Jedes Bistum sollte eine haben: Die Sonntagsbibel – Bischof Stefan Oster stellt in Regensburg die Passauer Ausgabe vor

24.01.2020
Bischof Stefan Oster überreichte Bischof Rudolf Voderholzer ein erstes Exemplar der "Passauer Sonntagsbibel".

Am Anfang gab es sie nur in Regensburg: Die große Sonntagsbibel. Als ein Hausbuch, das sämtliche Lesungen der drei Lesejahre für die katholische Messfeier beinhaltet, soll sie der Vorbereitung auf die sonntägliche Eucharistiefeier dienen und das Wort Gottes im Alltag der Menschen lebendig erhalten. Hauptinitiator für dieses Buchprojekt war Bischof Dr. Rudolf Voderholzer. Er ist auch Herausgeber des umfangreichen Werkes, das 2017 erschien und an die Tradition der christlichen Hausbücher von Pater Leonhard Goffiné anknüpft. Mittlerweile ist die Regensburger Sonntagsbibel schon in zweiter Auflage erschienen und die Kunde, dass sich dieses Hausbuch großer Beliebtheit erfreut, verbreitete sich äußerst rasch - weit über die Bistumsgrenzen hinaus bis nach Passau.

Freuen sich über das neu entstandene Werk: Die Bischöfe Oster und Voderholzer sowie die Verantwortlichen aus beiden Bistümern für die Produktion der Sonntagsbibeln.


Die Sonntagsbibel: Auch in Passau ein voller Erfolg

Dort sah Bischof Dr. Stefan Oster SDB, dass die Regensburger Sonntagsbibel gut war. Daher wollte er unbedingt eine solche für seine Diözese schaffen. Im Folgenden arbeiteten unter Hochdruck zahlreiche Experten aus der Diözese Passau an einer Passauer Sonntagsbibel. Der Aufbau sollte wie der "ihrer Mutter", die Regensburger Sonntagsbibel sein, die Illustrationen jedoch selbstverständlich allesamt aus dem Passauer Kreis stammen. Das Projekt, bei dem auch immer wieder die Expertise der Regensburger gefragt war, wurde ein voller Erfolg. Seit dem 1. Advent 2019 - pünktlich zum neuen Kirchenjahr - gibt es die Passauer Sonntagsbibel nun auch für die Diözese Passau.

An diesem Donnerstag, dem 23. Januar 2020, reiste Bischof Oster mit einer Delegation aus Passau nach Regensburg, um Bischof Rudolf ein Exemplar der Passauer Sonntagsbibel zu überreichen. Die Passauer Sonntagsbibel sei wirklich ein voller Erfolg geworden und von allen Seiten gut aufgenommen worden: "Danke für die Vorlage und die Hilfe bei der Erstellung!", sagte der Passauer Bischof, als er die große rote Passauer Sonntagsbibel aus der Geschenkverpackung nahm und sie Bischof Rudolf in die Hände legte. "Die Idee ist so gut - eigentlich sollte jedes Bistum seine Sonntagsbibel haben", sagte Oster. Bischof Rudolf, der das Passauer Exemplar eingehend betrachtete, durchblätterte und lobte, fügte scherzend hinzu: "Die Tendenz geht sogar zur Zweitbibel!".

Im Anschluss führte Bischof Rudolf die Passauer Delegation noch durch seine umfangreiche Krippensammlung.

Dann nahm Bischof Rudolf seine Gäste mit auf einen Rundgang durch seine Krippensammlung und zeigte auch verschiedene Ausgaben von Hausbüchern, insbesondere des Prämonstratenser Paters Leonhard Goffiné, der mit seinem Christkatholischen Hauspostill einen "Vorläufer" für die Regensburger Sonntagsbibel lieferte. "Der Goffiné war so weit verbreitet und bekannt, dass meine Mutter im Bibelkreis oft den Goffiné vorgelegt bekam, wenn sie die Kinder bat, eine Bibel mitzubringen." Das könnte heutzutage nicht mehr passieren. Den Goffiné kennt wohl kaum ein Kind und die Sonntagsbibel ist in jeder Hinsicht sehr gewichtig. Aufgrund ihres Gehaltes hat sie aber durchaus einen prominenten Platz in jedem katholischen Haushalt verdient.

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