Priesterweihe im Bistum Regensburg: Acht Weihekandidaten stellen sich vor.

14.06.2019

Das Bistum Regensburg darf sich bald über acht neue Priester freuen. Am 29. Juni spendet Bischof Rudolf Voderholzer sechs von ihnen das Sakrament der Priesterweihe. Das feierliche Pontifikalamt findet um 8.30 Uhr im Regensburger Dom statt. Sie sind herzlich eingeladen, mitzufeiern.

Für alle, denen es nicht möglich ist, in den Dom zu kommen, bietet das Bistum hier ein Live-Streaming an:

Zwei weitere Kandidaten werden am 6. Juli zu Priestern geweiht. Die Weihe von Fr. Gregor Schuller OSB in Metten wird von dem Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke OSB vorgenommen; die Weihe von P. Dominikus Hartmann CP in Schwarzenfeld von dem Augsburger Weihbischof Florian Wöhrner.

 

Die acht Weihekandidaten stellen sich vor:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alexander Ertl: „Freut euch, der Herr ist nahe!“

Schon früh befasste sich der 1993 in Dingolfing geborene Alexander Ertl mit den großen Fragen des Lebens: Was ist Wahrheit? Gibt es Gott? Antworten fand er im Glauben. Erst das Leben mit Gott macht das Leben wertvoll, schön, wahr und liebenswert. Nach einigen Semestern an der Universität Passau, wo er Lehramt mit den Fächern Deutsch und Religion für das Gymnasium studierte, wandte er sich vollständig dem Theologiestudium zu.

Bereits als Kind war er von den vielfältigen „Gesichtern“ der Kirche angetan. Eine Krankheit im Jugendalter ließ in ihm religiöse Fragen stärker werden. Vorbildhafte Priester und viele gläubige Christen haben ihn auf seinem bisherigen Lebensweg begleitet, ermuntert und unterstützt, erzählt er.

Auf seinen Dienst als Priester freut er sich: „Besonders wichtig erscheint mir, wertschätzend mit den Menschen umzugehen. So hat Kirche Zukunft, weil sie Glaubwürdigkeit ausstrahlt.“

Am 30. Juni 2019 wird er in St. Johannes in Dingolfing seine Primiz feiern. Sein Primizspruch entstammt dem Philipperbrief: „Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe!“ (Phil 4,5). Predigen wird Prof. Dr. Hermann Stinglhammer aus Passau.

Lucas Lobmeier: „Ich freue mich auf Begegnung auf Augenhöhe“

Wenn der gebürtige Regensburger Lucas Lobmeier am 29. Juni zum Priester geweiht wird, hat er die „klassische Karriere mit kleinem Umweg“ hinter sich: Er war Ministrant in seiner Heimatpfarrei Mariä Verkündigung in Tegernheim und war dort später auch in der Jugendarbeit sowie im Pfarrgemeinderat tätig. Nach dem Schulabschluss absolvierte er zunächst eine Lehre, holte dann das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach und entschied sich schließlich für das Theologiestudium in Innsbruck und Regensburg. Auf seinem Lebensweg gab ihm der Spruch „Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt, bei denen, die nach seinem ewigen Plan berufen sind“ (Röm 8,28) stets Halt und Zuversicht, weswegen er diesen auch zu seinem Primizspruch wählte. Für seine Zukunft als Priester wünscht er sich „die Begegnung mit den Menschen. Egal ob im Gottesdienst, bei Einzelgesprächen, Festen oder im alltäglichen Leben.“

Seinen Primizgottesdienst feiert er am 7. Juli um 09.30 Uhr am Dorfplatz Tegernheim. Pfarrer Andreas Weiß (St. Ägidius, Bruck i. d. Opf.) hält die Predigt.

Matthias Meckel will keine toten Zahlen, sondern eine lebendige Kirche

Der 1968 in Regensburg geborene und in Cham aufgewachsene Matthias Meckel trat nach vielen Jahren im Berufsleben als Groß- und Einzelhandelskaufmann, Bilanzbuchhalter und im betrieblichen Rechnungswesen schließlich in das Priesterseminar St. Wolfgang in Regensburg ein. Der Priesteramtskandidat wünscht sich, dass sich die Menschen nicht in erster Linie als Kirchensteuerzahler, sondern als Glieder der Kirche begreifen. Seine Aufgabe sieht er daher mitunter darin, die Kinder und Jugendlichen im Religionsunterricht nachhaltig für den Glauben stark zu machen. Für seine Primiz hat er den Spruch „Besser sich zu bergen beim Herrn, als auf Fürsten zu bauen.“ (Ps 118,9) gewählt.

Am 7. Juli wird er in St. Josef in Cham seine Primiz feiern. Prof. Dr. Christoph Binninger wird die Predigt halten.

Maximilian Moosbauer: „Ich möchte die Menschen auf dem Weg zu Gott begleiten“

Maximilian Mossbauer wuchs in Bach an der Donau auf und obgleich er in seiner Jugendzeit nicht in der Kirche engagiert war, entschied er sich für das Studium der Theologie in Regensburg. Nach zwei Studienjahren trat er als freier Student in das Priesterseminar St. Wolfgang ein. Dass er sich nun am 29. Juni von Bischof Rudolf zum Priester weihen lässt, ist mitunter das Verdienst seines Heimatpfarrers, der dem heute 27-Jähigen stets ein gutes Vorbild als Priester und Seelsorger war. Die Lektüre der Schriften Joseph Ratzingers / Benedikt XVI. bestärkten Moosbauer ebenfalls in seiner Entscheidung. Dass das Priesteramt ein Geschenk Gottes ist, davon ist er überzeugt. Deshalb möchte er die Menschen von Anfang an auf ihrem Weg hin zu Gott begleiten. Sein Spruch für die Primiz lautet: „Ich diene der Kirche durch das Amt, das Gott mir übertragen hat.“ (Kol 1,25)

Am 7. Juli um 13.15 Uhr wird er in Bach an der Donau seine Primiz feiern. Kaplan Dr. Dr. Matthias Nowotny wird die Predigt halten.

