Hunderte Jugendliche feiern die Missa chrismatis im Dom

22.03.2016

Schon seit dem frühen Montagmorgen waren trotz Osterferien hunderte junger Leute in den Regensburger Schulen und Kirchen unterwegs. Anlass dafür war der U14-Tag, bei dem sich die Jugendlichen mit dem Glauben auseinandersetzen konnten. Unter ihnen waren auch viele, die in diesem Jahr das Sakrament der Firmung empfangen werden. Was sie am Morgen in Workshops inhaltlich erarbeitet hatten, konnten die Jugendlichen am Abend aus nächster Nähe miterleben. Bei der Missa chrismatis, der Chrisam-Messe, wurden die drei heiligen Öle gesegnet. Eines dieser Öle, das Chrisamöl, wird auch für die Firmung verwendet. Schon im Alten Testament wurden Könige und Propheten gesalbt, um die besondere Anerkennung durch Gott deutlich zu machen. Deswegen salbt heute der Priester jeden Neugetauften mit Chrisam, zum Zeichen seiner Berufung und Würde als Christ.

 

Ein Zeichen der Verbundenheit

Für die Chrisam-Feier waren die Jugendlichen aus der gesamten Diözese nach Regensburg gekommen – ein wahrhaftes Zeichen der Verbundenheit. Auch viele Priester und alle acht Regionaldekane des Bistums feierten die Messe mit und erneuerten in einem gemeinsamen Gebet ihre Bereitschaft, in Treue ihren priesterlichen Dienst zu versehen. Diese Verbundenheit ist für die Firmung wichtig, denn dass gerade der Bischof die Firmung spendet und nicht der Ortspfarrer hat einen guten Grund, den Bischof Rudolf Voderholzer in seiner Predigt den jungen Leuten erklärte. Firmung bedeutet Aufnahme in die Weltkirche. Durch Taufe und Firmung wird der Mensch Christus ähnlich, er wird wie er ein Gesalbter. Man könnte auch sagen, alle erhalten einen neuen Familiennamen: nämlich Christ. Deshalb gibt es in der Kirche weder Fremde noch Ausländer: „Wenn du in einem fremden Land bist, dann schau, wo dort eine Kirche ist und du findest eine Gemeinschaft, zu der du gehörst“, empfahl Bischof Rudolf und rief dazu auf, gerade in der Kirche eine Willkommenskultur spürbar werden zu lassen: „Gott braucht euch als Friedensstifter, die keine Mauern aufziehen, sondern Brücken bauen.“ Um die wohlriechenden Öle in das gesamte Bistum hinaus zu tragen, verteilten sie Diakone am Ende der Messe an die Gläubigen.

 

Insgesamt gibt es drei heilige Öle

-Chrisam: für Taufe, Firmung, Priester- und Altarweihe
-Katechumenenöl: für Taufbewerber
-Öl für die Krankensalbung: für Kranke und Sterbende

 

Bildimpressionen von der Missa chrismatis

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