Internationaler Gottesdienst im portugiesischen Fátima - Regensburger Wallfahrer feiern mit

13.06.2016
Am Ende des Gottesdienstes winken zum Abschied alle Pilger der Gottesmutter mit weißen Tüchern zu.

Vom 11. bis zum 15. Juni 2016 macht sich eine Gruppe Regensburger Pilger auf zum kleinen, weltberühmten Wallfahrtsort Fátima in Portugal.

 

Ave Maria - Rosenkranzgebet am Sonntagmorgen

"Betet täglich den Rosenkranz" - das war die Weisung der Gottesmutter an die drei jungen Seherkinder. In Fatima wird das bis heute umgesetzt. Besonders sonntags und an den Erscheinungstagen strömen Menschen aller Nationen im Santuário zusammen, um gemeinsam Maria zu grüßen.

Das gilt gleichsam für die Pilgergruppe des Institutum Marianum Regensburg. Zu Beginn des zweiten Tages ihrer Reise, am Sonntagmorgen, bricht die Gruppe erneut zum Heiligtum auf. Die Eindrücke des vergangenen Abends, mit dem Rosenkranzgebet und der Lichterprozession, wirken bei vielen noch nach. "Wir haben den ganzen Platz überblickt und das war schon beeindruckend. Auch die Frömmigkeit der Menschen. Sie singen die einfachen Melodien, die so ins Gehör und ins Herz gehen", erzählt Maria Kessler. Obwohl sie über weite Teile auf ihren Rollstuhl angewiesen ist, hat sie das nicht  an der Pilgerfahrt gehindert.

Das Rosenkranzgebet wird in Fatima in und um die Erscheinungskapelle gebetet. Sie ist das Herz des Heiligtums und wurde gemäß dem Wunsch der Gottesmutter errichtet. 

Ungarischer Kreuzweg am Sonntagnachmittag.

Maria mitten unter uns

Nach dem Rosenkranz versammelten sich am Sonntagmorgen hunderttausende Pilger zum Internationalen Gottesdienst und feierten bei strahlendem Sonnenschein gemeinsam mit vielen Priestern, Bischöfen und Kardinälen aus aller Welt Eucharistie. Ein Pilger aus der Regensburger Gruppe trug die Lesung in deutscher Sprache vor. Für Josef Grabinger aus Bodenwöhr war es "eine große Ehre, einen Beitrag leisten zu dürfen zu einem so tollen und großartigen Gottesdienst." Er war vor vielen Jahren schon einmal in Fátima. Doch schon jetzt ist ihm klar, dass der Pilgerort die zweite Reise auf jeden Fall wert ist.

Besonders ergreifend war auch die Prozession der Gottesmutter. Zu Beginn und zum Abschluss der sonntäglichen Eucharistiefeier wurde die Marienstatue durch die Gläubigen getragen. Diese verabschieden sie bei ihrem Auszug mit tausend wehenden weißen Tüchern. Um die Statue zu tragen, braucht es vier Personen mit einer ungefähr gleichen Schulterhöhe und auch einiges an Muskelkraft, denn die Statue schafft es mit ihrer Tragevorrichtung auf ein stolzes Gewicht von 120 kg.

"Viel überwältigender, als ich es mir je vorgestellt habe"

"Es ist noch viel überwältigender, als ich es mir je vorgestellt habe", so Rudolf Kraus aus Pyrbaum: "Diese Geschichten von den drei Seherkindern, die arbeiten in mir und es ist sehr, sehr faszinierend. Was mich am meisten aufwühlt, das ist dieser unerschütterliche Glaube, den diese Kinder uns vorgelebt haben." 

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