Mit Maria den Glauben leben: Verehren wir die Maienkönigin bei uns daheim

24.04.2020
Theologiestudentin Jacinta Fink zeigt uns, wie mit Andachtsgegenständen ein schöner Marienaltar in der guten Stube eingerichtet werden kann.

In den Zeiten von Corona geht der Blick – angesichts des bevorstehenden Marienmonats Mai – auf die Möglichkeiten, die Gottesmutter bei sich daheim zu ehren. Wir haben mehrere Expertinnen gewinnen können, die uns erklären und erzählen, welche Elemente für den Marienaltar im Mai angemessen sind, was sie bedeuten und was konkret zu tun ist – bei der Einrichtung eines Mai- und Marienaltares. So wie es keine eigentlichen Vorschriften für die Errichtung solcher privater Andachtsaltäre gibt, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten, dies konkret zu tun. Wichtig ist in jedem Fall: Maria, die allzeit jungfräuliche Gottesmutter und Marienkönigin, sie gilt es zu ehren. Auch und gerade in Zeiten wie diesen, die uns erinnern, dass unser Glaube auch Prüfungen ausgesetzt sein kann.

 

 

Der Maialtar für die gute Stube

Ein Maialtar ist eine echte Bereicherung für Haus und Wohnung. Jacinta Fink ist Studentin der Theologie und zeigt, wie ein solcher Marienaltar in der guten Stube aufgebaut werden kann. Sie spricht über seine Elemente und deren Bedeutungen: Bild, Kerze, Heilige, Rosenkranz, Kreuz und noch so einiges mehr.

Vorher-Nachher-Effekt: Das Bild zeigt den kleinen Marienaltar, den Theologiestudentin Jacinta Fink in einem Bücherregal eingerichtet hat. Wie das geht, ist detailliert im nebenstehenden Clip zu erfahren.

 

 

Auch der Ort der Arbeit ist geeignet

Nicht nur die gute Stube, sondern auch Arbeitsbereiche können einen Maialtar mit marianischer Prägung aufnehmen. Auch hier wird Jacinta Fink, die sich im Bischöflichen Studium Rudolphinum mit der Theologie beschäftigt, ganz praktisch. Sie führt vor, was es alles zu beachten gibt, wenn ein Stück Bücherregal in einen Marienaltar im Mai verwandelt wird.

 

 

Maria wollen wir ehren – in guter Tradition


Dr. Therese Treiber stellt uns ihren Marienaltar vor. Er befindet sich am Ende des Flures in ihrer Wohnung – wer eintritt, dem stellt er sich rasch vor Augen. Die wunderschöne Mariendarstellung, die diesen Andachtsort ziert, zeigt die Gottesmutter mit einem Schleier auf dem Haupte. Das ist das Symbol ihrer Jungfräulichkeit. Der Rosenkranz, hier: der Regensburger Rosenkranz darf im Übrigen nicht fehlen.

Eva, Anna und Franzi bringen der Gottesmutter Blumen, um sie zu ehren. Anschließend beten sie ein Gegrüßet seist du Maria.

 

 

 

 

Erfindungsreichtum gefragt!

Auch außerhalb von Haus und Wohnung gilt es, die Gottesmutter zu ehren. Eva, Anna und Franzi haben dies schon getan: in einem Garten in der Innenstadt Regensburgs haben die Mädchen mit einfachen Mitteln ihrem Glauben Ausdruck verliehen. Die kleine Andachtsstätte stellen sie uns vor, und dann beten sie, sehr angemessen, ein Gegrüßet seist du Maria.

Dr. Maria Baumann ist Diözesankonservatorin. Im Hintergrund das Kunstwerk einer Blume, passend zur Thematik: einer Lilie.

 

 

Menschlich tut die Marienverehrung gut

Diözesankonservatorin Dr. Maria Baumann spricht über Maien- und Marienaltäre im Bistum Regensburg. Dazu erläutert sie die Hintergründe und erzählt aus ihrer Kindheit, als sie nämlich auf Wiesen Blumen für den Marienaltar fand. Es zeigt sich: Marienverehrung hat immer auch eine persönliche Komponente. Das tut gut.

Julia Wächter ist Expertin in Sachen marianisch-floraler Symbolik. Seit Jahren wirkt sie als Mitarbeiterin der Redaktion des "Boten von Fatima", der ältesten fatimabezogenen Publikation im deutschen Sprachraum.

 

 

Reichhaltige blumige Symbolik – natürlich mit Maria

Die florale Symbolik Mariens wurde bereits erwähnt – nun aber stellt Julia Wächter, Mitglied der Redaktion der marianischen Zeitschrift „Bote von Fatima“, vor, was darunter genau zu verstehen ist. Sie spricht über weiße und rote Rosen, über Lilien und Veilchen. Eine Kostprobe: Die Veilchen wachsen nicht sehr hoch und stehen für die Bescheidenheit, die die Gottesmutter auszeichnet.

 

 

 

Für den Marienmonat: der Maialtar – in der Kirche und zuhause

Dr. Achim Dittrich, Mitarbeiter des Institutum Marianum Regensburg, ermutigt Gläubige im eigenen Zuhause einen Maialtar zu errichten. Er betont, dass es dazu keine Vorschriften im eigentlichen Sinne gebe. Ein Kreuz und ein Marienbild sollen im Zentrum stehen und mit Frühlingsblumen geschmückt werden. Vor dem Marienaltar kann eine Maiandacht gebetet werden. Dieses liturgische Brauchtum gibt es in der katholischen Kirche seit Ende des 18. Jahrhunderts. Bei einer Maiandacht handelt es sich um einen Wortgottesdienst zu Ehren Marias, der von besonderen Marienliedern und Litaneien zu Ehren Marias lebt. Das Gotteslob biete Hilfen zur Feier einer Maiandacht. Besonders geeignet ist die Marienfeier (Nummer 935 im Gotteslob).

Hier erfahren Sie weitere interessante Details zum Marienmonat Mai in einem Text von Dr. Achim Dittrich. Unter anderen erfahren Sie darin vom Ursprung des bekannten Liedes: „Maria, Maienkönigin“.

 

 

Literaturhinweise zum Thema Marienverehrung und Maiandachten:

  • Werner Eizinger (Priester der Diözese Regensburg), „Das Große Liturgie-Buch der Marienverehrung“. Feierformen, Texte, Bilder und Lieder, Regensburg 2011 (24,95 €);
  • Ders., „Mit Maria glauben, hoffen, lieben: Neue Maiandachten“, Regensburg 2011 (10,95 €).
  • Manfred Becker-Huberti, Lexikon der Bräuche und Feste. Freiburg 2000 (Artikel „Mai-Andacht“).
  • K. Küppers, Artikel „Maialtar“ und „Maiandacht“, in: R. Bäumer u. L. Scheffczyk (Hg.), Marienlexikon, Band 4, St. Ottilien 1992, S. 243-246.

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