Pontifikalamt für Klerusverein in der Basilika St. Emmeram

20.06.2005
Bischof Gerhard Ludwig mit Pfarrer i.R. Rudolf Salzer und anderen Priesterjubilaren bei der Eucharistiefeier

Anlässlich der Jahreshauptversammlung des Klerusvereins der Diözese Regensburg fand am Montag in der Basilika St. Emmeram ein Pontifikalamt statt. Bischof Gerhard Ludwig zelebrierte die Eucharistiefeier gemeinsam mit Pfarrer i.R. Rudolf Salzer, der sein 70-jähriges Priesterjubiläum feierte, und anderen Priesterjubilaren.
Vor zahlreichen Geistlichen unterstrich der Regensburger Bischof die Bedeutung des Weihesakraments. „Der Priester wird nicht von den Menschen zu einem Beruf wie jeder andere bestellt, sondern von Gott berufen“. Entschieden wandte sich Bischof Gerhard Ludwig gegen Auffassungen aus den 70er Jahren, nach denen Jesus Christus kein Priester, sondern Laie gewesen sei, da er nur getauft und gefirmt und nicht zum Priester geweiht wurde. „Jesus Christus, als der vollkommene Priester (vgl. Hebr 7,25-28) ist nicht Empfänger unserer christlichen Sakramente, sondern als Sohn Gottes deren Stifter und Urheber. Jesus selbst hat noch vor seinem Tod am Kreuz die Zwölf Apostel in den besonderen Dienst gerufen und damit die Grundlage für das Weihesakrament geschaffen. Die Priester sind die Nachfolger der Apostel und handeln mit geistlicher Vollmacht an der Stelle Jesu Christi“. Sie seien durch die Priesterweihe nicht über andere erhoben, sondern Diener der Gemeinde. Dabei werde durch die Weihe das Amt dem Priester nicht als Last auferlegt, sondern „die Priesterweihe trägt uns“, so der Bischof. Entscheidend sei, dass sich der Priester innerlich ganz an Jesus Christus angleiche. Dann könne er der gute Hirte und in einem höheren und tieferen Sinn auch Vater werden.

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