Fritz Gerlich als prophetisches Vorbild – Bischof Dr. Rudolf Voderholzer sprach beim Deutschen Orden in Regensburg

10.10.2019

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hat am vergangenen Dienstagabend beim Deutschen Orden in Regensburg über den Journalisten und frühen Widerstandskämpfer gegen den aufziehenden Nationalsozialismus Fritz Michael Gerlich gesprochen. „Früher Warner und geistiger Kämpfer“ lautete das Motto dieses Vortrags. Der Regensburger Bischof war zu Beginn dieses Jahres als Ehrenritter des Deutschen Ordens investiert worden. Die Confratres des Deutschen Ordens sowie zahlreiche Gäste trafen sich im Albertinum, einer Einrichtung des Deutschordenshauses in Regensburg. Auch Weihbischof Dr. Josef Graf, der dem Orden angehört, war gekommen.
Komtur Hans Pschorn begrüßte die Gäste und Confratres im Altenheim Albertinum herzlich und drückte seine Freude darüber aus, dass Bischof Rudolf am Vorabend seines 60. Geburtstags die Gemeinschaft des Deutschen Ordens besucht. Komtur Pschorn wies darauf hin, wie wichtig es ist, die Entwicklungen der Zeit zu hinterfragen und sich dem Zeitgeist gegebenenfalls auch zu widersetzen. Das Leitwort des Deutschen Ordens „Helfen, heilen, wehren“ gewinne somit erneut an Bedeutung und sei im Übrigen aktueller denn je. Fritz Gerlich ist für uns ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie ein kämpferischer Journalist in einer Zeit der Gewissenlosigkeit den Finger in die Wunde legt.“

In seinem Vortrag betonte Bischof Rudolf das Prophetische an dem Wirken von Fritz Gerlich, der zunächst in den 1920er-Jahren als Chefredakteur der „Münchner Neuesten Nachrichten“ tätig war. Im Zuge einer journalistischen Recherche wollte er das Phänomen der Resl von Konnersreuth „aufklären“. Aus dem Skeptiker wurde ein gläubiger Mensch, der aus der Hand von Erzbischof Michael Faulhaber in München das Sakrament der Firmung empfing. Als Schriftleiter der Zeitschrift „Der gerade Weg“ leistete er zu einem sehr frühen Zeitpunkt Widerstand gegen Hitler und den Nationalsozialismus. Dieses heldenmutige Engagement hatte er bereits 1934 mit dem Leben zu bezahlen. In diesem Zusammenhang verwies Bischof Dr. Voderholzer auf die hohe Bedeutung des Engagements katholischer Weltchristen – eben in der Welt.

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