Heiliger Halt in Corona-Zeiten

17.03.2020
Dieses Altarbild, mit der heiligen Corona, ist in der ehemaligen Wallfahrtskirche St. Corona in Altenkirchen zu sehen. Das Foto stammt von Pfarrer Thomas Diermeier.

Die Hilfe von oben wird dringend gebraucht. Generalvikar Michael Fuchs hat am vergangenen Sonntag zu den Gläubigen im Dom und den Zugeschalteten durch den Livestream über die heilige Corona gepredigt. Es spräche nichts dagegen, die Heilige „im Gebet neu zu entdecken und anzurufen“. Bis vor kurzem war die heilige Corona den meisten Menschen unbekannt, doch dank ihres Namens ist sie nun eine Berühmtheit. Nicht nur wegen ihres Namens.

Im Bistum Regensburg gibt es drei Kirchen mit dem Patrozinium der heiligen Corona: die ehemalige Wallfahrtskirche St. Corona in Altenkirchen bei Frontenhausen, die Pfarrkirche St. Corona in Staudach bei Eggenfelden sowie die Nebenkirche Koppenwall in der Pfarrei Pfeffenhausen bei Landshut.

 

Wie das geht, einen Heiligen um Hilfe bitten?

Wenn die sozialen Kontaktmöglichkeiten eingeschränkt sind, einige eine Zeitlang isoliert leben, bricht die Verbindung nach oben nicht ab. Die Kirche ist eine Gemeinschaft über die Welt hinaus. Verstorbene und Heilige gehören dazu. Deshalb können Heilige um Hilfe gebeten werden, wie man auch einen Freund um einen Gefallen bittet. Sich an Heilige zu wenden, kann in der Form einer Litanei geschehen. Grundsätzlich geschieht es aber in einem Gespräch mit Menschen, denen man Sorgen und Nöte offenbart. Diese setzen alles daran zu helfen.

Die heilige Corona ist eine frühchristliche Märtyrerin. Sie starb wohl um das Jahr 177 in Ägypten oder Syrien. Aus dem lateinischen übersetzt, bedeutet Corona schlicht die Krone. „Gekrönt“ zu werden, ist den Märtyrern vorbehalten. Die Überlieferung weiß, dass die heilige Corona schon zu ihrer Zeit anderen Menschen Trost spendete, wo eine Christenverfolgung drohte.

Generationen vor uns haben sich an Heilige und Märtyrer gewandt. Domvikar Msgr. Georg Schwager, Leiter der Abteilung für Selig- und Heiligsprechungsprozesse im Bistum Regensburg, empfiehlt folgendes: Verantwortliche können in der Kirche vor einem Altar zu Ehren eines oder einer Pestheiligen ein Gebet sprechen oder während des Gottesdienstes eine Kerze anzünden.

 

Besuch bei der heiligen Corona!

Die ehemalige Wallfahrtskirche St. Corona in Altenkirchen wurde zwischen 1621 und 1631 erbaut. Kurze Zeit später wurde die Region von den schlimmen Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges getroffen. Die Pfarrkirche St. Corona in Staudach bei Eggenfelden wurde zwischen den Jahren 1480 und 1490 errichtet. Dort ist die heilige Corona sitzend mit einer Krone dargestellt. An ihren Füßen kniet ein Bettler. Die Nebenkirche Koppenwall in der Pfarrei Pfeffenhausen wurde in der zweiten Hälfte des 15 Jahrhunderts erbaut.

Heilige Corona bitte für uns!

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