Ein Ort der Geborgenheit und des Lebens

06.11.2004
Bischof Gerhard Ludwig segnete die Holzfigur des Heiligen Bernhard

(cn) Vor gut zwei Monaten schon ging das neue Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Bernhard in Bernhardswald in Betrieb. Kürzlich hat Bischof Gerhard Ludwig dem neuen Haus und der Hauskapelle den kirchlichen Segen erteilt. Mit dieser neuen, modernen Einrichtung schließt der Diözesan-Caritasverband Regensburg als Träger und Betreiber eine Lücke in der Pflegelandkarte. Eine wohnortnahe Versorgung für die Menschen zwischen Regensburg, Bruck und Wörth an der Donau ist jetzt gewährleistet. Bewohner sowie viele Gäste und Vertreter aus Kirche, Gesellschaft und Politik waren der Einladung zu Festgottesdienst und Festakt gefolgt.
„In jeder Lage und Phase des Lebens gibt es einen Grund zur Freude. Wir müssen uns nur von der Freude am Herrn und seiner frohen Botschaft anrühren lassen“, sagte der Bischof in seiner Predigt. Ein Altenheim sei nicht Endstation im Leben, sondern eben eine weitere Station auf dem Weg zum Ziel, welches Gott ist. Niemand brauche verzweifeln, Gott sei mit seiner Liebe stärker als alles. Zu Beginn des Festaktes segnete der Bischof im Foyer eine Holzfigur des Heiligen Bernhard.

Eingebunden in das Leben vor Ort
„Die Sorge um ältere pflegebedürftige Menschen bildet innerhalb der Caritas der Kirche einen großen Schwerpunkt“, sagte Monsignore Bernhard Piendl, Domkapitular und Diözesan-Caritasdirektor, in seiner Begrüßungsrede. Allein im Bistum Regensburg gibt es 46 katholische Alten- und Pflegeheime, 18 davon in Trägerschaft des Diözesan-Caritasverbandes. Fast 4000 ältere Menschen haben in diesem Häusern ihr Zuhause. „Trotz allem wirtschaftlichen Handeln, das zweifellos notwendig ist, betrachten wir das Führen unserer Häuser als Dienst am Menschen“, sagte Piendl. In unseren Heimen soll familiäre Atmosphäre entstehen können. Sie sollen eingebunden sein in die politische Gemeinde und vor allem auch in die Pfarrgemeinde, so der Caritasdirektor. Die vom Künstler Alfred Böschl gestaltete Kapelle sei räumliche und geistige Mitte zugleich. Der Dank und Gruß des Caritasdirektors galt deshalb besonders dem Pfarrer vor Ort, Dekan Thomas Schmid. Dass das Caritas-Altenheim St. Bernhard ins pfarrliche Leben integriert ist, zeigt auch die Tatsache, dass der Zivildienstleistende der Pfarrei extra für das Altenheim abgestellt wurde. „Wir wollen den Menschen in diesem Haus Freude machen“, sagte Dekan Schmid im Grußwort.
Bezirkstagspräsident Rupert Schmid gratulierte im Namen des Bezirkes zum gelungenen Neubau. Bürgermeister Werner Fischer lobte den Mut und das Engagement des Vereins „Pflegeheim St. Bernhard e.V.“ als Bauherr. „Als ich hörte, dass die Caritas das Haus betreibt, war ich richtig froh“, sagte er. Altbürgermeister und Vorsitzender des Vereins Johann Loidl lobte den Bau und dankte allen, die ihren Teil dazu beigetragen haben. Diesem Lob schloss sich auch Regierungsrat Dr. Klaus Loos vom Landratsamt Regensburg an.
Schließlich übergab Architekt Albert Dietlmeier den Schlüssel an Caritasdirektor Piendl. Zu Beginn des Festaktes kamen auch die Heimbewohner zu Wort: Rosemarie Schmidbauer trug ein selbst verfasstes Gedicht vor.
Den Gottesdienst gestaltete musikalisch der Kirchenchor der Pfarrei Bernhardswald unter der Leitung von Marianne Ederer. Den Festakt umrahmten Christine Ternai auf der Querflöte und Stefan Wagner am Klavier.

Räume zum Wohlfühlen
60 Bewohner haben im neuen Alten- und Pflegeheim St. Bernhard ein neues Zuhause haben. Jedes Appartement besteht aus einem Wohnschlafraum, einem Vorraum und einer Nasszelle mit Dusche und WC. Telefon, Radio- und Kabelanschluss sind selbstverständlich. Jeder Bewohner kann sein Zimmer selbstverständlich mit eigenen Möbeln individuell gestalten.
Täglich werden vier Mahlzeiten zubereitet. Sonderwünsche werden genauso berücksichtigt wie Diäterfordernisse. Serviert werden die Hauptmahlzeiten im Speisesaal oder auf der jeweiligen Etage im Aufenthaltsraum. Wenn sich jemand nicht so wohl fühlt, um in der Gemeinschaft zu essen, wird das Essen auch im Zimmer serviert. Das neue Caritas-Alten- und Pflegeheim in Bernhardswald bietet außerdem einen offenen Mittagstisch. Ältere Menschen aus der Umgebung können im neuen Haus Mittagessen.

Keiner muss allein sein
Jederzeit können die Bewohner ihre Besorgungen und Besuche außerhalb machen. Vom Heim gelangt man bequem zu Fuß in ein paar Gehminuten in die Ortsmitte. Dort gibt es eine Apotheke und andere Einkaufsmöglichkeiten. Besuch ist jederzeit herzlich willkommen. Angehörige und Freunde von Bewohnern können immer an den Festen im Heim teilnehmen. Ein spezielles Plus ist die gute Anbindung an die benachbarte betreute Wohnanlage. Mit den dortigen Bewohnern können Begegnungen entstehen und Gemeinsamkeiten entdeckt werden.

Sicherheit und Geborgenheit
Ausgebildete Pflegerinnen und Pfleger betreuen rund um die Uhr und sind immer zu sprechen. Der vertraute Hausarzt kommt zu Hausbesuchen ins Heim.
Kurzzeitpflege wird außerdem angeboten.

Information und Anmeldung
Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Bernhard
Albert-Schweitzer-Str. 10
93170 Bernhardswald
Tel. (09407) 9578-0
Fax (09407) 9578-10

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