„Wer sich engagiert, handelt nicht selbstlos, sondern ausgesprochen selbstbewusst:“ – Jahresempfang des Diözesankomitees

10.07.2019

Schon eine gewisse Tradition hat der Jahresempfang des Diözesankomitees, zu dem aktive und verdiente Mitglieder aus den Verbänden und Geistlichen Gemeinschaften in das Bischöfliche Ordinariat eingeladen werden.

Verantwortung übernehmen

Die Vorsitzende des Diözesankomitees Karin Schlecht konnte etwa 80 Ehrenamtliche im Innenhof des Ordinariats begrüßen. Sie betonte in der Begrüßung, dass man mit diesem Empfang ein herzliches „Vergelt’s Gott“ sage für das vielfältige Engagement, das sowohl in den Verbänden und Gruppierungen als auch in den Pfarrgemeinden stattfinde. Sie rief dazu auf, in den Pfarrgemeinden und Ortsgruppen der Verbände Verantwortung zu übernehmen und auch die Personen, die Leitungsfunktionen innehaben, zu unterstützen. Auch persönlich habe man einen Gewinn, so dass das Engagement nicht nur eine Belastung sei. Die Vorsitzende betonte: „Wer sich engagiert, handelt nicht selbstlos, sondern ausgesprochen selbstbewusst – man will eigene Ziele erreichen, man will etwas bewegen.“ Die Freude am eigenen Tun motiviere einen selbst und sei gleichzeitig Motivation für andere. „Wenn wir von unserer Motivation für unser Ehrenamt erzählen, werben wir gleichzeitig auch für unseren Glauben“, so Karin Schlecht. Dieses missionarische Handeln werde in Zukunft noch wichtiger werden. Durch das ehrenamtliche Tun in den katholischen Verbänden und Gemeinschaften bringe man zum Ausdruck, dass jede und jeder einzelne Getaufte Verantwortung für die Kirche als Gemeinschaft habe und einen Beitrag leisten müsse.

Danke-Fest zur 72h-Aktion des BDKJ steht stellvertretend für das gesamte ehrenamtliche Engagemen

Bischof Rudolf Voderholzer ging in seinem Grußwort auf die 72h-Aktion des BDKJ ein, dessen Danke-Fest man am Wochenende gefeiert habe. Dieses Danke-Fest stehe stellvertretend für das gesamte ehrenamtliche Engagement, das in der Kirche geschehe. Der BDKJ und alle anderen Verbände ermöglichten mit dieser Aktion viele gemeinnützige, politische und kulturelle Aktivitäten. Dem Diözesankomitee dankte er für die Betätigung im Vorfeld der Europawahl, das einen Beitrag zur politischen Willensbildung darstellte. Er erinnerte daran, dass die Europabegeisterung aus den Kirchen hervorgegangen sei. Der Bischof machte außerdem auf den Brief von Papst Franziskus aufmerksam, der an Peter und Paul veröffentlicht wurde und an alle deutschen Katholiken gerichtet sei. Der Erneuerungsprozess in Deutschland solle ein geistlicher Prozess werden, habe der Papst betont.

Papst Franziskus habe auch an die Einheit der Kirche und die Notwendigkeit der Evangelisierung appelliert. „Die Evangelisierung ist ein Weg der Jüngerschaft in Antwort auf die Liebe zu dem, der uns zuerst geliebt hat; ein Weg also, der einen Glauben ermöglicht, der mit Freude gelebt, erfahren, gefeiert und bezeugt wird“, habe der Papst geschrieben. Er habe dazu aufgerufen, auf die Plätze hinauszugehen und den Schwestern und Brüdern zu begegnen.
Bischof Rudolf bat, den Brief selbst zu lesen und sich auch gegenseitig in der Freude am Glauben zu stärken. Mithilfe dieser Grundstimmung werde die Freude immer mehr bestimmend.

Im Anschluss an die Ansprachen gab es bei einem Imbiss, der von der Inklusionsfirma Labora vorbereitet wurde, die Möglichkeit zum Austausch und zur Begegnung. Bischof Rudolf führte außerdem durch die Krippensammlung, die im Ordinariat ihre Heimat gefunden hat.

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