Diözesanzentrum Obermünster feiert Richtfest

12.10.2018
Am Dachstuhl des DZO wurde der traditionelle Richtfestbaum befestigt.

Am Donnerstag, dem 11. Oktober 2018, konnte das Richtfest für das kernsanierte Diözesanzentrum Obermünster gefeiert werden.  115 geladene Gäste bestehend aus Facharbeitern, Architekten, sowie Verantwortlichen des Bistums Regensburg, feierten einen reibungslosen und unfallfreien Bauverlauf.

Harald Eifler, Leiter der Bischöflichen Administration im Bistum Regensburg, bedankte sich in seinem Grußwort bei allen Beteiligten und lobte die gute Zusammenarbeit. "Wir liegen gut im Kostenplan, aber vor allem liegen wir voll im Zeitplan", betonte der Leiter der Bischöflichen Administration. Anschließend gab er das Wort an Stadträtin Gabriele Opitz von der FDP. Sie kam in Vertretung von Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Stadträtin Opitz überbrachte die Grüße der Stadt und hob die wichtige Bedeutung des Diözesanzentrums hervor: "Dieses Gebäude ist nicht nur eine wichtige Einrichtung für das Bistum, sondern bietet mehr als 150 Menschen einen Arbeitsplatz. Dies ist eine große Verantwortung, bei der die Stadt Regensburg das Bistum gerne unterstützt". Anschließend hielt Zimmerer Alexander Merl den Richtspruch für das sanierte Gebäude und stellte mit seinem Kollegen einen Richtbaum auf dem Dach des Gebäudes auf.

Harald Eifler begrüßte die Gäste und Handwerker.

"Jeder Raum im Gebäude barrierefrei zugänglich"

Die Baumaßnahme war zwingend notwendig, denn die Gebäude des Diözesanzentrums wiesen betriebliche und bauliche Mängel auf. Seit dem Baubeginn am 10. Juli 2017 ist viel passiert. Die verschiedenen Gebäudeteile wurden teils bis auf die Grundmauern entkernt und neu aufgebaut. Es wurden unter anderem komplett neue Strom- und Wasserleitungen verlegt. "Großes Augenmerk wurde dabei auf die Barrierefreiheit gelegt", so Architekt Markus Gierstorfer aus Bad Abbach. Ebenso standen die Themen Brandschutz, Energieeffizienz und Denkmalschutz im Vordergrund. "Wir haben versucht, die alten Treppen, Türen und Gebälke so gut wie möglich zu erhalten", erklärt der Architekt. Auf der anderen Seite sollen die Büros und Konferenzräume allen modernen  Ansprüchen genügen. Diese Mischung stellte die Fachleute vor einige Herausforderungen. "Doch wenn man mit offenen Augen durch das fertige Gebäude geht, wird man die verschiedenen Bauepochen und Stile der Gebäudeteile erkennen", so Markus Gierstorfer.

 

Umzug ins ehemalige Evangelische Krankenhaus

Während der gesamten Bauphase, die sich für das Diözesanzentrum Obermünster von Juli 2017 bis November 2019 über einen Zeitraum von 29 Monaten erstreckt, wurde das ehemalige Evangelische Krankenhaus als Ausweichstätte angemietet. Insgesamt 160 Arbeitsplätze sind im Juni 2017 vom DZO ins "DZE" umgezogen. Die Umzugskosten, die Miete und die baulichen Maßnahmen zur Nutzungsaufnahme sind bereits in den Gesamtkosten enthalten.

Bei der Sanierung wurde darauf wert gelegt, die historische Struktur des Gebäudes zu erhalten.

Moderne und barrierefreie Arbeitsplätze

Neben den 153 Arbeitsplätzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Diözesanzentrum Obermünster entsteht ein Konferenzbereich mit Foyer und Cateringküche mit knapp 1.000 m² Nutzfläche. Darüber hinaus beinhaltet der Gebäudekomplex eine Hauskapelle und insgesamt 930 m² Archivflächen. Der Gebäudebestand weist im Bestand einen erheblichen Verkehrsflächenanteil von ca. 3.591 m² aus.  Die gesamten Nutzflächen betragen 6.525 m². Die Nettogesamtfläche des Diözesanzentrums Obermünster beträgt 10.547 m². Im Bereich der Freiflächen werden 42 PKW-Stellplätze für das Diözesanzentrum und 10 weitere PKW-Stellplätze für das Jugendamt nachgewiesen. Außerdem wird eine ausreichende Anzahl von Fahrradstellplätzen vorgesehen.

 

Pelletheizung und Ladestationen für Elektrofahrzeuge

Mit dem Einbau eines leistungsstarken Pelletkessels konnte die Bischöfliche Administration bereits im Jahr 2009 das Diözesanzentrum Obermünster weitgehend von der Verwendung fossiler Energieträger befreien. Im Rahmen der Baumaßnahme wird der zweite noch verbliebene Ölkessel gegen einen Kessel mit effizienter Gas-Brennwerttechnik ersetzt. Der CO²-Ausstoß lässt sich insgesamt betrachtet mit beiden Maßnahmen von ursprünglich 424 Tonnen pro Jahr um 76% auf 101 Tonnen pro Jahr reduzieren. Für Dienstfahrzeuge mit Elektroantrieb sowie für E-Bikes werden Ladestationen im Bereich der Stellplätze bereitgestellt. Der Rückumzug in das sanierte Diözesanzentrum ist für Dezember 2019 geplant.