Solidarität mit den jüdischen Mitbürgern beim Rosenkranzgebet mit Lichterprozession durch die Regensburger Altstadt

14.10.2019
Rosenkranzgebet im Dom mit Stadtdekan Roman Gerl, Bischof Rudolf Voderholzer und Regionaldekan Alois Möstl (v.l.).
Rosenkranzgebet im Dom mit Stadtdekan Roman Gerl, Bischof Rudolf Voderholzer und Regionaldekan Alois Möstl

Zum traditionellen Rosenkranzgebet im Regensburger Dom St. Peter lud Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Freitagabend, den 11. Oktober 2019, alle Regensburger Gläubigen ein. Zahlreiche Gläubige, sowie Fahnenabordnungen kirchlicher Verbände folgten der Einladung des Regensburger Oberhirten, um gemeinsam die persönlichen Anliegen und die Anliegen der Stadt Regensburg vor die Gottesmutter zu bringen. Bischof Rudolf Voderholzer betete gemeinsam mit Regionaldekan Prälat Alois Möstl sowie Stadtdekan Roman Gerl und allen Gläubigen den Rosenkranz. Nach dem Rosenkranzgebet im Dom formierte sich eine lange Lichterprozession, die durch die Regensburger Altstadt zur Kirche Sankt Jakob führte und dort ihren liturgischen Abschluss fand.

 

Zeichen der Solidarität

In diesem Jahr stand das Rosenkranzgebet mit Lichterprozession unter dem Zeichen der Solidarität mit den älteren Schwestern und Brüdern aus dem Judentum. Zu Beginn der Rosenkranzandacht sprach Bischof Voderholzer den Opfern und Familien des Terroranschlags in Halle an der Saale sein Mitgefühl aus und forderte alle Gläubigen auf, für die Opfer zu beten. "Bei der Lichterprozession tragen wir unseren Glauben hinaus in die Stadt und setzen damit ein Zeichen der Solidarität mit allen Menschen unserer Stadt", so Bischof Rudolf zu Beginn der Andacht. Das Rosenkranzgebet stand in diesem Jahr unter dem Motto "Maria, Mutter der Kirche". Vertreter der Regensburger Stadtpfarreien beteten den Rosenkranz vor.

 

 

Die Fatima-Pilgermadonna für Deutschland wird bei der Prozession durch die Regensburger Altstadt getragen.
Die Fatima-Pilgermadonna für Deutschland wird bei der Prozession durch die Regensburger Altstadt getragen

Fatima-Pilgermadonna

Seit nunmehr 52 Jahren wird die Statue der Fatima-Pilgermadonna vom Fatima-Weltapostolat Unserer Lieben Frau in Deutschland durch die Diözesen getragen. Am Freitagabend machte sie im Regensburger Dom Station und wurde bei der anschließenden Lichterprozession durch die Altstadt mitgetragen. Die Pilgermadonna möchte alle einladen, im Rosenkranzgebet die Anliegen vor die Gottesmutter zu bringen und für den Frieden auf der Welt zu beten.

 

Maria - Vorbild im Glauben

Im Anschluss an das Rosenkranzgebet zogen alle Gläubigen gemeinsam mit der Fatima-Pilgermadonna betend und singend durch die Altstadt von Regensburg. In der Kirche Sankt Jakob angekommen sprach Bischof Rudolf zu den Gläubigen. Dabei ging er vor allem auf die gemeinsame Geschichte der Juden und Christen ein. Maria ist die Mutter von uns allen "und so sind wir über Jesus, der über seine Mutter Glied des Volkes Israel war, und mit ihr bleibend mit der Geschichte Israels verbunden", so Bischof Rudolf in seiner Ansprache an die Gläubigen. Er verurteilte jeden Angriff auf das Judentum, sei es historisch oder aktuell gesehen und stellte klar: "Deshalb ist es nicht nur ein Gebot der Menschlichkeit, sondern darüber hinaus auch ein Gebot der Klugheit, den Anfängen zu wehren und mit Entschiedenheit unsere Solidarität mit den jüdischen Mitbürgern zu zeigen." Mit dem bischöflichen Segen und dem gesungenen Gruß an die Gottesmutter im "Segne, du Maria" endete das feierliche Rosenkranzgebet.

Gebetet wird für die Anliegen jedes Einzelnen und für die Anliegen der Stadt.
Viele Lichter erhellen die Stadt bei der Prozession.

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