Mann begleitet Kinderchor auf Gitarre

Mitgestalten, was einem wichtig ist! – Ehrenamt von A-Z

Sie wollen sich ehrenamtlich engagieren oder sind bereits freiwillig aktiv? Dann sind Sie in bester Gesellschaft. Denn laut Deutschem Freiwilligensurvey, das seit 1999 in fünfjährigen Abständen im Auftrag der Bundesregierung durchgeführt wird, engagieren sich mehr als ein Drittel aller Bürgerinnen und Bürger in der Freizeit verantwortlich in Verbänden, Initiativen oder Projekten.

Menschen engagieren sich freiwillig, weil sie - vor allem mit anderen gemeinsam - einen bestimmten Teil ihres Lebensumfeldes, der Gesellschaft oder einen Ausschnitt der Welt wirkungsvoll mitgestalten wollen.

Formen kirchlichen Ehrenamtes

Lektorendienst im Gottesdienst
Lektorendienst im Gottesdienst

Pfarrgemeinden, kirchliche Verbände, Einrichtungen der Caritas und andere kirchliche Träger bieten aufgrund ihrer ganz unterschiedlichen Aufgaben und Funktionen eine ganze Fülle von Engagementbereichen: Im Dasein für den Nächsten (Diakonie), in der Weitergabe des Glaubens (Verkündigung), in der Feier der Gottesdienste (Liturgie) und in der Stiftung und Pflege von Gemeinschaft. Freiwilliges Engagement in der Kirche ist in ganz verschiedenen Formen möglich:

  • z.B. in der klassischen Form des Ehrenamts durch Wahl und Mandat für einen bestimmten Zeitraum (Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung, Vorsitz in einem Verband, …)
  • z. B. durch Mitarbeit in einem selbstgewählten Aufgabenfeld (Besuchsdienst, Lektorendienst, Gruppenleitung …)
  • z. B. in einem projektbezogenem Engagement (Mitarbeit in der Firmvorbereitung, Mitarbeit bei einer Ausstellung, Umgestaltung eines Pfarrheims, …).

Ehrenamtlich tätig sein

Jugendliche bei der 72-Stunden-Aktion
Jugendliche bei der 72-Stunden-Aktion

Sie wollen ehrenamtlich tätig sein? Dann kommen Sie zu uns. Hier im Bistum Regensburg gibt es aufgrund der unterschiedlichen Zielgruppen und Aufgaben bei Pfarrgemeinden, kirchlichen Verbänden, im Bereich der Caritas und bei anderen kirchlichen Trägern eine Fülle von Engagementmöglichkeiten. Im Folgenden finden Sie eine exemplarische Aufzählung von ehrenamtlichen Engagementbereichen. Gerade vor Ort ergeben sich je nach Bedarf immer neue und alternative Möglichkeiten für den freiwilligen Dienst.

Erstansprechpartner für ein Ehrenamt innerhalb einer Pfarrgemeinde sind der Pfarrer, die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die haupt- oder nebenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kirchenmusik sowie die ehrenamtlichen Verantwortlichen in den kirchlichen Verbänden vor Ort und im Pfarrgemeinderat.

Wenn Sie Interesse an einem unserer Arbeitsfelder haben, scheuen Sie sich nicht, bei den jeweils Verantwortlichen nähere Informationen zu erfragen. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Ansprechpartner für den Bereich des ehrenamtlichen Engagements im Bereich der Caritas finden Sie im Referat Gemeindecaritas im Diözesancaritasverband.

Ansprechpartner für Belange der Pfarrgemeinderäte ist die Diözesanstelle Diözesane Räte.

Im Folgenden finden Sie eine Auflistung der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten mit Ansprechpartnern und weiterführenden Links.

