Am 24. Juni 2017 ist Priesterweihe: Die Weihekandidaten stellen sich vor

13.06.2017

Bischof Rudolf Voderholzer wird sechs Priesterkandidaten am Samstag, 24. Juni 2017 um 8.30 Uhr im Regensburger Dom St. Peter die Priesterweihe spenden. Jeder ist zur Mitfeier der Priesterweihe im Dom eingeladen. Herzlich ergeht hier die Aufforderung an Sie, am 24. Juni in den Regensburger Dom zu kommen!

Für alle, denen es aus gesundheitlichen oder organisatorischen Gründen nicht möglich ist, an diesem Tag persönlich zu kommen, bieten wir wieder ein Live-Streaming an. Dieses kann hier auf der Homepage abgerufen werden.

Insgesamt sieben neue Priester werden heuer geweiht. Einer von ihnen hat bereits am 5. Juni durch Weihbischof Graf die Weihe erhalten. Am Samstag, den 24. Juni 2017 werden sechs Männer durch Bischof Rudolf die Priesterweihe ehalten. Alle sieben Weihekandidaten möchten wir Ihnen hier genauer vorstellen.

Florian Frohnhöfer: "Das selbst erlebte Gefühl der Geborgenheit weitergeben"

Für Florian Frohnhöfer aus Sulzbach-Rosenberg liegt der Grund für seine Entscheidung zum Priesteramt in seiner Heimatpfarrei St. Marien: Die dortigen Kapläne haben ihm als gutes Vorbild gedient. Entscheidend war auch, dass er damit ein Gefühl der Geborgenheit und der Führung im Glauben erfahren durfte. Diese erlebte Geborgenheit und Führung innerhalb der katholischen Kirche möchte er in seinem Dienst als Priester an andere Menschen weitergeben. "Ich hoffe auf eine gute Aufnahme in der Pfarrei, in der ich zukünftig wirken darf."


Besonders freut er sich auch auf alle "neuen Schäfchen", die ihm anvertraut werden. Als Primizspruch hat er daher eine Bibelstelle ausgewählt, die das Wesen seiner Berufung ausmacht und ihn seit seiner Firmung begleitet: "Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen" (Ps 23,1).


Florian Frohnhöfer wird seine Primiz am 2. Juli 2017 um 10 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Marien in Sulzbach-Rosenberg feiern.

Stefan Leopold Hackenspiel: "Gott klopft leise an die Lebenstür"

"Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade" (Joh 1,16). Diesen Vers aus dem Johannesevangelium hat Stefan Leopold Hackenspiel als Primizspruch gewählt. "Zu erahnen, wie groß Gottes Liebe zu uns wahrhaft ist und dieses Gnadengeschenk dann anzunehmen und an uns wirksam werden zu lassen, ist dabei unsere Aufgabe", sagt er als Begründung.


Auch der Grund, weshalb er Priester geworden ist, hängt eng mit der Gnade Gottes zusammen. Der 46-Jährige sagt, er habe immer wieder die unverdient geschenkte Gnade Gottes erfahren dürfen. Er hat oft mit dem Gedanken, Priester zu werden, gespielt und ihn wieder beiseitegeschoben. Irgendwann hat er sich getraut, den Schritt ins Priesterseminar zu wagen. "Gott klopft zwar sehr leise an die Lebenstür, ist aber - Gott sei Dank - sehr hartnäckig."


Welche Erwartungen der gebürtige Chamer an sein zukünftiges Amt hat? "Ich freue mich auf den Dienst und hoffe, dass ich den Menschen an mir vermitteln kann, wie wunderbar es sein kann, jener Zusage Gottes, dass er uns vorbehaltlos liebt, zu trauen und das eigene Leben mehr und mehr davon tragen zu lassen." In Freude, Schmerz, Trauer oder im ganz gewöhnlichen Alltag: egal wo freut sich Stefan Hackenspiel darauf, Christus ins Leben der Menschen zu tragen.


Seine Primiz feiert er am 9 Juli 2017 in seiner Heimatpfarrei Cham St. Jakob.

Thomas Meier: Im Vertrauen auf die Beziehung zu Gott

Der gebürtige Rodinger Thomas Meier sieht den Priesterdienst heute als nötiger denn je an. "Die Menschen sehnen sich nach etwas Letztgültigem." Er möchte deshalb in seinem zukünftigen Amt als Priester den Menschen Gott als Quelle dafür zeigen und als Hilfe für ihr Leben anbieten. Für seine Entscheidung zum Priestertum hat der 37-Jährige etwas länger gebraucht, wie er selbst sagt. Lange Zeit schien ihm seine Berufung nicht eindeutig. Letztlich entscheidend war, dass Gott ihm keine Ruhe geschenkt hat beim Gedanken daran, Priester zu werden.


Vertrauen zu haben und haben zu können ist in seinen Augen besonders wichtig. "Schließlich lebt jede Beziehung - und dazu gehört natürlich auch die mit Gott - von Vertrauen." So möchte er sein Leben in die Hände von Gott legen und ihm Vertrauen auf ihn sein Möglichstes tun. Naheliegend ist sein Wahlspruch für die Primiz: "Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben" - aus der Komplet.


