Katholische Betriebsseelsorge im Bistum Regensburg

Nah bei den Menschen in der Arbeitswelt

Schwerpunkt der Betriebsseelsorgearbeit ist der unmittelbare Kontakt zu Betrieben und zu Beschäftigten. Erste Ansprechpartner sind hier die Betriebs- und Personalräte als gewählte Vertreter der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Für sie, die oft zwischen zwei Stühlen sitzen, gibt es Gesprächs- und Schulungsangebote, Oasentage sowie den regelmäßig erscheinenden Kontaktbrief „Sozialethische Impulse“. In den Betrieben selbst sind die beiden Betriebsseelsorger gefragte Referenten bei Betriebs- und Personalversammlungen.

Wir interessieren uns für Ihre Arbeitswelt.

Ansprechpartner

Sozialpfarrer Msgr. Thomas Schmid
Betriebsseelsorgereferent Richard Wittmann
Sozialpädagoge Andreas Lammel

Leiter der Kath. Betriebsseelsorge im Bistum Regensburg ist Sozialpfarrer Msgr. Thomas Schmid. Er ist zugleich Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), Diözesankaplan der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) und Zentralpräses der Marianischen Männerkongregation (MMC). So verbindet er seelsorgerliches und verbandliches Engagement in der Arbeitswelt.

 

Betriebsseelsorgereferent Richard Wittmann (mit Dienstsitz in Weiden) konzipiert und plant die betriebsbezogene Arbeit der Betriebsseelsorge und sorgt seit nunmehr über 20 Jahren für einen guten und engen Kontakt zu Arbeitnehmervertretern und Führungskräften in Industrie, Dienstleistung und öffentlicher Verwaltung.

 

Mit einer 50%-Stelle unterstützt Sozialpädagoge Andreas Lammel als Bildungsreferent die beiden Betriebsseelsorger.

 

 

Kontakt

Msgr. Thomas Schmid, Sozialpfarrer
Obermünsterplatz 7
93047 Regensburg


Tel.: +49 941 597-2286
E-Mail: sozialpfarrer@betriebsseelsorge-regensburg.de

Website: www.betriebsseelsorge-regensburg.de


Richard Wittmann, Betriebsseelsorgereferent
Adolf-Kolping-Platz 1
92637 Weiden i.d.OPf.


Tel.: +49 961 398 800-39
E-Mail: r.wittmann@betriebsseelsorge-regensburg.de

Website: www.betriebsseelsorge-regensburg.de

weitere Informationen

Die Kath. Betriebsseelsorge im Bistum Regensburg versteht ihren pastoralen Dienst in Brückenfunktion zwischen Arbeitswelt und Kirche.


Guten Kontakt unterhält man zu den DGB-Gewerkschaften, aber auch zu Führungskräften verschiedener größerer Unternehmen. Zudem besteht eine enge Zusammenarbeit mit der KAB und der CAJ, sowie eine gute Kooperation mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der Evang.-Luth. Kirche.

 

Seelsorge in der Arbeitswelt



Solidarität zeigt man als Seelsorge in der Arbeitswelt insbesondere bei Betriebsschließungen oder Massenentlassungen. Dann stehen die Seelsorger an der Seite der Betroffenen und organisieren Gesprächs- und Begegnungsmöglichkeiten.

Überhaupt hat man ein offenes Ohr für die Anliegen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, sowie Führungskräften und Unternehmensverantwortlichen. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Konfession oder Religion jemand angehört. Für Mobbingbetroffene ist das Büro in Weiden Erstanlaufstelle.

Innerkirchlich bietet die Betriebsseelsorge auf Pfarrei- und Dekanatsebene Vorträge zu sozialethischen und arbeitsweltbezogenen Themen an.


Priester, Diakone, pastorale Mitarbeiter/-innen und auch Pfarrgemeinderatsmitglieder werden bei Fortbildungen für eine arbeitsweltbezogene Pastoral sensibilisiert und angeregt, sich vor Ort dem Thema „Kirche und Arbeitswelt“ zu stellen. Die Seelsorger in den Dekanaten unterstützt man bei der Kontaktaufnahme mit Betrieben und bei der Organisation von Werksbesuchen.



Als Experten für Katholische Soziallehre und wegen ihrer Erfahrungen aus Betriebskontakten und Gesprächen mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern werden die beiden Betriebsseelsorger zunehmend als Podiumsteilnehmer und Mitwirkende an Fachgesprächen angefragt.

Orientierung für die Arbeit in der Betriebsseelsorge geben die Botschaft Jesu Christi und die Texte der Katholischen Soziallehre. Als eine Art „roter Faden“ dienen zudem die Leitlinien für katholische Betriebs- und Arbeitnehmerseelsorge in Deutschland aus dem Jahr 2010.

Entscheidende Impulse für die Seelsorge in der Arbeitswelt bekam man durch das II. Vatikanische Konzil (Dekret „Gaudium et spes“) und die „Würzburger Synode“ (Beschluss „Kirche und Arbeiterschaft“).


Seit 40 Jahren gibt es die Betriebssseelsorge


Im Bistum Regensburg gibt es die Betriebsseelsorge seit 1963. Entsprechend den seither eingetretenen Veränderungen in der Arbeitswelt haben sich die Ansätze und die Schwerpunkte der Betriebspastoral verändert.

Die 1960er bis 1980er Jahre waren von der Vernetzung der katholischen Arbeitnehmerschaft in und aus einzelnen Betrieben (Kernkreise, Betriebsgruppen) geprägt. Zudem wurde auf die Bildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, insbes. derer in einfachen Tätigkeiten, Wert gelegt.

In den 1980er und 1990er Jahren brach im Norden des Bistums die Porzellan-, Glas- und Textilindustrie weitgehend zusammen. Tausende von Arbeitsplätzen gingen verloren und sehr viele Beschäftigte hatten keinerlei Perspektiven für eine Anschlussbeschäftigung. Daher lag in diesen Jahren der Schwerpunkt auf der Begleitung von Betriebsräten, der Beratung von Entlassenen und Arbeitslosen, sowie der Solidarisierung mit den Betroffenen.

Heute liegt das Hauptaugenmerk auf der Begegnung und der Arbeit mit Betriebs- und Personalräten, sowie mit Führungskräften. Ein großes Anliegen ist zudem, die betrieblichen Akteure für eine Rückbesinnung auf Werte und ethische Grundhaltungen zu sensibilisieren.