Klimaschutz ist Urauftrag der Kirche! - Auftaktveranstaltung Klimaschutzkonzept OTH Amberg-Weiden

13.05.2019
Informierten über das Projekt: Generalvikar Msgr. Michael Fuchs, Prof. Markus Brautsch, Beate Eichinger, Hochschulpräsidentin Prof. Andrea Klug und Domkapitular Thomas Pinzer.

Der Startschuss ist gefallen. Am vergangenen Freitag, den 10. Mai 2019, fand im Senatssaal der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden die Auftaktveranstaltung für das neue Klimaschutzkonzept der Diözese Regensburg statt. Mit diesem integrierten Klimaschutzkonzept möchte das Bistum Regensburg einen Maßnahmenkatalog erstellen, um in den Bereichen Energie, Mobilität und Beschaffung eine möglichst hohe und dauerhafte Reduzierung der CO2-Emmissionen zu erreichen.

 

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die ersten Ergebnisse der Datenauswertung, sowie der zeitliche Rahmen und die Ziele des neuen Klimaschutzkonzeptes erläutert. Die Präsidentin der Technischen Hochschule bedankte sich in ihrem Grußwort vor allem für die Kooperation bei diesem Projekt. "Seit Gründung unserer Hochschule vor 25 Jahren gehört die Forschung zur nachhaltigen Energieversorgung und zur Steigerung der Energieeffizienz zu unseren Kernkompetenzen an der OTH Amberg-Weiden", so Hochschulpräsidentin Prof. Andrea Klug. Sie wünschte dem Projekt einen guten Verlauf und freue sich auf eine weitere enge Zusammenarbeit mit dem Bistum Regensburg. Der Generalvikar des Bistums Regensburg, Michal Fuchs, freute sich sehr, dass das Institut für Energietechnik der OTH Amberg-Weiden als Kooperationspartner für dieses wichtige Zukunftsprojekt gewonnen werden konnte. "Alles hängt mit allem zusammen", dies gelte auch für dieses Projekt, so Generalvikar Michael Fuchs. Doch dieses Zitat von Papst Franziskus soll keine Entschuldigung fürs Nichtstun sein, erklärte der Generalvikar des Bistums Regensburg, sondern "den Wert jeder einzelnen Maßnahme, und sei sie noch so klein, wie auch den Wert jeder einzeln mitverantwortlichen Person in unserer Diözese aufzeigen".

Die OTH Amberg-Weiden mit Hochschulpräsidentin Prof. Andrea Klug unterstützen das Projekt der Diözese.

 

Klimaschutz ist Teamwork

"Heute ist auch für das Bistum Regensburg ein sogenannter friday for future", hob der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bistum Regensburg, Domkapitular Thomas Pinzer, in seinen Ausführungen hervor. Das Bistum Regensburg möchte sich mit diesem Klimaschutzkonzept "auf den Weg in eine nachhaltige und ökologische Zukunft begeben". Das Klimaschutzkonzept sei auch "ohne langatmige Diskussionen" in der Ordinariatskonferenz beschlossen worden, so Thomas Pinzer weiter. Jeder im Bistum Regensburg stehe hinter diesem Projekt. Klimaschutz ist der Urauftrag der Kirche, gab er den anwesenden Gästen mit auf den Weg. Die Bewahrung der Schöpfung und des Klimas muss das Anliegen jedes einzelnen Christen sein. Er gab auch einen Abriss über die Handlungsfelder, den Maßnahmenkatalog, sowie über die Mitglieder der Projektgruppe für das Klimaschutzkonzept. Abschließend bedankte er sich auch beim Institut für Energietechnik für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Diese Verbindung besteht nicht erst seit der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes, sondern bereits seit vielen Jahren. So entwickelte das Institut für Energietechnik der OTH Amberg-Weiden bereits Energiekonzepte für 10 Pfarreien im Bistum Regensburg, oder auch für kirchliche Einrichtungen der Caritas, der KJF, oder dem Kolpingdiözesanverband.

 

Integriertes Klimaschutzkonzept

Alle Pfarreien und Einrichtungen des Bistums Regensburg sind bis Mitte Mai aufgerufen, eine Bestandsaufnahme zur Mobilität, Beschaffung und Energieverbrauch bei der Projektgruppe einzureichen. Aus den bisher 200 eingegangen Rückmeldungen lässt sich bereits ein erster Verlauf abzeichnen. So sind bei den Mitarbeitern der Verwaltung die Dienstfahrten während der Arbeitszeit geringer, während bei den pastoralen Mitarbeitern die Dienstfahrten im Vergleich zu den Privatfahrten überwiegen, erklärte Prof. Markus Brautsch anhand der bisher ermittelten Daten. Beim Klimaschutzkonzept der Diözese Regensburg handelt es sich um ein sogenanntes integriertes Konzept. Es wird somit nicht nur der Bereich des Energieverbrauches beleuchtet, sondern auch die Bereiche Mobilität und Beschaffung. "Damit wollen wir ein bestmögliches Ergebnis für die Einsparung von CO2-Emmissionen erreichen", erklärte Markus Brautsch, Leiter des Instituts für Energietechnik an der OTH Amberg-Weiden. Dipl. Ing.(FH) Maximilian Conrad begleitet die diözesane Projektgruppe bei allen Fragen rund um das neue Klimaschutzkonzept.

Die Umweltbeauftragte Beate Eichinger stellte den neuen Internetauftritt vor.

 

Klimaschutz als dauerhafte Aufgabe

Nach Eingang aller Fragebögen zu den drei Handlungsfeldern wird die Projektgruppe bis Dezember 2019 einen Maßnahmenkatalog und eine Zielvorgabe für den Ausstoß der CO2-Emmissionen für das Bistum Regensburg erarbeiten. Das Gesamtkonzept wird mit einem Fördermittelantrag dann auch beim Projektträger in Jülich eingereicht. "Wir werden zusätzlich auch einen Klimaschutzmanager/in einstellen, der für die Umsetzung des Maßnahmenkataloges zuständig sein wird", so Domkapitular Thomas Pinzer. Die Umweltbeauftragte und Koordinatorin des Klimaschutzkonzeptes, Beate Eichinger, stellte zum Abschluss der Auftaktveranstaltung die eigens entwickelte Homepage für alle Fragen rund um den Klima- und Umweltschutz im Bistum Regensburg vor. "Diese Homepage soll zur Bewusstseinsbildung aller Menschen beitragen und eine Kommunikationsplattform rund um das Klimaschutzkonzept sein", so Beate Eichinger. Alles rund um das neue Klimaschutzkonzept, den Schöpfungstag und weitere Informationen zu Menschenrechten oder der Papstenzyklika "Laudato si", findet man jetzt auf der neuen Homepage unter: www.oekosoziales-bistum-regensburg.de

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