Route Spirituelle in Hainsacker

12.10.2006

Der Kreisverband des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) hat eine ganz besondere herbstliche Abendwanderung gestaltet. Die Vorstandschaft hat dazu den Tag des Hl. Franz von Assisi gewählt, der Heilige, der durch seinen außerordentlichen Bezug zur Natur und zu den Tieren bekannt ist. Welcher Weg würde sich dafür also besser eignen, als der Besinnungsweg in Hainsacker, der diesem Heiligen geweiht ist. Den Besinnungsweg mit seinen Stationen, Kunstwerken und der dazugehöriger Broschüre hat Pfarrer Roman Gerl aus Hainsacker initiiert.
Die jungen und jung gebliebenen Menschen gingen bei wunderschönem, romantischen Abendrot los, um an sechs Stationen Halt zu machen. Mit Impulsen Liedern und Gebeten, machte der BDKJ ein Angebot, sich eine Auszeit zu gönnen. Die erste Station beschäftigte sich mit den Themen Kreuz, das nicht nur ein Zeichen des Leids, sondern und vor allem, ein Zeichen der Hoffnung und Freude ist. Friedrich Hebbel sagte einmal „Zum Mitleiden gab die Natur vielen ein Talent, zur Mitfreude nur wenigen“. Im Zentrum stand also die Frage, ist nicht auch „Mit-Freude“ ein christlicher Auftrag?
Die zweite Station war „Franziskus und den Tieren“ gewidmet. Die Geschichte des Raben wurde vorgelesen, mit der Aussage, dass jedes Krächzen ein Ausdruck für die Freude an der Schöpfung ist.
Die dritte Station „pace e bene“ (Frieden und Heil) beschäftigte sich mit dem Frieden bzw. dem Unfrieden auf der Welt. Zusammen wurde für den Frieden in der Welt gebetet, aber auch für den Frieden in jedem einzelnen Menschen, den Frieden mit sich selber.
Zwischenstation war die Kapelle in Aschach, wo die Jugendlichen eingeladen wurden Ihre Sorgen und Nöte vor das Allerheiligste zu bringen. Anschließend war es bereits dunkel. Mit Fackeln ging es, nicht weniger stimmungsvoll, weiter durch den Wald, zum Tau-Zeichen, dem Zeichen, das nicht nur für Franziskus Segen bedeutete. Nach einem Segenswunsch, kam man zur letzten Station, einem kunstvoll gestalteten Herz. „Das Problem unserer Tage ist nicht jenes der Atomenergie, sondern das des menschlichen Herzens“, sagte einmal Albert Einstein. Das Herz als Ausdruck der Hingabe, des Leidens, des Mitfühlens, stand im Mittelpunkt dieser Station.
Danach ging es zurück nach Hainsacker, wo bei einem Lagerfeuer und Tee mit Keksen noch einer der vermutlich letzten schönen Abende dieses Herbstes genossen wurde. „Es war wunderschön, in dieser landschaftlich so reizvollen Gegend, zur Ruhe zu kommen und die Liebe Gottes zur Schöpfung dabei gleich vor Augen zu haben“, sagte Martina Kohl, eine „Mitwandernde“. Vorbereitet haben die jeweiligen Stationen die Mitglieder der Vorstandschaft. Die Andacht in der Kapelle von Aschach übernahm der Kreisjugendseelsorger Andreas Giehrl, Pfarrer aus Hohengebraching.

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