 

A

  • Ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger
    Patenschaftsprojekte, Deutschstunden für Migranten, Begleitung zu Ärzten oder Behörden
    Ansprechpartner: CaritasKatholische Jugendfürsorge
  • Altenhilfe (in Alten- und Pflegeheimen), in der offenen Altenhilfe und zu Hause
    Besuchsdienste, Begleitung zu Veranstaltungen und Behörden, Hilfe bei Anträgen und Formularen, Kursleitung von offenen Angeboten und Bildungsveranstaltungen, Organisation und Begleitung von Freizeitmaßnahmen (z.B. Sonnenzug), Seniorencafe
    Ansprechpartner: Pfarrgemeinde, CaritasArbeitsstelle Altenseelsorge

B

  • Besuchsdienste
    Neuzugezogenenbesuchsdienst, Seniorenbesuchsdienst, Krankenbesuchsdienst
    Ansprechpartner: Pfarrgemeinde, Caritas
  • Bewahrung der Schöpfung
    SA Umwelt-Bewahrung der Schöpfung des PGR
    Ansprechparter: Pfarrgemeinde

C

 

D

 

E

  • Ehe und Familie
    Nachbarschaftshilfe, Fahrdienste, Kinder- und Hausaufgabenbetreuung, Familienkreise, SA Ehe- und Familie im PGR
    Ansprechpartner: Pfarrgemeinde, Caritas

 

F

 

G

  • Geistliche Gemeinschaften
    Unterstützung von geistlichem Leben und Glaubensweitergabe entsprechend der spezifischen spirituellen Ausrichtung einer Geistlichen Gemeinschaft 
    Ansprechpartner: Referat Orden- Geistliche Gemeinschaften
  • Gemeindecaritas
    Solidarisches Miteinander und Unterstützungsangebote in der Pfarrgemeinde
    Ansprechpartner: Pfarrgemeinde, Caritas
  • Gremien
    Mitarbeit im Pfarrgemeinderat und einer seiner Sachausschüsse, in der Kirchenverwaltung, in Vorständen und Teams von Verbänden, Bildungswerken und kirchlichen Trägern
    Ansprechpartner: siehe jeweiliges Stichwort

 

H

  • Handwerksdienste
    Kleinreparaturen, die sich arbeitsmarktneutral(!) auswirken und gerade für ältere Menschen oft sehr hilfreich sind; Eigenleistungen bei Baumaßnahmen kirchlicher Träger
    Ansprechpartner: Pfarrgemeinde, Caritas
  • Humanitärer Hilfesdienst
    Besuchs- und Begleitdienste, Notfallvorsorge, Katastrophenschutz, Schulsanitätsdienst, u.v.m
    Ansprechpartner: Malteser

 

I

 

J

 

K

  • Kirchenverwaltung
    Verwaltung des Kirchenstiftungsvermögens, Sorge für die Befriedigung der ortskirchlichen Bedürfnisse, Erledigung der von der Kirchenstiftung zugewiesenen Aufgaben
    Ansprechpartner: Pfarrgemeinde, Bischöfliche Finanzkammer
  • Kleiderkammer
    Entgegennahme, Sortierung und Ausgabe von Kleiderspenden
    Ansprechpartner: Caritas
  • Kranke Menschen
    Besuchsdienste zu Hause oder im Krankenhaus, Behördengänge
    Ansprechpartner: Pfarrgemeinde, Caritas

 

L

 

M

  • Menschen ohne Wohnsitz
    Gestaltung von Feiern (Weihnachtsfeier)
    Ansprechpartner: Caritas

 

N

  • Neuzugezogenenbesuchsdienst
    Neuzugezogene im Pfarreigebiet im Auftrag der Pfarrei „Herzlich Willkommen!“ heißen
    Ansprechpartner:
    Pfarrgemeinde
  • Nachbarschaftshilfe
    Besuchs- und Besorgungsdienste, Kleinreparaturen, Fahrdienste für Kinder, Kinderbetreuung u.v.m.
    Ansprechpartner: Pfarrgemeinde, Caritas

 

O

  • Ökumene
    Mitgestaltung von ökumenischen Gottesdiensten sowie Bildungs- und Freizeitveranstaltungen gemeinsam mit Christinnen und Christen anderer Konfessionen
    Ansprechpartner: Pfarrgemeinde (SA Ökumene des PGR)
  • Öffentlichkeitsarbeit
    Strukturierung und Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit, z. B. Pfarrbrief und Homepage; Archivierung, Inventur, Erstellung von Prospektmaterial Ansprechpartner: Pfarrgemeinde, Caritas

