Im Spiegel der Kunst: Juden und Christen in Regensburg

16.10.2019
Prof. Dr. Hans-Christoph Dittscheid

Die Geschichte der Beziehungen von Juden und Christen in Regensburg ist genauso lang wie spannend. Einen Blick auf diese Beziehungen im Bereich der Kunst wirft ein Vortrag des Akademischen Forums. In Regensburg waren die christlich-jüdischen Verbindungen mehrfach ernsthaft gestört. Zeitzeuge dieser Schattenseite der christlich-jüdischen Beziehung ist unter anderem der Titusbogen in Rom, der an den Triumph über Jerusalem und dessen Eroberung erinnern soll. Aber auch in Regensburg finden sich Zeugnisse dieser beschämenden Feindschaft, so zum Beispiel das ottonische Uta-Evangelistar. Neben jenen geschichtlichen Einschnitten hatte die christlich-jüdische Beziehung jedoch immer wieder auch Bestand. Aus neuen archivalischen Quellen heraus und im Spiegel der Kunst betrachtet Prof. Dr. phil. Hans-Christoph Dittscheid diese etwa tausendjährige Geschichte mit Schwerpunkten der entzweiten und annähernden Auseinandersetzung. Er geht z. B. auf die alte Synagoge Regensburg oder die Buchmalerei des Albrecht Altdorfer ein.

Dittscheid studierte Kunstgeschichte Klassische Archäologie, Vor- und Frühgeschichte sowie Vorderasiatische Archäologie und Hist. Hilfswissenschaften an unterschiedlichen Universitäten. 1983 promovierte er mit einer Dissertation über Kassel-Wilhelmshöhe, gefolgt von mehrjährigen beruflichen Einsätzen im Libanon, Rom und Paris. Zuletzt war er 26 Jahre lang Professor für Kunstgeschichte an der Universität Regensburg. Der Vortrag findet am Montag, 21. Oktober 2019, ab 19.30 Uhr in der Weinschenk-Villa in Regensburg, Hoppestraße 6 statt.

 

Hinweise dazu auf der Website: www.albertus-magnus-forum.de.

Oder Telefonisch unter: 0941/597-1612

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