News Bild Esel, schrille Taubendamen und eine Reise durch die Welt – zwei neue Kinderbücher der Kunstsammlungen

Esel, schrille Taubendamen und eine Reise durch die Welt – zwei neue Kinderbücher der Kunstsammlungen

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Die Kunstsammlungen des Bistums Regensburg haben in der Reihe „Geschichten aus dem Domschatz“ zwei weitere Kinderbücher veröffentlicht. In den Erzählungen lüften die Autoren Geheimnisse, die sich (vielleicht) hinter dem einen oder anderen Objekt der Sammlung verbergen. Hintergrund ist eine erfolgreiche Aktion: Im museumspädagogischen Projekt „Wir erzählen euch eine Geschichte…“ erschließen Autoren regelmäßig in Erzählstunden Kindern den Zugang zu Kunstobjekten. Weil dieses Programm so beliebt ist, wurden die Geschichten auch in kleinen Büchlein herausgegeben. Die Regensburger Grafikerin Barbara Stefan hat sie quirlig und kindgerecht illustriert. Zu den zwei bisher veröffentlichten Kinderbüchern sind jetzt noch zwei weitere dazu gekommen. Die Geschichten können im Domschatz, im Informationszentrum am Domplatz 5 und bei Bücher Pustet für je zwei Euro erworben werden.

Ein kleiner Einblick:

Der blaue Esel

Die erste Geschichte aus dem Domschatz schrieb Julia Kathrin Knoll. Sie handelt von einem Esel, der anders ist als andere Esel. Er ist nämlich blau und darum lachen ihn die anderen aus. Am Ende gibt es aber eine große Überraschung für den blauen Esel. Er hat einen berühmten Doppelgänger, der in einem der Domfenster abgebildet ist. In „Der blaue Esel“ werden Kinder angeregt, auf kleine Details zu achten: Was kann man nicht alles in den Domfenstern entdecken!

Gurrletta und der Schmetterling

Gurrletta ist eine schrille Taubendame. Eines Tages stiehlt sie sich auf Empfehlung einer anderen Taube in den Regensburger Domschatz. Dort entdeckt sie etwas ganz Besonderes: einen über siebenhundert Jahre alten Schmetterling. Auf seinen Flügeln ist die Kreuzigung Christi dargestellt. Doch was hat das mit einem Schmetterling zu tun?

„Gurrletta und der Schmetterling“ von Rolf Stemmle ist das zweite Büchlein der Reihe. 1991 wurde ein Reliquiar in Form eines Schmetterlings in einem romanischen Kreuz entdeckt. Rolf Stemmle bringt das Unikat in der kurzen Geschichte kleinen Kindern nahe.

Das Geheimnis der Maria

Marie-Anne Ernst verfasste die Erzählung „Das Geheimnis der Maria“. Der vierzehnjährige Peter soll in Regensburg zum Steinmetz ausgebildet werden. Auf der Reise in die Stadt erlebt er so einiges. Er wird nicht nur als Dieb beschuldigt sondern findet auch eine Freundin fürs Leben. Peter besitzt ein Kieselsteinamulett. Damit hat er einen verrückten Plan… Die Kriminalgeschichte erklärt spannend den Fund eines Kieselsteinamuletts in der Rückseite einer Muttergottes-Statue am Hauptportal des Regensburger Doms. Das Amulett stammt von 1487 und wurde erst 2007 entdeckt.

Die drei goldenen Kugeln

„Die drei goldenen Kugeln“ des Märchenerzählers Oliver Machander versetzt in die Zeit der Gebrüder Grimm. Hans ist ein armer aber frommer Junge aus Regensburg. Er zieht hinaus in die weite Welt um sein Glück zu finden. Dort trifft er auf drei finstere Gestalten. Durch viele Abenteuer hindurch glaubt Hans trotzdem an das Gute in ihnen. Am Schluss zahlt sich sein Vertrauen aus.

Das Märchen erklärt ein Detail des Schaumbergaltars, der in der im zweiten Weltkrieg zerstörten Obermünsterkirche stand: Delphinpaare, die auf zusammengeflossenen Schwanzflossen goldene Kugeln tragen.



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