnung stirbt niemals“ - Abbé Felix aus Burkina Faso zu Gast im Bistum

13.10.2020

Der diesjährige Gast zum Weltmissionsmonat Abbé Felix Wedpanga Ouedraogo und Msgr. Wolfgang Huber, Präsident von Missio München, besuchten Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in Regensburg. "Nur aus einer 'Kultur der Begegnung' kann echtes geschwisterliches Miteinander entstehen“ betonte Missio-Präsident Msgr. Wolfgang Huber als er am vergangenen Donnerstag die diesjährige Kampagne zum Sonntag der Weltmission eröffnete.

Diese `Kultur der Begegnung‘ im Zeichen der Weltkirche war auch der Anlass, als Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Sonntagabend den diesjährigen Missio-Gast zum Weltmissionsmonat traf. Abbé Felix Wedpanga Ouedraogo stammt aus Burkina Faso und studiert seit einigen Jahren Kirchenrecht in Österreich. In diesem Jahr, in dem auch die Missio-Kampagne Corona-bedingt eingeschränkter ablaufen muss als sonst, reist der 36-jährige durch verschiedene bayerische Bistümer und spricht – in ausgezeichnetem Deutsch - über die Lage in Westafrika und die Arbeit der katholischen Kirche vor Ort. „Selig, die Frieden stiften – Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt“ überschreibt Missio München in diesem Jahr den Monat der Weltmission und nimmt die Region Westafrika in den Blick.

 

Burkina Faso: unberechenbare politische Lage und flächendeckende Armut

Eine gemeinsame Vesper feierten am Sonntagabend Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Abbé Felix, Wolfgang Huber, der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, Domkapitular Thomas Pinzer, und Ruth Aigner aus dem Fachbereich Weltkirche. Bei dem anschließenden Austausch standen die Herausforderungen in Burkina Faso und im angrenzenden Mali im Mittelpunkt. Zudem kamen Erfolge und Schwierigkeiten in der Entwicklungszusammenarbeit zwischen Ländern in Westafrika und Deutschen Bistümern und Hilfswerken zur Sprache. Für die Bevölkerung in Burkina Faso sei die unberechenbare politische Lage, die flächendeckende Armut und die damit einhergehenden Hindernisse im Bildungssystem ein großes Problem. Terroristische Spannungen in den Nachbarländern wirken sich inzwischen ebenfalls deutlich auf Burkina Faso aus. Schon vor der weltweiten Corona-Pandemie wurde das Miteinander in Westafrika von diesen Spannungen erschüttert. Nun verstärken die Auswirkungen der Corona-Krise die Problemlagen und gefährden den sozialen Frieden.

 

Zusammenleben verschiedener Religionen ist möglich

Dennoch gibt es auch in Burkina Faso und den Nachbarländern immer wieder Zeichen der Hoffnung, Friedensinitiativen und interreligiöse Ansätze der Versöhnung und des Zusammenhalts. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ bestätigt Abbé Felix, der nach seiner Dissertation wieder in seine Heimat zurückkehren wird. Nicht selten sei das Zusammenleben verschiedener Religionen sogar innerhalb einer Familie möglich und selbstverständlich, sagt Abbé Felix bei seinem Besuch. Zwar erschütterten Misstrauen und extremistischer Druck oftmals die guten Beziehungen zwischen den Gläubigen, jedoch sei das gelebte interreligiöse Miteinander in wenigen Ländern so tief verwurzelt wie in seiner Heimat Burkina Faso. Im Rahmen seines Aufenthalts in der Diözese Regensburg besucht Abbé Felix Gesprächskreise (Corona-bedingt in geschlossener Gesellschaft) in Arzberg, Leiblfing, Amberg, Kelheim und im Dekanat Viechtach und gibt Einblick in das „Land der aufrechten Menschen - Burkina Faso“

Am Donnerstag, 22. Oktober 2020 um 19 Uhr, wird er bei einer online Veranstaltung in Kooperation mit der KEB Regensburg Stadt auch für alle, die ihn nicht persönlich treffen konnten, über die Herausforderungen und besonders auch über die Friedensimpulse in Westafrika sprechen.

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