Mit Gebet die Welt verändern

26.06.2020

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hat bei der Einladung zur derzeit laufenden Wolfgangswoche zum Ausdruck gebracht, dass sie vor allem eine Woche des Gebets ist: des Gebets für die Diözese wie auch für die Weltkirche. Die Wolfgangswoche wird noch bis kommenden Samstag, 27. Juni, begangen. Mit Blick auf das Gebet für die Weltkirche haben wir auch mit Ruth Aigner, der Leiterin der Fachstelle Weltkirche im Bistum, gesprochen. Was vermag das Gebet weltweit? Was ist zu tun, wenn es sich nicht in dem Sinne erfüllt, wie wir dies gerne hätten? Solche und andere Fragen stellte Dr. Veit Neumann, Redakteur der Bischöflichen Presse- und Medienabteilung Regensburg. Weitere Interviews werden folgen. Ruth Aigner hat außerdem Statements von Freunden und Missionaren weltweit eingeholt. Sie äußern sich im O-Ton zur Bedeutung des Gebets. Die Statements haben wir angehängt. Zunächst nun die Aussagen von R. Aigner zum Thema des Betens im Rahmen der Weltkirche.

 

Liebe Frau Aigner, welche Verbindung sehen Sie zwischen dem Gebet und der Weltkirche?

Gebet ist Verbindung – Verbindung schlechthin, so wie in Coronazeiten das Internet zwischen uns eine wesentliche Verbindung war und weiterhin ist und Kontakte ermöglicht. Es ermöglicht die unsichtbare Verbundenheit zwischen den Ortskirchen weltweit. Füreinander und miteinander beten ist etwas unbeschreiblich Kraftvolles. In den Statements, die wir zum Thema des Gebets weltweit eingeholt haben (siehe weiter unten), kommt auch immer wieder dieses Kraftspendende vor. Außerdem spannt es einen Bogen zwischen dem Ganz-tief-in-sich-Hineingehen und, auf der anderen Seite, der Tatsache, dass man gleich mit der ganzen Welt verbunden sein kann.

 

Sie haben Aussagen von Freunden und Gesprächspartnern Ihrer Arbeit zum Thema des Gebets per E-Mail eingeholt. Von woher sind die Rückmeldungen gekommen?

Zum Beispiel aus Taiwan, Kambodscha, Norwegen, Brasilien, Südafrika und Papua-Neuguinea. Ich habe auch einen befreundeten Muslim befragt, weil mich seine Einstellung zum Gebet persönlich interessiert. Er sagt: „Praying changes destiny.“ Zumindest könne man das eigene Schicksal und die Sorgen, die damit verbunden sind, leichter ertragen. Er ist Ägypter und lebt derzeit in China. Schwester Petra Pfaller, die in Brasilien Gefängnisseelsorgerin ist, sagt, dass ihnen das Gebet gerade am meisten Hoffnung spendet: „Es ist das einzige, was uns in dieser ganz speziellen Zeit trägt.“

 

Haben Sie weitere Erfahrungen Punkto Gebet mit Blick auf den Islam gemacht?

Ich war auf einer christlich-islamisch ausgeschriebenen Sommeruni mit 40 Studenten aus fast 40 verschiedenen Ländern. Inhaltlich ging es eigentlich um Völkerrecht. Wir wussten aber, dass wir auch über religiöse Themen reden können und dass wir füreinander beten können. Das hat eine geistliche Verbundenheit unter die Studenten gebracht.

 

Geht es auch um das Gebet, wenn Sie in Ihrem alltäglichen Wirken hier die Diözese mit anderen Ortskirchen in der Welt vernetzen? Oder geht es eher um Projekte?

Es geht viel um Projekte und inhaltliche Arbeit. Aber es ist in fast jeder E-Mail die Bitte um das Gebet oder die Ankündigung eines Gebets enthalten, die eben nicht so sehr als Floskel oder wie eine indirekte Aufforderung zu einer finanziellen Unterstützung klingt, sondern als Gruß. Immer öfter erlebe ich, dass mir jemand schreibt: Geld kann ich auch von anderen Organisationen erbitten. Aber das Gebet können wir nur von unseren christlichen Brüdern und Schwestern erbitten.

 

Und das steht dann am Ende der jeweiligen E-Mail?

