News Bild „Nutzt das Telefon, schreibt Briefe, vergesst gerade die einsamen und alten Menschen nicht!“ – Bischof Voderholzer besucht Neunaigen

„Nutzt das Telefon, schreibt Briefe, vergesst gerade die einsamen und alten Menschen nicht!“ – Bischof Voderholzer besucht Neunaigen

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„Nutzt das Telefon, schreibt Briefe, vergesst gerade die einsamen und alten Menschen nicht!“, das sagte der Regensburger Bischof Voderholzer bei seinem Besuch in Neunaigen im Hinblick auf die derzeitige Corona-Lage. Die Maxime der Kirche in diesen schwierigen Zeiten sei: „Wir lassen nichts ausfallen, wir lassen uns was einfallen!“ Und Bischof Rudolf fügte hinzu: „Wir wollen nicht das Virus verbreiten, sondern das Evangelium.“ Er forderte die Pfarrangehörigen auf, wachsam und sensibel zu bleiben: „Haltet Kontakt, ohne Kontakt zu haben!“

 

 

Renovierung der Kirche St. Vitus

In Neunaigen wurde der Bischof von Pfarrer Markus Ertl, Kirchenpfleger Thomas Kastner und Bürgermeister Konrad Kiener beim Vereinszentrum herzlich willkommen geheißen. Anlass war die Renovierung der Kirche St. Vitus.

Im Vereinszentrum war seit dem Beginn der Renovierungsarbeiten das Ausweichquartier der Pfarrgemeinde. Unter Einhaltung der Corona-Richtlinien konnten etliche Gläubige im Saal und zahlreiche auch im Außenbereich durch die Fenster und mittels Lautsprecherübertragung die von Bischof Rudolf zelebrierte Heilige Messe mitfeiern. Pfarrer Ertl begrüßte die Vertreter der kirchlichen Gremien von Neunaigen, den Bürgermeister, den Architekten und vor allem den Bischof zur Messfeier.

Bischof Voderholzer gratulierte zu der hervorragend gelungenen Innenrenovierung der Ortskirche und in diesem Zusammenhang besonders den Planern und den Ausführenden. Wie auch die Kirchengebäude immer wieder der Renovierung bedürfen, so auch die „lebendigen“ Steine der Kirche, die Gläubigen. Sie bräuchten täglich die neue Ausrichtung auf Gott, betonte der Bischof.

Zum Ende des Gottesdienstes begleiteten die Mitfeiernden den Bischof mit dem Allerheiligsten durch die Nacht zur Expositurkirche St. Vitus, wo die Prozession schon mit freudigem Glockengeläute empfangen wurde.

Nach dem Segen des Bischofs trat Kirchenpfleger Thomas Kastner an den Ambo und berichtete kurz von den vergangenen sechs Monaten der Renovierung. Neben den Restaurationsarbeiten an der Raumschale, den Malereien, den Altären, Kunstgegenständen und Bänken wurden auch eine neue Heizung und ansprechende Beleuchtung eingebaut. Auch die Orgel wurde renoviert. Kastner wies auf die Gemälde im Chorbogen hin, die bei der großen Renovierung im Jahr 1956 übermalt wurden. Dem engagierten Kirchenpfleger fiel vor einigen Jahren ein Bild aus einem Zeitraum vor der aktuellen Renovierung in die Hände und entdeckte dabei, dass wunderbare Gemälde an dieser Stelle zu sehen waren. Auf seine Initiative hin wurden diese nun von den Kirchenmalern wieder freigelegt und restauriert. Pfarrer Markus Ertl dankte er für die allzeit hervorragende Zusammenarbeit. Dem Bürgermeister galt sein Dank für das Überlassen der ehemaligen Schulturnhalle als Notkirche, vielen anderen sprach Kastner seinen großen Dank aus.

Pfarrer Ertl übereichte dem Diözesanbischof einen Porzellanengel mit einem großen Herz und den Worten von Antoine de Saint-Exupéry: „Man sieht nur mit dem Herzen gut – das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“



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