Impulse für Seniorenbeauftragte der Pfarreien

07.02.2019
In Gruppenarbeit wurden neue Möglichkeiten für die Seniorenarbeit erschlossen.

Seelsorge sucht in den verschiedenen Lebenslagen des Menschen aus dem Beistand Gottes eine aufbauende Perspektive zu entwickeln. Oft wird dabei gerade der Überstieg aus einer gewohnten Lebensweise in eine neue Phase zur echten Herausforderung. Der Eintritt in den Ruhestand ist so eine einschneidende Phase. Damit fallen zwar manche - vielleicht zur Anstrengung gewordene - Belastungen weg. Aber wir müssen damit auch liebe Gewohnheiten umbauen oder ersetzen. Es ändert sich damit ein großer Teil unseres "Sozialraumes".

Wo bleibt beispielsweise der kollegiale Austausch, der bisher unsere Lebenssicht mit geformt hat? Frauen und Männer schöpfen heute einen großen Teil ihres Selbstwertgefühls aus der Berufskompetenz. Wenn diese jetzt nicht mehr fortwährend erlebt wird, wie wird dieser stützende Aspekt unseres Lebens jetzt abgedeckt? Diese ausgewählten Fragen zeigen bereits die Brisanz der Situation. In den nächsten Jahren kommen eine ganze Reihe geburtenstarker Jahrgänge in das Rentenalter. Wie können unsere Pfarreien hier eine seelsorgliche Unterstützung anbieten?

 

Veranstaltungsreihe für Seniorenbeauftragte

Die Hauptabteilung Seelsorge des Bischöflichen Ordinariates Regensburg bietet dazu jetzt eine Veranstaltungsreihe für Seniorenbeauftragte der Pfarreien an. Das zweite Treffen fand am 1. Februar 2019 auf Schloss Spindlhof in Regenstauf statt. Dr. Walter Zahner als stellvertretender Leiter der Hauptabteilung betonte bei seiner Begrüßung, dass die 130 Anmeldungen zu dieser Reihe zeigen, wie wichtig diese Fragen in der praktischen Pfarrseelsorge bereits genommen werden. Die versammelten Pfarrgemeinderäte und Verantwortlichen bauten dann in Kleingruppen aus den verschiedenen in den Pfarreien bereits praktizierten Bausteinen der Seniorenarbeit eine "Seniorenkirche" zusammen. Im Austausch über die Pfarreien hinweg wurden so schon ergänzungswürdige Aktivitäten aufgespürt. Josef Kratschmann, der Leiter der Fachstelle Seniorenpastoral, benannte im zweiten Abschnitt der Veranstaltung wichtige Erfahrungsmomente beim Übergang in den Ruhestand. Auf dem Hintergrund von C. G. Jungs Aspekten über die "Höhere Schule zur zweiten Lebenshälfte" hat er seelsorgliche Akzentsetzungen und Impulse zur praktischen Arbeit mit "Ruheständlern" vorgestellt.

 

Segnung mit begleitender Bildungsveranstaltung

Von Biographiearbeit über Stress- und Gefühlsmanagement wurden motivierend Teilfragen thematisiert. Kratschmann schürte bei den Zuhörern die Neugier auf die Fragen der angehenden Rentner und gab zahlreiche Anregungen zur konkreten Gestaltung eines Ruhestandsprojektes. Die Seniorenbeauftragten wurden ermuntert, in ihren jeweiligen Pfarreien eine "Segnung mit begleitender Bildungsveranstaltung" für angehende oder bereits "praktizierende" Ruheständler anzubieten. Bildung zielt in diesem Zusammenhang natürlich auf eine Ausreifung der Persönlichkeit ab. Thomas Albertin, Mitveranstalter und Geschäftsführer der Kath. Erwachsenenbildung im Landkreis Regensburg, sagte bei diesem Abend - im Namen aller Bildungswerke - dazu volle Unterstützung und Förderung zu. Alle Teilnehmer bekamen eine umfangreiche Werkmappe zur Ausgestaltung des  Ruhestandsprojektes.  Abschließend wurde noch auf eine weiterführende Filmarbeitsreihe mit Heinz Hüttinger von der AV-Medienzentrale im Herbst dieses Jahres hingewiesen. Wer Fragen und Anregungen zum Ruhestandprojekt der Diözese Regensburg hat, der wendet sich bitte an die Fachstelle Seniorenpastoral (Obermünsterplatz 7, 93047 Regensburg, Tel. 0941 59 72 300, E-Mail: altenseelsorge@bistum-regensbur.de).

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