 

P

  • Pfarrgemeinderat 
    Mitarbeit im Pfarrgemeinderat und seinen Sachausschüssen (Beratung des Pfarrers, Begleitung spezifischer Arbeitsfelder der Pfarrei, Planung und Durchführung verschiedener Veranstaltungen, Organisation von Besuchsdiensten); Themenbezogene Arbeit in den Sachausschüssen zur Beratung von Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Hauptberuflichen; Arbeit an eigenen Themen oder zielgruppenspezifischen Aktionen und Projekten.

    Sachausschüsse im Pfarrgemeinderat können eingerichtet werden zu den Themenbereichen: Altenarbeit und Senioren, Caritas und soziale Fragen, Ehe und Familie, Erwachsenenbildung, Feste und Feiern, Gemeindekatechese, Jugend, Kirche und Arbeitswelt, Liturgie, Mission - Entwicklung - Friede bzw. Weltkirche, Öffentlichkeitsarbeit, Ökumene, Schule und Erziehung, Umwelt und Bewahrung der Schöpfung
    Ansprechpartner: Pfarrgemeinde, Diözesanstelle Diözesane Räte

 

S

  • Senioren
    Siehe Altenhilfe
  • Sachausschüsse im Pfarrgemeinderat
    Siehe Pfarrgemeinderat
  • Sport
    Übungsleiter im Freizeit- und Breitensport, im Sport für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung, Brücken zwischen Sport und Glaube schlagen
    Ansprechpartner: DJK Diözesanverband Regensburg

 

T

 

V

 

W

  • Weitergabe des Glaubens
    Teamer/in in Erstkommunion und Firmvorbereitung, Glaubenskurse für Erwachsene, Kinderbibeltage
    Ansprechpartner: Pfarrgemeinde, Arbeitsstelle Gemeindekatechese

 

Z

  • 72-Stunden Aktion
    In unregelmäßigen Abständen stattfindendes Projektengagement in größerem regionalen oder bundesweitem Rahmen
    Ansprechpartner: Bund Deutscher Katholischer Jugend

 

 

 

Ehrenamt A-Z

Auch wenn freiwilliges Engagement selbstbestimmt und unentgeltlich ist, haben Freiwillige viele Rechte und Absicherungen, aber auch ein paar Pflichten. Hier finden Sie Informationen über Rahmenbedingungen freiwilligen Engagements.

 

A

  • Aufwandsentschädigung
    Freiwilliges Engagement dient nicht der materiellen Versorgung und ist frei von monetären Abhängigkeiten und Bindungen. In einigen Bereichen ist jedoch eine Aufwandsentschädigung möglich.
    Bis 720 Euro/Jahr (2013) bleibt die Aufwandsentschädigung als „Ehrenamtspauschale“ steuer- und sozialabgabefrei.
  • Auslagenerstattung
    Von einer Ehrenamtspauschale (siehe Aufwandsentschädigung) ist eine Auslagenerstattung zu unterscheiden. Quittungen für Materialauslagen können i. d. R. beim jeweiligen Träger zur Erstattung eingereicht werden.

B

  • Begleitung
    Begleitung ist wichtig! Begleitung bietet Einarbeitung, Antworten auf konkrete Fragen und die Möglichkeit, das eigene Tun zu reflektieren; Unterstützung in schwierigen Situationen und Konflikten; Hilfestellung bei der Frage nach der Vereinbarkeit von Ehrenamt, Familie und Beruf sowie für den klugen Einsatz der eigenen Kräfte. Begleitung unterstützt auch bei einem guten Ausstieg aus einer Tätigkeit, wenn die Zeit vorbei ist.

    Erste Anlaufstelle für Begleitung sind natürlich die hauptberuflichen  Mitarbeiter im jeweiligen Tätigkeitsfeld (Pfarrer, pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Bildungsreferenten).

