Werft erneut eure Netze aus - 25 Priester der Diözese Regensburg feiern ihr 40jähriges Priesterjubiläum

14.07.2004

(pdr). „Als Priester sind wir Brückenbauer, die auf die Menschen zugehen und sie zu Gott führen, die ihnen Freiheit verkünden und keine falsche Einschränkung.“ Dies betonte Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller bei einem Gottesdienst in der Bischöflichen Hauskapelle anlässlich des 40. Jahrestages der Weihe von 25 Priestern der Diözese Regensburg. Auch wenn die Kirche heute nicht mehr als Volkskirche erscheine, wie zum Zeitpunkt der Priesterweihe am 29. Juni 1964, auch wenn das Glaubenswissen vieler Menschen zurückginge und sich die heutige Gestalt der Kirche in einem Erosionsprozess befinde, im Blick auf die Wurzeln der Kirche und des priesterlichen Dienstes zeige sich, dass es zu Jesus und der von ihm und den Aposteln begründeten Kirche keine Alternative gäbe. „Im Maßnehmen an Jesus Christus geht es nicht um Mängelverwaltung, sondern um die Ermutigung, die Aufgaben der Kirche und die Verkündigung des Evangeliums neu wahrzunehmen. So wie Jesus den Jüngern nach einer Nacht ohne Fischfang zurief, ‚Werft erneut eure Netze aus!’, so können auch wir ‚auf sein Wort hin’ neu und ermutigt auf die Menschen zugehen und zu Menschenfischern werden.“, so Bischof Gerhard Ludwig in seiner Ansprache.

Es sei ein unumkehrbarer Weg der geistlichen Erneuerung, den das Bistum Regensburg beschreite in der Besinnung auf das gemeinsame Priestertum aller Getauften und das besondere Priestertum von Bischof und den Priestern. „So wie sie als Priester vor 40 Jahren durch Handauflegung und Gebet zu Priestern geweiht wurden, so ruft auch heute der Heilige Geist Menschen in seine Nachfolge, um durch sie die Kirche Gottes als Hirten zu weiden.“ Dabei gehe es nicht um eine funktionale Vollmacht. Vielmehr werde der Priester dazu bestellt, Gottes Wort anzunehmen und zu verkündigen und die Heilszeichen als immerwährender Repräsentant Christi zu verwalten. „Denn du bist Priester auf ewig und bleibst es bist zum Tod, selbst wenn das Alter die Entpflichtung von einem kirchlichen Amt mit sich bringt.“

„Gott hat Großes an ihnen getan in den vierzig Jahren ihres priesterlichen Wirkens und ich danke Ihnen für Ihren Einsatz für das Leben in Gott und ihren Dienst am Menschen.“, bekundete Bischof Müller seinen Dank an die Priester. Das, was Gott in der Weihe begonnen habe, werde er auch vollenden – so wie es im Ritus der Priesterweihe heißt. Deswegen dürften sich die Priester und die Kirche nicht verstecken und ängstlich sein oder vor eigenen Fehler zurückschrecken. Gerade im Rückblick zeige sich, was geworden und gereift sei. Und das ermutige für den Weg der Kirche heute.


Folgende Priester dürfen auf 40 Jahres priesterlichen Dienstes zurückschauen
Dietl Konrad, Dinsenbacher Anton, Eberhard Erich, Feichtmeier Leo, Gebhardt Josef, Hiebl Josef, Hierold Hermann, Hofmeister Siegfried, Huber Helmut, Krämer Gustav, Kutzer Alexander, Legat Wilhelm, Mader Franz Xaver, Mühlbauer Max, Pollner Max, Rottner Gottfried, Schmid Karl, Schnitt Lorenz, Schön Josef, Seitz Georg, Siller Max, Strauß Otto, Strempel Erwin, Weidmann Peter, Wurm Alfons.

Darüberhinaus feierten P. Laurentius Flamman OPraem und P. Johannes Ev. Sinot OPraem aus der Abtei Windberg und P. Theophan Beierle OCD aus dem Kloster St. Josef (Regensburg) und P. Franziskus Ruppert OCD aus dem Kloster auf dem Keuzberg (Schwandorf) den 40. Jahrestag ihrer Weihe.

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