Johannes Spindler: „Die Freude am Herrn ist unsere Stärke“

Johannes Spindler wurde 1993 in Schwandorf geboren, wuchs in Seebarn auf und hat viele positive Erinnerungen an die Erstkommunion und die Vorbereitung darauf durch den damaligen Pfarrer von Mariä Himmelfahrt in Seebarn. So spielte er schon früh mit dem Gedanken, später einmal selbst Priester zu werden. Bald wurde er Ministrant und Lektor. Direkt nach dem Abitur 2012 trat er in das Priesterseminar Regensburg ein. Besonders reizvoll findet er, dass sich die priesterliche Existenz zwischen zwei Brennpunkten bewegt: dem Beim-Herrn-Sein und dem Bei-den-Menschen-Sein. „Nur wenn ein Priester von der Freude am Herrn erfüllt ist und aus ihr lebt, kann er den Menschen, zu denen er sich gesandt weiß, glaubwürdig vermitteln, dass die Freude am Herrn unsere Stärke ist“, sagt Johannes Spindler. Genau das drückt auch sein Spruch für die Primiz aus: „Die Freude am Herrn ist unsere Stärke.“ (Neh 8,10)

Der Primizgottesdienst wird in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Seebarn am 7. Juli um 9.30 Uhr gefeiert. Der Primizprediger wird Kaplan Daniel Schmid aus Furth im Wald sein.

Fr. Jakob Marian Brodowski C.O. „Ich möchte die Sehnsucht nach Gott wecken“

Jakob Marian Brodowski erblickte 1967 im polnischen Toruń das Licht der Welt. Er wuchs in einer kinderreichen Familie auf, war Ministrant und in der katholischen Jugendbewegung „Oase“ sowie in der charismatischen Erneuerung in Polen aktiv. Später studierte er Theologie im Priesterseminar der Diözese Toruń und engagierte sich als Laienmissionar für die Gemeinschaft Geistliche Familie vom Heiligen Blut. So kam er nach Aufhausen, wo er zunächst als Laienbruder und schließlich als Ordenspriester im Oratorium des Hl. Philipp Neri wirkte.

„Jesus, ich gebe mich dir hin, sorge Du!“ Diesen Spruch von Pater Dolindo Ruotolo (1882-1970), einem Priester aus Neapel, hat Frater Jakob M. Brodowski für seine Primiz gewählt. Denn der Spruch spende allen Menschen Zuversicht und Ruhe, wenn die Sorgen um das Morgen zu groß werden und Gott in den Hintergrund zu rücken droht.

Die Klosterprimiz findet am 30. Juni um 9.30 Uhr im Nerianergarten (bei guter Witterung) bzw. in der Wallfahrtskirche Maria-Schnee in Aufhausen statt; die Heimatprimiz am 07. Juli um 12.30 Uhr in der Pfarrkirche der Pfarrei der Göttlichen Barmherzigkeit in Toruń in Polen.

Fr. Gregor Schuller OSB: „Mit Banden der Liebe“

Der 32-Jährige Frater Gregor Schuller ist aufgewachsen in Mengkofen bei Dingolfing. Bevor er ins Kloster eintrat, studierte er Kirchenmusik und Theologie in Regensburg. Die Priesterweihe wird am 06. Juli um 09.30 Uhr in der Benediktinerabteikirche Metten stattfinden. Der Bischof von Eichstätt, Dr. Gregor M. Hanke OSB, wird dem jungen Geistlichen das Sakrament spenden. Eine Woche später, am 14. Juli um 10 Uhr, darf der Neugeweihte in der Pfarrei Mengkofen seine Primiz feiern. Als Spruch hat er sich „Mit menschlichen Fesseln zog ich sie, mit Banden der Liebe“ (Hos 11,4) ausgewählt. P. Athanasius Berggold OSB aus dem Kloster Metten wird die Predigt halten.

P. Dominikus Hartmann CP: „Nur Jesus kann unsere Sehnsucht stillen“

„Es ist ein Privileg, Jesus Christus zu den Menschen bringen zu dürfen. Er ist der Einzige, der unsere Sehnsucht stillen kann“, sagt P. Dominikus Hartmann CP. Dieses Bewusstsein bewog den Allgäuer dazu, Priester werden. Er wurde in Marktoberdorf geboren, sein Elternhaus war sehr christlich geprägt, auch in seiner Jugend engagierte sich der 31-Jährige in der Pfarrgemeinde. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er zunächst eine Lehre als Anlagenmechaniker, 2009 dann trat er in das Priesterseminar Augsburg ein. Seit 2013 ist er Ordensmitglied der Passionisten in Schwarzenfeld. Hier empfängt er am 6. Juli durch die Hände des Augsburger Weihbischofs Florian Wörner das Sakrament der Priesterweihe. Frater Dominikus Hartmann ist überzeugt, dass das eigentliche, was er als Priester tue, durch Christus geschehe. „Christus lebt in mir.“ (Gal 2,20) ist daher sein Spruch zur Primiz.

Die Klosterprimiz findet am 7. Juli um 10 Uhr im Kloster Schwarzenfeld statt; die Heimatprimiz am 21. Juli um 10 Uhr in der Kirche St. Gordian und Epimach in Stöttwang.

Die Kandidaten bitten um Ihr Gebet!

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