    Aufgabenspezifische Unterstützung bieten die Arbeitsstellen im Bischöflichen Seelsorgeamt (Seniorenpastoral, Frauenseelsorge, Gemeindekatechese, Weltkirche, Bischöfliches Jugendamt u.v.m.) wie auch das Referat Liturgie und Kirchenmusik;
    Im Bereich der Gremienarbeit in der Pfarreien (Pfarrgemeinderat und Sachausschüsse) bietet auch die Diözesanstelle „Diözesane Räte“ Unterstützung an und hilft mit Material, Referenten für Klausurtage u.v.m. weiter.

    Im Hinblick auf die caritativen Aufgaben in der Pfarrei wie bei den vielfältigen Aufgaben der Caritas steht das Referat Gemeindecaritas  im Diözesancaritasverband zur Verfügung. Veränderungs- und Entwicklungsprozesse, wie auch Konflikte in Pfarreien, begleitet die Gemeindeberatung Regensburg.
    Ansprechpartner für Kirchenverwaltungen ist die Bischöfliche Finanzkammer.

 

E

  • Ehrenamt
    Ehrenamt gibt es in ganz verschiedenen Formen (mit Wahl und Mandat, als selbstgewählte, freiwillige Tätigkeit, Projektmitarbeit u.v.m.); die unter Begleitung genannten Personen und Fachstellen können auch dabei behilflich sein, die persönlich, biographisch und der aktuellen Lebenssituation passende Form zu finden.
  • Ehrenamtsnachweis
    Der auf Initiative von Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) und Landescaritasverband im Jahr 2009 im Freistaat Bayern eingeführte Ehrenamtsnachweis stellt eine Möglichkeit dar, freiwilliges Engagement auszuzeichnen und vor allem die im Ehrenamt geleisteten Tätigkeiten und erworbenen Kompetenzen zu dokumentieren.

 

F

  • Fahrtkosten
    Fahrten im Auftrag des Trägers/der Einrichtung können i.d.R. erstattet werden. Die Höhe der Erstattung orientiert sich je nach Träger am Bundesreisekostengesetz oder, aus ökologischen Gründen, an den Tarifen der Deutschen Bahn. 
  • Freistellen zum Zwecke der Jugendarbeit
    Ehrenamtliche Jugendleiterinnen und Jugendleiter können für Ausbildungen, Tagungen, Leitung von Bildungsmaßnahmen, Fahrten und Freizeiten bis zu 15 Tage pro Jahr eine Freistellung beim Arbeitgeber beantragen. Der Arbeitgeber darf die Freistellung nur verweigern, wenn ein „unabweisbares, betriebliches Interesse entgegensteht“. Aber: Der Arbeitgeber muss für diese Zeit keine Vergütung gewähren.
    (vgl. Gesetz zur Freistellung zum Zwecke der Jugendarbeit vom 14. April 1980).
    Weitere Informationen und Anträge gibt es an der Diözesanstelle des BDKJ Regensburg.
  • Freiwilligenzentren
    Freiwilligenzentren verstehen sich als Kontakt- und Vermittlungsstelle zwischen Bürgerinnen und Bürgern, die sich gerne engagieren möchten und Einrichtungen und Organisationen, die Freiwillige suchen. Manchmal werden sie von einem Trägernetzwerk getragen, in welches auch Einrichtungen der Kirche eingebunden sind, so z. B. das Freiwilligenzentrum Straubing. Andere Freiwilligenzentren/Freiwilligenagenturen kooperieren mit Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen und wissen um Interessen und Bedarfe vor Ort.

 

G

  • Gemeindeberatung Regensburg
    Die Gemeindeberatung Regensburg steht mit ihrem Angebot
    auch Pfarrgemeinderäten, Sachausschüssen, Arbeitskreisen, Vereinen, Gruppen, Verbänden, Kirchenverwaltungen, Bildungswerken und Leitungsteams zur Verfügung. Sie unterstützt bei Veränderungsprozessen, Team- und Strategieentwicklung, Konfliktberatungen u.v.m.
  • Gemeindecaritas
    Wer sich für ein freiwilliges Engagement im Bereich der Caritas interessiert, kann sich persönlich im Referat Gemeindecaritas über die vielfältigen Engagementmöglichkeiten informieren und beraten lassen, was davon für einen selbst geeignet ist. 
  • Gesundheit
    Wichtig ist, auch im Ehrenamt auf die eigene Gesundheit zu achten. Auch wenn ein freiwilliges Engagement noch so Spaß macht, sollte man notwendige Auszeiten, sportliche Tätigkeit und was einen sonst noch gesund und fit hält, nicht vernachlässigen.