Das ist ganz unterschiedlich: Seit der Corona-Pandemie stehen diese Grüße oft am Anfang einer E-Mail, manchmal kommt es im Lauf eines Gesprächs. Dazu fällt mir noch ein: Bei den Kampagnen der Hilfswerke geht es ja in erster Linie um das Entwicklungspolitische. Immer aber gibt es auch die geistliche Begleitung und ein spirituelles Angebot dazu. Das unterscheidet unsere kirchlichen Hilfswerke von jeder anderen NGO. Bruder Max aus Kambodscha hat gesagt: Wenn ein Missionar nicht das Gebet als seine zentrale Aufgabe sieht, kann er gleich nach Hause gehen. Denn als Missionar ist er nicht nur ein Entwicklungshelfer oder ein kirchlich motivierter Entwicklungshelfer. Er ist zuständig, das Gebet zu leben und die Menschen durch das Gebet mitzunehmen.

 

Tun sich andere Kulturen leichter, über das Gebet zu reden? Ist der Zugang dazu unverstellter?

Von meinen Reisen habe ich den Eindruck, dass das gemeinsame Gebet oft viel offener gelebt wird. Bischof Michael, der in Südafrika gewirkt hat, sagte, dort habe er nie Fürbitten vorbereiten müssen, weil es selbstverständlich war, dass die Leute frei heraus Gebete und Dank aussprechen. Bei meinem Besuch im Flüchtlingslager auf Kos im Januar 2020 war einer der eindrucksvollsten Momente für mich ein (wohl freikirchliches) Gebet der Flüchtlinge unterschiedlichster Länder in einer kleinen Betonruine, in der sonst Menschen in Zelten leben. Ein Element ihrer Zeremonie war das freie, laut ausgesprochene Gebet, in dem sie ihre Hoffnungen, Wünsche, Bitten und Gedanken in ihrer Sprache offen und laut heraussprachen. Mir hat es einfach gezeigt, welch Hoffnungsanker das Gebet offenbar selbst in dieser Lage sein kann.

 

Es gibt die Erfahrung, dass das Gebet, das, worum gebeten wird, nicht in Erfüllung geht.

Ja, immer wieder gibt es die Frage: Was bringen all die Bemühungen, was haben sie gebracht? Der Rückblick ist manchmal sehr ernüchternd. Natürlich wissen wir auch nicht, was sich getan hätte, wenn wir die Anstrengungen nicht unternommen hätten. In der kirchlichen Arbeit sehe ich die Nachhaltigkeit gegeben, indem die Leute vor Ort bleiben und mit den Menschen dort zusammenarbeiten. Wenn sie miteinander beten, geht daraus eine ganz andere Hoffnung hervor. Das zeigt: Bei weitem nicht alles hängt an Europa und am Finanziellen. Da spielen andere Kräfte eine wesentliche Rolle. In ausweglos scheinenden Situation haben Gebete gerade den Missionaren die Möglichkeit gegeben, nochmals andere Zugänge zu schaffen.

 

Welches ist Ihr Lieblingsgebet?

Die Gebetsformen unterscheiden sich enorm. Gebet kann für mich sein: ein Moment, ein Konzentriertsein auf etwas. Ein Missionar schreibt: Das Gebet ist das Leben an sich. Mir fällt als ein besonders schönes und aussagekräftiges Gebet ein: „Herr, in deine Hände sei Anfang und Ende, sei alles gelegt.“ Da steckt einiges drin! Es ist das Bewusstsein und das Vertrauen darauf, dass es eine Dimension gibt, die wir nicht leicht begreifen.

 

Welche Erfahrungen machen Sie mit dem Gebet, wenn Sie auf Reisen sind?

Ich finde es schön, wenn wir sagen, wir denken aneinander und beten füreinander. Das erfahre ich öfter auf Reisen. Es kann wie eine Floskel klingen, aber man merkt schnell, wie es gemeint ist. In Myanmar waren wir mit der Jugendgruppe zu Besuch. Wir sind dort in kleinen Gruppen in wirklich abgelegene Dörfer gefahren, wo uns Gemeinden oder einzelne Familien empfangen haben. Wir saßen in der Runde und wussten, dass wir uns höchstwahrscheinlich nie wieder sehen würden. Und es gibt auch kaum Kommunikationsmöglichkeiten. Aber wir haben vereinbart, dass wir an Ostern und in der Osternacht aneinander denken und füreinander beten. Ein schönes Versprechen, weil es miteinander verbindet und einander Kraft geben lässt. Aneinander zu denken, sichtbare und unsichtbare Zeichen zu senden, dass man einander Gutes wünscht, kann viele positive Kräfte freisetzen.


