„Wenn Gott uns treu ist, sollen auch wir ihm treu sein“

20.03.2008
Nuntius Jean-Claude Périsset mit Bischof Gerhard Ludwig Müller, Stadtdekan Alois Möstl und dem Vorstand des Diözesankomitees

Am Mittwoch feierte der Apostolische Nuntius mit Bischof Gerhard Ludwig Müller, Weihbischof Reinhard Pappenberger, Generalvikar Msgr. Michael Fuchs, Stadtdekan Alois Möstl und weiteren Priestern und Diakonen in der Stadtpfarrkirche St. Wolfgang die Abendmesse. Die Pfarrei St. Wolfgang steuert maßgeblich in Zusammenarbeit mit Vertretern der Gemeinschaft Emanuel die Stadtmission Regensburg 2009.

Stadtdekan Alois Möstl verwies in seinen Grußworten auf die Begeisterungswelle, die nach dem Pastoralbesuch des Heiligen Vaters im September 2006 im Bistum Regensburg spürbar wurde. Dieser Aufbruch des Glaubens dürfe aber jedoch nicht verebben, auch daher habe man die Durchführung der Stadtmission für Regensburg beschlossen. Prälat Möstl sprach deshalb gegenüber den zahlreichen Gläubigen in der Stadtpfarrkirche die Bitte zum Gebet für die Stadtmission und alle, die diese tragen, aus.

In seiner Predigt griff der Apostolische Nuntius drei Zitate aus der Tagesliturgie auf. „Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet“ (Jesaja 50,5) sage uns, dass wir am Anfang einer Mission zuerst hören müssten. Doch jedoch nicht nur mit dem Ohr, sondern auch mit dem Herzen. Die Botschaft müsse man in sich ankommen lassen. Stadtmission heiße, dass jeder gerufen sei, mitzuarbeiten, um gemeinsam den Menschen die Frohbotschaft zu bringen. „Sind wir mit Gott, so wird unser Einsatz erfolgreich sein. Dabei hilft uns das Gebet. Beten heißt aber nicht Worte zu Gott zu sprechen, sondern vielmehr sind dies die Worte, die Gott uns sagt“, so Erzbischof Jean-Claude Périsset.

Die zweite Bibelstelle: „Meine Zeit ist da“, verweise auf die Zeit des Opfers, auf die Zeit des Kreuzes. Dies sei der Weg, auf den uns Jesus Christus mitnehme. Auch die Zeit für die Stadtmission sei gekommen. Sie braucht jedoch großen Einsatz und Mühe von allen. Das Kreuz, welches wir auf die Schulter nehmen könnten sei schwer, aber das Opfer, das wir dadurch bringen, bedeute für uns Erneuerung.

„Gott hilf mir in Deiner Treue“ sei ein drittes Zitat, das wir in der Tagesliturgie fänden. „Vieles geht über unsere Kräfte. Doch sind wir von Gott her ernannt, die große Freude weiterzugeben, die er uns schenkt. Wenn Gott uns treu ist, sollen auch wir ihm treu sein, denn Gott ist immer treu. Wichtig für uns Christen sind Glaube und Hoffnung, die von Gott herkommen, weil er treu ist“, hob der Apostolische Nuntius hervor. Die Stadtmission müsse aktiv mit viel Einsatz betrieben werden. In den folgenden Monaten müsste der Gedanke der Mission ständig nach außen getragen werden. Die ersten, die dadurch Erneuerung erfahren, seien die Missionare, so Erzbischof Périsset abschließend.

Im Anschluss an die Abendmesse lud Stadtdekan Alois Möstl in den angrenzenden Wolfgangssaal ein. Der Apostolische Nuntius hatte hier Gelegenheit, den Vorstand des Diözesankomitees, Vertreter des Diözesanpastoralrates und die Organisatoren der Regensburger Stadtmission kennen zu lernen. Michael Haider von der Gemeinschaft Emanuel erläuterte anhand einer Power-Point-Präsentation die wesentlichen Schritte der Stadtmission.

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