 

I

  • Immaterielles Honorar
    Per Definition schließen sich Ehrenamt/freiwilliges Engagement und monetäre Vergütung aus. Durch ehrenamtliche Tätigkeit lassen sich jedoch eine Menge an immateriellen Vergütungen gewinnen: Freude, Gemeinschaft, Anerkennung, Kompetenzerwerb, Zufriedenheit durch gemeinsames, bedeutungsvolles Tun u.v.m.
    Mit einem Tätigkeitsnachweis/Ehrenamtsnachweis, der z. B. bei Bewerbungen für Ausbildungen oder Beruf beigelegt, werden kann, lassen sich diese immateriellen Vergütungen manchmal in eine ganz handfeste Gratifikation „ummünzen“.

 

J

  • Jeder?!!
    Für bestimmte Aufgaben ist eine Beheimatung im katholisch-christlichen Glauben z. B. durch Taufe und Firmung notwendig und sinnvoll (z. B. Kommunionhelfer/in, Teamer/in in der Firmvorbereitung). Für andere Aufgaben ist es gut, wenn Menschen anderer Konfessionen und Religionen mit Verantwortung übernehmen und Brücken bauen.

 

K

  • Klausurtage
    Klausurtage unterstützen Gremien bei Ziel- und Strategieentwicklung sowie Strukturierung und Planung von Aufgaben. Möchte man sich mit einem Thema intensiver auseinandersetzen, kann auch ein thematisches Wochenende spannend und hilfreich sein. Referentenlisten und Unterstützung für Klausurtage, thematische Wochenenden und Besinnungstage gibt es an der Diözesanstelle Diözesane Räte und bei der Gemeindeberatung Regensburg.
  • Kompetenz
    Ehrenamtliche und Freiwillig Engagierte bringen ihre ganz besonderen Kompetenzen aus beruflicher Tätigkeit, Familienarbeit und anderen Engagementbereichen in Gemeinden, Verbände, Caritas ein. Sie ergänzen so auf unverzichtbare Weise die berufsbezogenen Kompetenzen von Hauptberuflichen.
  • Nachwuchs
    Neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können lange bevor sie größere Verantwortung übernehmen in Aufgaben und Arbeitsweisen „hineinschnuppern“ und hineinwachsen, z. B. durch Teamarbeit, Vertretungsregelungen, Mitarbeit in Sachausschüssen oder in einem Projekt.

 

P

  • Personalabteilung
    Personalentwicklung ist Teil von Ausbildung und Qualifizierung von Ehrenamtlichen. Neben klassischen Aus- und Weiterbildungsangeboten (siehe Qualifizierung), die von den kirchlichen Verbänden, den Fachstellen im Bischöflichen Ordinariat und dem Caritasverband angeboten werden, umfasst Personalentwicklung auch die Möglichkeit, sich in Teams, Sachausschüssen oder Projektarbeit einbringen und weiterentwickeln zu können. 
  • Projektengagement
    Projekte zeichnen sich durch einen klaren Anfang und ein klares Ende aus und werden von daher von vielen Menschen als überschaubare Engagementmöglichkeit geschätzt. Ferienmaßnahmen, „Bau“-Maßnahmen, Sozialprojekte stellen nur einige Möglichkeiten da. Ein „Projektchor“ macht Menschen, die sich nicht regelmäßig in einem Chor engagieren können, das projekthafte Musizieren möglichen.