Gebet – weltweit

Schwester Heli Reichl, Missionarin in Taiwan:

Das Gebet für uns Missionare ist sehr wichtig. In unserem persönlichen täglichen Leben ist es ein wichtiger Teil der Zeiteinteilung: Ich bete mit der weltweiten Kirche und weiß, dass man da auch für mich betet. In Taiwan kommt es darauf an, welcher Religion man angehört. Da ist das Gebet immer wichtig. Wenn man keiner Religion angehört, dann betet man doch, im Fall von Schwierigkeiten, zu einer Gottheit und bittet um Hilfe.

Bruder Maximilian Meier, Missionar in Kambodscha:

Wenn ich es kurz machen will mit der Antwort, dann könnte ich sagen: Wenn ein Missionar das Gebet nicht als sein zentrales Anliegen sieht und praktiziert, dann kann er gleich heimgehen oder sich einer anderen Tätigkeit widmen. Die Frage ist: Was heißt „zentrales Anliegen“? Da gibt es doch sehr verschiedene Antworten. Das hängt zu guter Letzt auch von der persönlichen Lebenserfahrung ab. Ich kann also nur aus meiner Perspektive etwas dazu sagen und das ist natürlich nicht allgemeingültig, aber für mich doch wegweisend. Zuallererst bin ich überzeugt, dass Gott unser Gebet nicht braucht. Es ist wohl andersherum: Wir brauchen das Gebet, um uns immer bewusster zu werden, dass Gott schon jetzt in uns lebt und wir danach handeln sollten. Unser Endziel ist es, Gott gleich zu werden. Darin besteht der Kern der Frohen Botschaft: Gott wurde Mensch, damit der Mensch Gott werden kann. Das Gebet, besonders das kontemplative, trainiert uns für dieses Zusammenleben mit der Dreifaltigkeit. Wir sind Tempel des dreifaltigen Gottes. Da kommt mir Hannes Ringelstetter in den Sinn mit seinem Lied: „Is des da Himmi, do bei Dia.“ Es beschreibt sehr gut unsere Sehnsucht, aber auch unsere Fragen und Zweifel, um dann mit einer Bitte zu schließen: " Is da no a Platzerl fia mi?" Als Missionar bin ich also jemand anderer für die Menschen als nur ein religiös motivierter Entwicklungshelfer. Ich sollte mit meinem Leben, mit meiner Art und Weise, wie ich mit den Leuten und der Natur umgehe, Zeugnis von diesem Gott und seiner Botschaft geben, der uns allen jetzt schon innewohnt. Das ist meine eigentliche Missionsarbeit, und die ist ohne Gebet nicht zu bewältigen.

Pfr. Gunther Jäger, Missionar in Norwegen:

Zur Frage die Bedeutung des Gebetes für uns Missionare: Gibt es eigentlich einen Unterschied ob man Missionar ist oder eine Mutter, ein Rentner, ein Bauer, ein Fischer… oder Missionar, Laie oder Kleriker?

Was sind Gebet, das Brevier beten oder singen, der Rosenkranz, eine Andacht oder die heilige Messe? Es gibt natürlich Elemente, Umstände, die in der Mission, im Ausland, sich sehr unterscheiden können von denen in der Heimat (Deutschland). Manches Gebet ist einfach, wie soll ich es in Worte fassen?, das Leben an sich. Der heilige Paulus sagt in 1 Thessaloniker 5,17: „Betet ohne Unterlass.“ Manchmal, wenn ich in einem Gespräch bin, beginne ich in mir zu beten. Oder auf meinen langen Autofahrten, eventuell mit Fähren, da bete ich oft den Rosenkranz oder bei einer kurzen Pause (auf der Fähre) das Brevier/Stundengebet. Diese Erlebnisse hätte ich sehr wahrscheinlich nicht als Priester in der Heimat, wo doch vieles mehr strukturiert ist, obwohl es auch da oftmals „drunter und drüber“ gehen kann. Gleichzeitig erlebe ich natürlich durch das Gebet die Universale und Grenzenlose starke Kraft des Gebetes in meinem Leben und in den Umständen, die mir begegnen, sei es in der Gemeinde oder ganz allgemein. Gebet ist, gerade in einer so wunderbaren und manchmal auch beängstigenden Natur, ein einfach Stille werden, staunen, danken…

