Die Würde des Menschen am Ende seines Lebens - Woche für das Leben 2004

20.04.2004

(pdr) Der Leiter des Bischöflichen Seelsorgeamtes, Domkapitular Prälat Peter Hubbauer, und der Evang.-Luth. Regionalbischof, Dr. Hans-Martin Weiss, eröffnen am Samstag, 24. April, in Straubing für das Bistum Regensburg und den Evang.-Luth. Kirchenkreis Regensburg die Woche für das Leben 2004.

Den Auftakt der diesjährigen Veranstaltung, die bundesweit am selben Tag in Aachen eröffnet wird, bildet um 17 Uhr die Eröffnungsveranstaltung in der Straubinger Basilika St. Peter und der Totentanzkapelle. Neben Domkapitular Hubbauer und Regionalbischof Dr. Weiss wird bei dieser Veranstaltung auch der Professor für Theologische Ethik an der Theologischen Hochschule Chur, Dr. Andreas-Pazifikus Alkofer OFMConv, sprechen und in das Thema der Woche für das Leben einführen. Dekan Georg Birner (Pfarrei St. Elisabeth Staubing) und Pfarrer Gerhard Bickel (Evang.-Luth. Kirchengemeinde Versöhnungskirche Straubing) gestalten die Veranstaltung ebenfalls mit.

Weiteres Programm in Straubing
MENSCHEN – SCHMERZEN – PFLEGE
Ausstellung zur Woche für das Leben
27. April – 9. Mai 2004
MO-FR 8-16 Uhr, DO bis 17 Uhr
Sparkassensaal, Theresienplatz 11/17, 94315 Straubing
Krankheit geht häufig einher mit seelischen Qualen. Ängste, vermindertes Selbstwertgefühl, soziale Unsicherheiten und auch religiöse Zweifel können durch Krankheit sowohl ausgelöst werden, als auch deren Symptome verstärken. Diesen Kreislauf zu durchbrechen, den Patienten aufzufangen, sein Selbstwertgefühl zu festigen und seine Lebensqualität somit zu verbessern, gehört zu den unmittelbaren Aufgaben von Hospizidee und Palliativmedizin.

Eine Ausstellung des Museums für Sepulkralkultur, Kassel, in Zusammenarbeit mit SUPPORT - Modellprojekt der Ärztekammer Niedersachsen, mit Unterstützung von TransCare Gesundheitsservice GmbH, Melsungen, zu Geschichte und Gegenwart von Schmerzen, Schmerzbehandlung und Pflege.

MENSCH, DU BIST WERTVOLL
Dienstag, 27. April 2004
19.30 – 21.30 Uhr
“Königshof“, Ittlinger Str. 11, 94315 Straubing
Gedankenaustausch für Mitarbeiter in der Pflege und Interessierte. Gerade als Träger von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeeinrichtungen ist es für die Caritas und die Diakonie wichtig, mit den Mitarbeitern über ihre Arbeit und die gesellschaftlichen Veränderungen, aber auch die ganz persönlichen Veränderungen im physisch-psychischen Bereich ins Gespräch zu kommen. Der Abend ist eine Einladung, dies zu tun.

DER HOSPIZVEREIN
Mittwoch 28. April 2004
19.30 Uhr
Pfarrsaal der Expositur Rain, 94369 Rain
Mitglieder des Hospizvereines „Franziskus“ Straubing informieren über Aufgaben, Ziele und Möglichkeiten der Mitarbeit. Hospiz - lateinisch hospitium - bedeutet Herberge und Gastfreundschaft. Im Mittelalter boten Mönche den Pilgern an besonders gefährdeten Stellen Hilfe und Schutz. In der heutigen Zeit brauchen vor allem todkranke Menschen in der letzten Phase ihrer Lebensreise in ähnlicher Weise Fürsorge. Hospiz will ein Ort der Rast auf diesem Weg sein. Darüber hinaus sind Hospizvereine Orte, wo in unserer trauerfeindlichen Gesellschaft Trauernde ermutigt und unterstützt werden können, damit sie die heilsame Kraft von gelebter Trauer erfahren.

