Kloster wiederbegründet – Aufhausener Wallfahrt neu belebt – Pater Winfried als Pfarradministrator in Aufhausen eingeführt

09.10.2006
Kinder aus der Gemeinde während der Gabenprozession. Im Hintergrund: Pater Winfried

Mit einem feierlichen Pontifikalamt hat Bischof Gerhard Ludwig einen dreifachen Aufbruch in der Pfarrei Aufhausen gestartet. Pater Winfried wurde als neuer Pfarradministrator eingeführt, das Aufhausener Kloster wurde durch Ansiedelung der Gemeinschaft der Brüder vom Heiligen Blut und der Missionarinnen vom Kostbaren Blut wiederbegründet sowie die Wallfahrt „Maria Schnee“ zur gleichnamigen Wallfahrtskirche neu belebt.

Über 400 Gläubige waren in die überfüllte Wallfahrtskirche zusammengekommen, darunter zahlreiche Fahnenabordnungen der kirchlichen und weltlichen Ortsvereine. In seiner Predigt blickte der Regensburger Bischof zunächst zurück auf den Besuch des Heiligen Vaters vor wenigen Wochen. „Wir sind immer noch ganz erfüllt von der Begegnung mit dem Nachfolger Petri“, so der Bischof. Beim Besuch des Papstes sei deutlich geworden, dass die Kirche nichts Überholtes sei. „Die Menschen haben gespürt, dass hiervon eine Kraft ausgeht, die uns Menschen aufbaut.“ Der Heilige Vater habe seine Brüder und Schwestern im Glauben gestärkt und gezeigt, dass „wir Menschen in Jesus Christus geeint werden“.

Im Bistum Regensburg zeige sich ein blühendes kirchliches Leben. „Heute können wir schon das zweite Kloster innerhalb der letzten vier Jahre neubeleben. Fünf kirchliche Neubauten wurden in dieser Zeit eingeweiht und eine Schulstiftung begründet, die sicherstellt, dass unsere Schulen auch in Zukunft in kirchlicher Trägerschaft bleiben können. Es gibt viele Indikatoren, die zeigen, dass es aufwärts geht.“ Besonders zeige dies sich in Aufhausen, wo nun ein innerer Verbund von Pfarrei, Kloster und aller Gläubigen wachsen solle. Aufgewertet würde diese Gemeinschaft des Glaubens durch die „alte Wallfahrtsstätte, die neu aufleben soll. Die Gläubigen sind eingeladen, auch von weit her zu kommen, um der Mutter Gottes hier ihre Anliegen vorzutragen.“ Der Bischof rief alle auf, sich auch derer anzunehmen, die Abstand zu Gott genommen hätten. „Bezeugen wir es gemeinsam: Hier wird uns das Wort des Lebens verkündet.“

Stichwort: Brüder vom Heiligen Blut

Mit Dekret vom 2. Februar 2006 wurde die Gemeinschaft der „Brüder vom Heiligen Blut“ (Fratres Sanctissimi Sanguinis, FSS) mit Sitz in Aufhausen durch den Bischof von Regensburg als öffentlicher Verein kanonischen Rechts errichtet. Als Höherer Oberer der Gemeinschaft wurde H.H. Winfried Wermter FSS gemäß der Lebensregel der Gemeinschaft für vier Jahre ernannt.
Seit 1. September 2006 übernimmt P. Winfried Wermter FSS als Pfarradministrator zusammen mit den Schwestern und Brüdern der Gemeinschaft die Seelsorge der Pfarrei St. Bartholomäus.

Hervorgegangen aus der Tätigkeit der Missionare vom Kostbaren Blut (CPPS), die seit 1983 auch in Polen wirkten, gründete P. Winfried Wermter CPPS im Jahre 1987 die Missionarinnen vom Kostbaren Blut (MSC). Die Kongregation arbeitet engstens mit der Gemeinschaft der Freunde der Familie vom Kostbaren Blut (AFS) zusammen. Seit September 2005 sind vier Missionarinnen vom Kostbaren Blut (MSC) im Bistum Regensburg in der Pfarrseelsorge und in der Altenpflege tätig.
P. Winfried Wermter war es ein Anliegen, nach Jahren der Konsolidierung der Gemeinschaft nun auch einen männlichen Zweig zu gründen, der den Namen „Gemeinschaft der Brüder vom Heiligen Blut“ trägt.

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