Regensburger erleben die Lichterprozession im portugiesischen Fátima

13.06.2016

Vom 11. bis zum 15. Juni 2016 macht sich eine Gruppe Regensburger Pilger auf zum kleinen, weltberühmten Wallfahrtsort Fátima in Portugal.

Fátima - Ort der Marienerscheinungen

Alles begann an einem trüben Frühlingstag vor 100 Jahren. Drei Hirtenkinder, Lucia, Jacinta und Francisco, hüteten die Schafe, die sie wie so oft auf die Wiesen des Loca do Cabeço getrieben hatten. Und sie taten das, was Kinder in ihrem Alter für gewöhnlich tun. Sie tanzten und spielten miteinander - und sie beteten. Um die Mittagszeit kam plötzlich ein starker Wind auf, über den Bäumen zeigte sich den Kindern ein junger Mann, durchsichtig, strahlend und von außergewöhnlicher Schönheit.

Er stellte sich den Kindern als der "Engel des Friedens" vor und bereitete sie auf die im nächsten Jahr folgenden Erscheinungen der Gottesmutter vor, die um die Welt gingen und Geschichte schrieben. Die Rede ist von den Ereignissen rund um Fátima, die den Ort im Herzen Portugals weltberühmt machten. Vom 13. Mai bis zum 13. Oktober 1917 begegnete den Kindern dort die Gottesmutter insgesamt sechs Mal. 

Lichterprozession am ersten Abend der Wallfahrt nach Fátima.

Regensburger in Fátima

In diesem Jubiläumsjahr der Engelserscheinung - 100 Jahre später - hat das Institutum Marianum Regensburg eine Pilgerfahrt nach Fátima organisiert. 45 Pilger aus dem Bistum Regensburg haben sich aufgemacht, um den Spuren der Seherkinder zu folgen.

Am ersten Tag stand das allabendliche Rosenkranzgebet auf dem Programm, das auf Geheiß der Gottesmutter durchgeführt wird. Darauf folgte eine Lichterprozession, bei der eine Statue der Muttergottes über das Santuário im Schein der Kerzen getragen wird.

Viele der Regensburger Pilger sind zum ersten Mal in Fátima. Von den Eindrücken des ersten Abends waren sie mehr als begeistert. Elke Völcker aus Mintraching fand besonders die vielen Sprachen interessant, in denen das Ave Maria vorgetragen wurde: "Hier wird Gemeinschaft spürbar. Der Rosenkranz vereint alle Nationen."

Weltkirche wird erlebbar

Der geistliche Begleiter der Gruppe, Prälat Peter Hubbauer, hat schon während seiner Jugend durch Wallfahrten eine besondere Nähe zu Maria gefunden. Als Vorstand des Institutum Marianum war er zwar schon mehrmals in Fátima, aber für ihn ist es "immer wieder ein Erlebnis, diese Begeisterung der portugiesischen Bevölkerung und der anderen Wallfahrer zu sehen." Besonders schätzt er die Einfachheit. Es gehe nicht um hochtheologische Streitfragen, vielmehr seien das Rosenkranzgebet, die Lichterprozession und der Kreuzweg zentrale Elemente. Gleichzeitig aber die vielen Priester, Bischöfe und Kardinäle zu treffen, die in Fátima mitfeiern, mache deutlich, wie eng die Weltkirche hier zusammenrückt. 

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