Umweltbewusst durch das Bistum

05.12.2018

Ein kleines Jubiläum hat es schon hinter sich, das Elektroautofahren im Bischöflichen Ordinariat. Seit mittlerweile vier Jahren ist Bischof Dr. Rudolf Voderholzer mit der „Ökokiste“ unterwegs und fährt so viele Strecken wie möglich mit dem elektronischen Auto.


Anton Eiber ist Kraftfahrer im Bischöflichen Ordinariat und oft mit Bischof Rudolf auf Tour durch das Bistum Regensburg – natürlich im Elektroauto. Wenn sich jemand mit dem elektronischen Fahren auskennt, dann ist das er. Genau deshalb haben wir uns mit ihm getroffen, um mehr über das E-Auto zu erfahren.

Seit 2014 gibt es das E-Auto im Bischöflichen Ordinariat. Alle zwei Jahre kommt ein Neues, denn die Autos sind geleast. Seit Oktober 2018 ist es bereits das dritte E-Auto. Auch Anton Eiber ist zufrieden mit dem Fahren ohne Benzin: „Ganz gut ist das Elektroauto, ich finde das wirklich super! Es ist vor allem ökologisch sinnvoll, ein Elektroauto zu fahren“, erzählt er. „Ein E-Auto zu fahren ist empfehlenswert. Das einzige Problem ist, dass man für wirklich lange Strecken einfach ein zusätzliches Auto benötigt. Denn die Strecken, die mit vollem Akku zurückgelegt werden können, sind einfach noch überschaubar und eine Schnellladestation am Zielort vorzufinden ist nicht selbstverständlich, eher eine Seltenheit.“

Doch man schafft schon mehr, als nur einmal „um den Block“ fahren: Bis zu 100 Kilometer sind kein Problem für den strombetriebenen Flitzer. Auch sonst ist das Auto für zwei Personen – aufgrund seiner kompakten Größe – optimal, meint Anton Eiber. „Für Kurzstrecken kann ich so ein Elektroauto deshalb auf jeden Fall empfehlen! Auch der Bischof ist begeistert.“
Das E-Auto im Bischöflichen Ordinariat ist ein reines Elektroauto, es hat lediglich einen Fünf-Liter-Not-Tank. Es handelt sich also um kein Hybridauto, „denn das wird noch oft verwechselt“, weiß Anton Eiber. „Auch der Stromverbrauch ist sehr gut!“, betont Herr Eiber. Viel Strom verbrauchen lediglich die Sitzheizung und die Heckscheibe. Vor allem im Sommer stellt dies also überhaupt keine Hürde dar.


Damit ist der Regensburger Oberhirte so ökologisch, wie im Moment möglich, auf den Straßen unterwegs. Bei den vielen Terminen, die Bischof Rudolf auf seiner Agenda hat, also ein großes Plus für den Schutz der Natur.

„Der Nachteil ist jedoch, dass man von den anderen Verkehrsteilnehmern einfach nicht gehört wird. Von Fußgängern und Radfahrern zum Beispiel. Die hören das Auto einfach nicht, da muss man immer besonders gut aufpassen“, so Herr Eiber. Im Gegensatz zu den Elektrobussen, die beispielsweise in der Regensburger Innenstadt unterwegs sind, dürfen private Elektroautos keinen Ton absenden, um auf sich aufmerksam zu machen, erklärt er.

Privat würde sich Anton Eiber jedoch kein Elektroauto zulegen, aus Kostengründen: „Die Anschaffungskosten sind hoch und ich habe selbst nicht die Möglichkeit das Auto wiederaufzuladen“, erzählt er. Eine Aufladestation wurde im Bischöflichen Ordinariat natürlich eingerichtet, denn im Moment gibt es noch nicht genügend öffentliche Ladestationen.

Doch auch ohne Elektroauto ist Anton Eiber privat möglichst umweltschonend auf den Straßen anzutreffen und erzählt: „Selbst bin ich natürlich trotzdem ökologisch unterwegs: Ich fahre innerhalb der Stadt alles mit dem Rad. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch noch gesund für mich selbst.“