„Jesus Christ, you are my life“ – Ein Kirchenlied verbindet alle Sprachen und Nationen der Welt

14.10.2020

Papst Johannes Paul II. schien keine Grenzen gehabt zu haben. Während seines in mehrerer Hinsicht außergewöhnlichen Pontifikats (https://www.bistum-regensburg.de/news/papst-johannes-paul-ii-santo-subito-6303/) besuchte der Pontifex 127 Länder. Wo immer er war, hatte er eine starke Anziehungskraft auf Jugendliche, ja, war ein Freund der jungen Menschen. Eine Frucht dieser freundschaftlichen Beziehungen waren die bis heute stattfindenden Weltjugendtage. Bei diesen Großevents des katholischen Glaubens kommen junge Menschen aus der ganzen Welt zusammen. Sie feiern, sie bekennen ihren Glauben an den dreifaltigen Gott – und es scheint, als gäbe es keine Grenzen, als gäbe es keine Sprachbarrieren mehr.

 

Ein Gefühl der Weite

Dieses Gefühl der weltweiten Verbundenheit bringt ein Kirchenlied zum Ausdruck: „Jesus Christ, you are my life“. Geschrieben wurde es vom römischen Priester, Musiker und Komponisten Marco Frisina anlässlich des Weltjugendtags im Heiligen Jahr 2000 in Rom. „Jesus Christ, you are my life“ – „Jesus Christus, du bist mein Leben.“ Schon die erste Zeile des Kehrverses spielt auf die Heilige Schrift selbst an. Dort sagt Jesus über sich: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Johannes 14,6).

Jesus sprengt Grenzen

Dieser bekennende Ruf des Glaubens vereint alle Menschen. Die Hoffnung auf Jesus Christus sprengt wirklich alle Grenzen. Das Lied aus dem Gotteslob bringt das zum Ausdruck: Die einzelnen Strophen sind auf Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch abgedruckt.

Das Bekenntnis zu Jesus Christus überwindet alle Grenzen. Schon in der Heiligen Schrift selbst ist der Wunsch der Menschen angesprochen, es möge eines Tages nichts Trennendes mehr geben. Im alttestamentlichen Buch des Propheten Jesaja wird das Ende der Welt beschrieben als ein Zustand, in dem alle Völker zum Berg Zion nach Jerusalem ziehen: „Am Ende der Tage wird es geschehen: Der Berg des Hauses des HERRN steht fest gegründet als höchster der Berge; er überragt alle Hügel. Zu ihm strömen alle Nationen. Viele Völker gehen und sagen: Auf, wir ziehen hinauf zum Berg des HERRN und zum Haus des Gottes Jakobs“ (Jesaja 2,2-3).

 

Boten des Lichtes

Diese Grenzenlosigkeit im Angesicht Gottes ist es auch, was wir meinen, wenn wir die Kirche als „katholisch“ bezeichnen: Sie ist allumfassend. Sie betrifft nicht einzelne Länder oder Nationen, auserwählte Gruppierungen oder Völker. Der Auferstandene selbst gibt seinen Jüngern diesen Auftrag: „Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern“ (Matthäus 28,19). Die deutsche Strophe von „Jesus Christ, you are my life“ unterstreicht diese Botschaft: „Zeugen deiner Liebe sind wir, Boten des Lichtes in der Welt“. Dieses Licht ist Jesus selbst: „Ich bin das Licht der Welt“ (Johannes 8,12). Dieses Licht leuchtet allen Völkern – grenzenlos.

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