Jubiläum 300 Jahre Pfarrkirche St. Andreas in Wernersreuth gefeiert

03.12.2019

50 Jahre nachdem der ehemalige Diözesanbischof Dr. Rudolf Graber zu Besuch in der Pfarrei Wernersreuth war und den neuen Hochaltar weihte, kam am ersten Adventssonntag Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in die nördliche Oberpfalz, um mit den Pfarreiangehörigen das Jubiläum 300 Jahre Pfarrkirche St. Andreas mit einem Pontifikalgottesdienst zu feiern. Am Samstag beging die katholische Kirche das Namensfest des Kirchenpatrons. Seit Tagen waren die Verantwortlichen der Pfarrei auf den Beinen, um die Jubiläumskirche für den Besuch herauszuputzen und mit Blumen zu schmücken. „300 Jahre Pfarrkirche ist 300 Jahre gelebter Glaube“, unterstrich Pfarrer George Parankimalil in seiner Begrüßung. „300 Jahre das ist eine lange Zeit. Was ist in dieser Zeit nicht alles geschehen. Wie viel Leid und Elend ging über das Land? Wie viele Menschen haben Glück und Liebe erfahren?“, überlegte der Geistliche. Er dankte dem Bischof, der ihm vor drei Jahren diese Pfarrgemeinde anvertraute.

Bischof Rudolf Voderholzer entzündet die erste Adventskerze

Zusammen mit dem Ortsgeistlichen und dessen Vorgänger Pater Hans Junker von den Oblaten des heiligen Franz von Sales zelebrierte Bischof Rudolf Voderholzer den Festgottesdienst. Bis auf den letzten Platz war die Andreas-Kirche an diesem Tag gefüllt, was der Bischof als ermutigendes Zeichen für eine lebendige Gemeinde wertete. Da an diesem Sonntag auch das neue Kirchenjahr begann, segnete der Bischof die Adventswurzel und die Kerzen vor dem Volksaltar, bevor er die erste Adventskerze entzündete. Der wuchtige Turm der Wehrkirche sei von weitem zu sehen, merkte der Bischof an. Aus der Pfarrei gingen auch viele Ordensleute hervor: „Im Stiftland bildet ein reges geistliches Leben die Grundlage für den Glauben.“ 323 Katholiken gebe es derzeit in Wernersreuth. Mindestens die Hälfte davon war bei der Jubelfeier ihrer Pfarrkirche anwesend, schätzte der Diözesanbischof. „Sie geben damit ein großartiges Glaubenszeugnis“, sagte er zu den Kirchenbesuchern.

Das geistliche Leben intensivieren

Die große Geschichte des Glaubens soll Ansporn für die Zukunft sein. Der Bischof appellierte an die Gläubigen, das persönliche geistliche Leben in der Adventszeit zu intensivieren. Dazu gehöre das Lesen in der Bibel, das Erforschen des Gewissens oder der Empfang des Bußsakraments. „Viele Menschen wollen für ihren Glauben Opfer bringen und Herausforderungen annehmen“, sagte der Bischof.

Zur Vorbereitung auf die Weihnachtszeit gehöre auch das Brauchtum um die heilige Barbara und den heiligen Nikolaus dazu. Letzterer habe nichts mit dem Weihnachtsmann mit der Zipfelmütze zu tun. Die Menschen müssten wieder mehr auf die Stimme Gottes hören. Der Bischof dankte allen, die vor Ort Verantwortung für den christlichen Glauben übernehmen mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“. Der Bischof war sich sicher: „Wo die Hauskirche lebt, lebt die ganze Kirche und Gemeinde.“ Mit Blick auf den heiligen Andreas in der Wernersreuther Kirche sagte Bischof Rudolf: „Heiliger Andreas, bitte für uns. Der Patron möge uns beistehen.“

Begegnung mit dem Bischof

Danach trafen sich alle Teilnehmer im Maximilian-Kolbe-Haus zu einem Stehempfang und zur Begegnung mit dem Bischof. Pfarrgemeinderatssprecher Stephan Forster bedankte sich bei allen, die sich in irgendeiner Weise in die Jubiläumsfeierlichkeiten einbrachten, insbesondere Heimatpfleger Robert Treml, der zusammen mit Kirchenpfleger Josef Altnöder und ihm eine umfangreiche Festschrift zum Jubiläum erstellte. Die Bürgermeister Johann Burger aus Leonberg und Klaus Meyer aus Bad Neualbenreuth ließen nach ihren Grußworten Bischof Rudolf Voderholzer jeweils ins Goldene Buch ihrer Gemeinde eintragen.

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