Oft haben wir in der Messe am Sonntag eine Fürbitte, die auf Deutsch in etwa lautet: Guter Gott, lass die vielen Touristen, die in dieses wackere Land kommen, aber auch uns, die wir hier leben, in der Schönheit der Schöpfung auch Dich, den Schöpfer, erkennen. Amen.

Sr. Petra Pfaller, Missionarin in Brasilien:

Das GEBET, der GLAUBE, das ist wohl das Einzige was uns trägt in dieser ganz speziellen Zeit, einer leidvollen und sehr schmerzlichen Zeit. Hier in Brasilien gibt es verschiedenste Glaubensrichtungen – alle haben gerade Hochkonjunktur. Für mich ist das Gebet die Hoffnungsquelle. Wenn ich bete, trete ich in Kontakt mit dem barmherzigen und liebenden Gott, der die Hoffnung in mir jeden Tag neu aufleben lässt, denn die Nachrichten hier in Brasilien sind recht hoffnungslos, ganz besonders, was die Situation in den Gefängnissen betrifft. Wenn ich vor dem Gefängnis stehe und mit den Familienangehörigen rede, höre ich oft den Satz: Só Deus mesmo – Nur Gott allein gibt mir jeden Tag die Kraft zu Leben.

Bischof em. Dr. Michael Wüstenberg, Bistum Aliwal, Südafrika:

In Südafrika brauchte ich keine Fürbitten vorzubereiten; die Leute stellten frei formuliert ihr Leben vor Gott, vor allem Ihren Dank für das Geschenk des Lebens. Mein persönliches Gebet wird immer wortkarger und geht ein in die Stille des von der Heiligen Schrift geleiteten Erspürens und Genießens, dass wir „eins sind“ - worum ja Jesus gebetet hat.

©Leonard Skorczyk

Bischof Tesfaselassie, Bistum Adigrat, Äthiopien

I believe prayer for me is life of connectedness, to our innerself, with God and others. The more we think, care, have a concern for, celebrate others, the more we live! Prayer nourishes this reality.

Bischof Rochus Tatamai MSC; Bistum Kavieng, Papua Neuguinea:

The importance of prayer in my life is the freedom to create sacred space and time to be alone with oneself in the presence of the "other" who is the source and sustainer of my very being. Every day I live with the reality that I didn't have a say in my conception and life process until the present moment where I'm. I also don't have the full answer as to how long will I be around for in this world. Prayer is lively interaction and dialogue between my heart and the heart of a greater other whom the Christians call God. Prayer is in fact a live wire that connects and passes energy between that "Other" and myself in a very deep interior dynamic and lively connection so there's a mutual listening and talking process that is ongoing and mutually beneficial to enriching and nourishing this relationship and our lives. Prayer is in reality like the fish that needs water to survive and the air that one breathes in and out to be alive and living.

Mahmood Kairy (Moslem), Student und Englischlehrer aus Ägypten, derzeit China

Praying changes destiny. For us in Islam, we all know that "Allah" God knows everything until the day of judgement. And He has written all of it and it'll happen. But then comes "Prayers”. The only thing that can prevent or alter destiny is my prayer. And in these times all what I have is my daily prayers to talk to Allah directly and ask him for this pandemic to be over. When I am in time of trouble, uncertainty, and doubt, praying is what eases and soothes me. It's like magic! As soon as I start my ablution, I can feel all the troubles being washed away, and when I put my forehead to the ground and start praying and talking to God, all the fears and troubles fall over my shoulders and I get up light and fresh as if nothing happened. The idea of praying is amazing as it makes you always in comfort, because you know that God is always with you and just waiting for you to talk to him no matter when or where.

