„Zeichen der Verbindung und Freundschaft unserer Völker“ – Bischof Voderholzer segnete mit Bischof Holub die Hocken-Kapelle bei Kladrau

19.08.2019

Nicht nur der Festgottesdienst zum Patrozinium der Schlosskirche führte Bischof Rudolf Voderholzer und seinen Pilsener Amtskollegen Tomáš Holub nach Kladrau. Am Nachmittag stand die Segnung der wiedererrichteten sogenannten Hocken-Kapelle an der Straße in Richtung Brod/Laas auf dem Programm.

Der Gottesmutter geweiht

„Maria ohne Makel empfangen, bitt für uns, die wir zu dir unsre Zuflucht nehmen.“ So steht es in deutscher Sprache über dem Marienbild in der Kapelle, die der Gottesmutter geweiht ist. Bereits in seiner Predigt beim Festgottesdienst war Bischof Voderholzer auf die Segnung eingegangen. Dieses kirchliche Kleinod sei, so der Oberhirte, von einem Bauern errichtet worden und nach dem Zweiten Weltkrieg verfallen. „Jetzt strahlt sie wieder“, gab Bischof Rudolf seiner Freude Ausdruck, verbunden mit dem Dank an alle, die sich um die Kapelle bemüht und für den Wiederaufbau engagiert haben: der Kreis Pilsen, die Stadt Kladrau und die Kirchengemeinde.

Diese Segnung sei „ein Zeichen, dass Maria, die Mutter Gottes, eine umfassende Bedeutung hat. Möge von der neuen Kapelle viel Segen ausgehen und ein Ort sein, an dem viele Menschen Ruhe und Besinnung finden mögen und eine Einladung zum Gebet erhalten. Dies ist ein weiteres Zeichen der Verbindung und Freundschaft unserer Völker auf der Basis der Botschaft Christi“, so der Regensburger Oberhirte.

Brücke zwischen der tschechischen und deutschen Kirche

Vor Ort, auf der Wiese vor der Kapelle, würdigte Ortspfarrer Miroslav Martiš die Kapelle als „Brücke zwischen der tschechischen und deutschen Kirche“. Kladraus Bürgermeisterin Hana Florianová dankte ebenfalls allen Unterstützern, besonders aber Jaroslav Zabloudil, der federführend für den Bau zuständig war. Die Bürgermeisterin verlieh ihrer Hoffnung Ausdruck, „dass die Kapelle ein Ort für Treffen von Vertretern beider Völker sein“ möge.

Auch der Pilsener Bischof betonte in seiner Ansprache den Aspekt der Gemeinschaft. „Nicht alles muss von beiden Seiten gleich gesehen werden. Wichtig ist, dass wir auf dem gleichen Weg gehen“, so der Oberhirte aus Pilsen. In diesem Sinne sei die Kapelle ein Symbol des gemeinsamen Gehens. Regensburgs Bischof Voderholzer freute sich, „dass wir heute die Kapelle wieder in Betrieb nehmen und der Öffentlichkeit präsentieren können.“ Zugleich sprach er die Einladung aus, hierher zu kommen, ein wenig hier zu verweilen und durch das Gebet zur Gottesmutter Maria Trost, Kraft und Stärke für den Alltag zu erfahren. Da die Kapelle an einer Straßenabzweigung liegt, würden – so Bischof Rudolf – viele Leute die Kapelle wahrnehmen, wodurch eine Begegnung vieler Menschen möglich sei.

Nach diesen Grußworten und Reden segneten die beiden Bischöfe die Kapelle, nahmen sich Zeit für Gespräche mit den Gästen und lauschten der Musikkapelle, die nach der Segnung noch ein wenig aufspielte.

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