OFFENES GESPRÄCH
Donnerstag, 29. April 2004
19.30 – 21.30 Uhr
Magnobonus Markmiller Saal, Barmherzige Brüder Äußere Passauer Straße. 60, 94315 Straubing
Vertreter der Sozialpolitik, der Medizin und aus der Seelsorge diskutieren über die Würde des Menschen am Ende seines Lebens. An der Diskussion nehmen teil: Internist Dr. Martin Huber, Onkologe Dr. Matthias Demandt, der Krankenhaus-Seelsorger Hubert Panhölzl, MdL Josef Zellmeier, Konrad Holzapfel (2. Vorsitzender des Straubinger Hospizvereins „Franziskus“), der Landesvorsitzende der ÖDP, Bernhard Suttner sowie Mitarbeiter/innen aus Altenheimen. Moderiert wird die Diskussion von Sonja Ettengruber (Straubinger Tagblatt).

MEIN LEBEN OHNE MICH - Der besondere Film
Freitag, 30. April 2004
15.15 Uhr (Sondervorstellung für Jugendliche)
20.15 Uhr
Citydom Straubing, Theresienplatz 30, 94315 Straubing
Das erste Kind mit 17, das zweite mit 19, der Mann (Scott Speedman) arbeitslos, der Vater (Alfred Molina) im Gefängnis, die nervige Mutter (Deborah Harry) als Nachbarin. Ann (Sarah Polley) ist 23 und trägt trotz allem die kleine Sehnsucht in sich, dass alles einmal besser werden könnte. Doch eines Tages ändert sich Anns eintöniger Alltag schlagartig. Nach einem Schwächeanfall wird sie ins Krankenhaus eingeliefert. Die Diagnose des Arztes ist niederschmetternd: Krebs im Endstadium – sie hat noch zwei Monate zu leben. Hauptdarstellerin Sarah Polley liefert in Isabel Coixets bewegendem Drama eine mehr als eindrucksvolle Leistung ab. Ein Film über den Tod, aber ein Plädoyer für das Leben.

ERZÄHL-CAFE FÜR SENIOREN
Mittwoch 20. Oktober 2004 (!)
14 – 17 Uhr
Sparkassensaal, Theresienplatz 11/17, 94315 Straubing
Auch nach der offiziellen Woche für das Leben 2004 bleibt das Thema aktuell. Im Rahmen eines Erzählcafes für Senioren wird das Thema weitergeführt.

Hinweis
Über das Programm in Straubing hinaus werden noch eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen im Bistum Regensburg und im Evang.-Luth. Kirchenkreis Regensburg angeboten. Darüber informiert ein Programmheft, das auch im Internet abgerufen werden unter www.bistum-regensburg.de/woche2004

Stichwort: Woche für das Leben 2004
Die Würde des Menschen am Ende seines Lebens": Unter diesem Motto findet vom 24. April bis 1. Mai bundesweit die Woche für das Leben 2004 statt. Die Woche für das Leben ist eine gemeinsame Initiative der katholischen und der evangelischen Kirche. Mit ihr wollen wir die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit auf die umfassende Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit menschlichen Lebens in allen seinen Stadien lenken.

Unter dem Leitthema "Um Gottes Willen für den Menschen" steht in den Jahren 2002 bis 2004 der Schutz menschlichen Lebens an seinem Beginn (2002), in seiner Entfaltung (2003) und an seinem Ende (2004) im Mittelpunkt der Initiative. Welchem Lebensstadium man sich auch zuwendet, immer geht es um die Frage: Wie kann das Leben des Menschen in einer Weise geschützt werden, die seiner Würde als Person gerecht wird?

Diese Frage wird in diesem Jahr mit besonderem Blick auf das Lebensende gestellt. Die aktuelle Diskussion um "aktive Sterbehilfe" bzw. Euthanasie zeigt den Orientierungsbedarf vieler Menschen, die für sich und für andere Möglichkeiten eines menschenwürdigen Sterbens jenseits einer "Lebensverlängerung um jeden Preis" oder einer "aktiven Tötung" suchen.

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