privat/MISEREOR

P. Sami Hallak SJ, Aleppo/Syrien, Gast, dessen Kommen zur Fastenaktion 2020 geplant war:

„Man muss Gründe finden, in einer säkularisierten Gesellschaft zu glauben.“ Diese Antwort gebe P. Sami jedem jungen, deutschen Christen: «Lorsque Dieu a créé les poissons, il a parlé avec l’eau. Lorsqu’il a créé les arbres, il a parlé avec la terre. Lorsqu’il a créé l’homme il a parlé avec lui-même. Éloignez le poisson de l’eau il meurt. Arrachez l’arbre de la terre il meurt. L’homme qui s’éloigne de Dieu il meurt, car Dieu est l’environnement naturel de l’homme. Dieu sans l’homme est toujours Dieu. Mais l’homme sans Dieu est sans les ressources qui lui permettent de vivre en plénitude, et qui assouvissent son désir d’éternité et de l’infini. Sans Dieu, on se heurte continuellement à notre finitude, qui devient une impasse. »

Als Gott den Fisch erschuf, sprach er mit dem Wasser. Als er die Bäume schuf, sprach er mit der Erde. Als er den Menschen erschuf, sprach er mit sich selbst. Hältst Du den Fisch vom Wasser fern, so stirbt er. Reiße den Baum von der Erde, so stirbt er. Der Mensch, der sich von Gott entfernt, stirbt, denn Gott ist die natürliche Umgebung des Menschen. Gott ohne Menschen ist immer Gott. Aber der Mensch ohne Gott ist ohne Ressource. Ohne Ressourcen, die es ihm ermöglichen, in Fülle zu leben, und die sein Verlangen nach Ewigkeit und Unendlichkeit befriedigen. Ohne Gott stoßen wir ständig auf unsere Endlichkeit, die zu einer Sackgasse wird.

Agnes Aye Aye, KAAD-Stipendiatin des Regensburger Stipendienprogramms in Myanmar:

Prayer is a way of communication to God. Simply you are talking to God like you are talking to your father. You will say whatever you wish to say through the prayers. Sometime you will thank for all the blessing you have received, sometime you may say prayer for the things you needs in your life. May be even for your family, friends, beloved ones and the one who in needs. You will remember them through the prayers. Why? Because we believe that God will listen to us and help us in His ways. We have our trust in God like we always trust in our father. We are the children of God and He will be with us no matter what. Even God doesn’t give what we want, we still believe that God is preparing all the best for us and God knows what is best for us. Like communication and trust is very important in the family, prayer is very important as it is one of the communication with God. That’s why we pray either in silence/ alone or with community/ as a group. Regardless of the result what we get or not, we will be praying as it is the way of communication with the God for believers or for the children of God. We will be always keep in touch with God through the prayers.

Kizito Tadeo, Student und tätig in einer NGO für Jugendliche und „Leadership“ in Uganda:

Prayer grants me an opportunity to connect and talk with God. Prayer makes me feel vulnerable before God. During this time is when I open up myself and submit wholly before God without making lies. At work, prayer has helped us create and strengthen our bond and unity as a team. A family that prays together, lives together. In the same way, prayer has helped me strengthen my bond and relationship with God. This way, I feel close and closer to God every single moment of my life. I would also want to share a scripture from the gospel of Mark 11.24 (Jesus said: Whatever you ask for in prayer, believe and you will receive. This (Scripture) keeps me motivated and always pray to God as He is our refuge. I also hold the view that everyone should dive into prayer not only when stranded in life, challenged, sad, unhappy which is always the case. But we must pray every time whether in sad or happy moments.

missio München

Bischof Lumen, Nordost Indien, Diözese Agartala:

A genuine prayer life, whether lived in the cloister or in the world, is clearly manifested by the difference it makes in our lives. Prayer is not an end in itself, in the same way as we do not go to the well for water just for the sheer joy of drawing water – the water is for the plants in the garden, for cooking, drinking, etc... Prayer is for the virtues!

Prayer is a personal encounter with God. It does entail an effort on our part, especially when our ministry makes us weary and offers itself as a convincing excuse to be neglectful since our exertions for the kingdom tempt us to imagine that our work may supply for our prayer. But without prayer we drift and our work is no longer for Him.

The art of listening is at the heart of prayer.

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