 

Q

 

R

  • Ressourcen
    „Ressourcenorientierung“ ist auch im Ehrenamt ein wichtiges Thema. Es gibt viele Bedarfe und Ideen. Was wirklich umgesetzt werden kann, hängt jedoch von den personellen und materiellen Ressourcen des Trägers und ganz entscheidend auch von den eigenen persönlichen Ressourcen ab.
  • Schweigepflicht
    Freiwillig Engagierte unterliegen in bestimmten Bereichen der Schweigepflicht. Sie werden in diesem Fall über datenschutzrechtliche Bestimmungen informiert und gebeten eine Verpflichtungserklärung für Ehrenamtliche gemäß § 4 der Anordnung über den kirchlichen Datenschutz zu unterschreiben.
  • Selbstbestimmt
    Selbstbestimmt bedeutet nicht nur, dass man eine Aufgabe freiwillig übernimmt, sondern diese Aufgabe – im Horizont der vorhandenen Strukturen und Rahmenbedingungen – auch mitdefinieren und mitgestalten kann.

 

T

  • Tätigkeiten richten sich oft nach den Bedarfen. Die konkrete Tätigkeit wird dann zwischen Zielgruppe, Einrichtung und Ehrenamtlichen ausgehandelt oder situationsbezogen und bedarfsgerecht entwickelt (z. B. Sachausschüsse des PGR).
    Für einige Tätigkeiten gibt es Tätigkeitsbeschreibungen (z. B. findet der/die Pfarrgemeinderatssprecher/in eine Aufgabenbeschreibung im Statut des Pfarrgemeinderats), ebenso Verbandsvorsitzende. Für andere Tätigkeiten gibt es Ideensammlungen (Ideensammlung für Sachausschüsse im Pfarrgemeinderat).

 

U

  • Unlust
    Unlust im Ehrenamt kann darauf hindeuten, dass man eine kleine Pause, eine größere Auszeit, ein anderes Engagementfeld braucht. Oder dass im Team oder in der Aufgabe Konflikte schwelen. Gemeinsam mit den anderen im Team und hauptberuflichen Begleitern kann nach Lösungen gesucht werden (siehe Begleitung).

 

V

  • Vertrag/ Vereinbarungen
    In manchen Engagementfeldern gibt es schriftliche Vereinbarungen/Verträge zwischen Einrichtung und Freiwilligen. Diese Verträge regeln Aufgaben und Umfang und wollen Sie vor Überforderung schützen.
  • Versicherung
    Ehrenamtliche und freiwillige Engagierte sind im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit über die gesetzliche Unfallversicherung unfallversichert, über den jeweiligen Träger/die diözesane Sammelversicherung Haftpflicht und KfZ-Vollkasko versichert.  (Pfarrgemeinderat: Versicherungsschutz für Ehrenamtliche; ohne Gewähr) Für den Versicherungsschutz ist wichtig, dass für eine bestimmte Tätigkeit, eine Dienstfahrt auch ein konkreter Auftrag ausgesprochen ist. Erstansprechpartner im Schadensfall ist immer die Bischöfliche Finanzkammer/Frau Gürtler (Tel. 0941-5971114; E-Mail: bguertler.fika@bistum-regensburg.de)

 

W

  • X-beliebig
    Freiwilliges Engagement sollte zwar selbstbestimmt sein, aber nicht x-beliebig. Es ist geplant, zielgerichtet und eingebunden in einen strukturellen Rahmen. Freiwillig Engagierte und Ehrenamtliche übernehmen Verantwortung für eine Aufgabe und vor allem für die Menschen, mit denen und für die sie arbeiten. Junge Menschen, alte Menschen, hilfsbedürftige Menschen und Menschen in schwierigen Lebenssituationen haben eines gemeinsam: Sie verlassen sich auf Sie!

 

Z

  • Zu Gunsten anderer
    Freiwilliges Engagement orientiert sich am Gemeinwohl und unterscheidet sich von daher von Selbsthilfe oder Angehörigenhilfe (obwohl es natürlich Schnittmengen gibt). Unabdingbar für verantwortbares Engagement (auch sich selbst gegenüber) ist ein gewisses Maß an Distanz zu den Betroffenen.