Einfall statt Ausfall: Pontifikalamt mit Bischof Dr. Voderholzer wird ins Caritaskrankenhaus St. Josef übertragen

23.12.2020

Am Mittwoch, 23. Dezember, hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer ein Pontifikalamt in der Bischöfichen Hauskapelle gefeiert, das in das Caritaskrankenhaus St. Josef übertragen wurde. So hatten die vielen Patienten sowie die Ärzte und das Pflegepersonal die Möglichkeit, auch in Zeiten der Pandemie den Gottesdienst mitzufeiern. „Wie gerne hätte ich Sie alle persönlich besucht, wie 2019, als ich meinen vorweihnachtlichen Besuch auf den Zimmern abstatten konnte“, sagte der Bischof. Aber aus den „sattsam bekannten Gründen“ sei dies heuer nicht möglich. Ganz im Sinne des Satzes „Wir lassen nichts ausfallen, wir lassen uns etwas einfallen“ feiere der Bischof nun in der Bischöflichen Hauskapelle, aus der das Pontifikalamt übertragen wurde. Anwesend waren außerdem Kaplan Michael Dreßel, der als Cantor und Lektor fungierte, während Caritasdirektor Diakon Michael Weismann assistierte. Dr. Thomas Koch, Geschäftsführer des St. Josefskrankenhauses, war ebenfalls anwesend.

In seiner Predigt sagte der Bischof, es brauche die Hinweiser und die Boten. Die Engel weisen den Weg und die Hirten laufen, um das Wunder zu sehen. Den Weisen, die schon lange unterwegs sind, zeigt der Stern den Weg. Weihnachten verdeutlicht, dass Gott nicht auf Distanz bleibt, sondern uns auf den Leib rückt: „Er will uns nahe sein.“ Und auch wir heute brauchten Boten und Hinweiser.

Tatsächlich sind viele Menschen durch ihren Dienst am Krankenbett und im Operationssaal zum Engel geworden. „Viele haben in diesen Wochen und Monaten bis zum Rand der Erschöpfung gearbeitet“, hob der Bischof von Regensburg hervor. Und sie tun es auch in den kommenden Tagen und Wochen: in den Krankenstationen und Pflegeheimen sowie daheim. Somit seien sie selbst zum Stern geworden, der in der Nacht leuchtet und auf eine große Liebe hinweist, in der wir alle geborgen sind. „Gott sucht die Gemeinschaft mit uns.“ Deshalb sei es für uns so schwer, Abstand zu halten. Und deshalb auch erinnerte Dr. Voderholzer an die Möglichkeiten, über die Distanz hinweg in Verbindung zu bleiben. Das Wichtigste unter den verbindenden Medien sei noch immer das Telefon. „Werden wir uns gegenseitig zu Boten der Zuversicht und der weihnachtlichen Freude“, appellierte der Bischof von Regensburg: „Gott ist mit uns und nichts kann uns scheiden von der Liebe, die er uns in der Geburt seines Sohnes gezeigt hat.“

Als deutliches Zeichen der Verbundenheit segnete der Bischof Sterne für Menschen in St. Josef. Gesegnet wurden auch zahlreiche Päckchen. Die Sterne sollten in den kommenden Tagen das Licht vergegenwärtigen und daran erinnern, dass selbst in Einsamkeit der Mensch nicht allein ist. Dr. Koch überbrachte die Strohsterne nach St. Josef. Diakon Weismann dankte Bischof Voderholzer für die Feier des Gottesdienstes und die Ermutigung.

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