Am 2. Juli um 10 Uhr feiert Thomas Meier seinen Primizgottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Furth im Wald.

Daniel Schmid: Der Glaube trägt

Freude am Glauben ist für Daniel Schmid aus Burglengenfeld ein zentrales Element. "Freut euch im Herrn zu jeder Zeit" (Phil 4,4) ist deshalb sein Primizspruch, den er aus einem guten Grund gewählt hat: "Nur wer Freude an etwas hat, dann wird es ihm wichtig. Aus dieser Haltung kann der Glaube auch in schweren Situationen des Lebens tragen." Die Freude und die Erfahrung, dass der Glaube trägt, möchte er weitergeben an die Menschen.


Bei Daniel Schmid kam in seiner Zeit im Beruf als Rundschleifer die Frage auf, mehr mit Menschen zu arbeiten. Durch seine Tätigkeit als Ministrant konnte er in die Arbeit der Pfarrei hineinwachsen. In ihm wuchs langsam der Gedanke, Priester zu werden. Auf dem zweiten Bildungsweg am Studium Rudolphinum hat er schließlich den Weg zum Priester eingeschlagen. Zukünftig wird für ihn das Zusammenkommen mit den Menschen seiner Pfarrei viel Bedeutung haben. Er freut sich vor allem darauf, "die Kirche zu wecken und zu fördern, gemeinsam den Glauben zu teilen und sich im Glauben gegenseitig zu stärken."


Der 37-jährige Daniel Schmid feiert in der Stadtpfarrkirche St. Vitus in Burglengenfeld am 2. Juli 2017 um 10 Uhr seinen Primizgottesdienst.

Peter Stier: Eine authentische Verkündigung

Die Entscheidung für den Weg als Priester fiel bei Peter Stier aus Marching schon früh: In der Zeit der Firmung spürte er ein starkes Interesse am Glauben und geistlichen Leben. Geprägt hat ihn, als Ministrant beim gottesdienstlichen Geschehen ganz nahe dabei gewesen zu sein. Dem Ruf, Gott und der Kirche als Priester zu dienen, ist er gefolgt. Im Studium der Theologie und Kanonistik konnte er den Glauben "mit seinen Konsequenzen tiefer durchdringen und sich mit ihm auseinandersetzen" - ein wesentlicher Schritt auf seinem Weg.


Dr. Peter Stier hat als Wahlspruch für die Primiz "Damit in allem Gott verherrlicht werde" (1 Petr. 4,11) gewählt. "Er macht das Zentrum des priesterlichen Dienstes deutlich."


Welche Erwartungen der 30-Jährige an seinen Dienst als Priester hat: "Ich freue mich, den Menschen vom Glauben zu erzählen und sie in den verschiedenen Lebenslagen zu begleiten. Daher ist es ein sehr schöner und vielfältiger Dienst. Dabei erscheint mir eine authentische Verkündigung als besonders wichtig."


Peter Stier feiert seinen Primizgottesdienst am 25. Juni 2017 um 10 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Neustadt an der Donau.

Frater Lazarus Maria Uchman C.O. "Ich brauche nichts anderes, um glücklich zu sein."

Mikołaj Uchman wird für die Kongregation des Oratoriums des hl. Philipp Neri in Aufhausen zum Priester geweiht. Der 28-Jährige hat sich zuerst für das gottgeweihte Leben in einer Gemeinschaft entschieden. "Dann habe ich mit Hilfe der Gemeinschaft erkannt, dass ich als Priester den Menschen besser dienen kann, und mit der Zeit hat sich in mir die Überzeugung gefestigt, dass das auch mein Weg ist."


Das wichtigste Ereignis auf seinem Weg erlebte er mit 19 Jahren: bei Exerzitien lernte er Jesus auf eine Weise kennen, die er zuvor nicht kannte: "So kam ich zu dem Schluss: Ich habe Gott, was brauche ich noch im Leben? Er ist mein Alles! Ich brauche nichts anderes mehr um glücklich zu sein."


Frater Lazarus Maria Uchman C.O. sagt über seine Erwartungen an die Zukunft: "Ich lasse mich überraschen!" Er hofft, auch als Priester das Charisma seiner geistlichen Familie verwirklichen zu dürfen, nämlich andern zu helfen, das Spannendste zu entdecken, was es im Leben gibt: "Dass das wahre Glück nur Gott schenken kann, und dass es seine Liebe ist - in ihrer ganzen Radikalität - wofür es sich wirklich lohnt zu leben und zu sterben." Die Liebe Gottes in der radikalen Hingabe Jesu Christi am Kreuz ist es auch, die ihn mit Dankbarkeit erfüllt und ihm Motivation zum "weitergehen" schenkt. Sein Primizspruch: "Er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut." (Offb 1,5b).


Die Primiz wird Frater Lazarus Maria Uchman C.O. am 25. Juni 2017 um 09.30 Uhr im Rahmen des Pfarrfestes der Pfarrei Aufhausen feiern.

Johannes Bosco Ernstberger OPraem: Mit den Menschen gemeinsam auf dem Weg

Florian Ernstberger ist bereits am Pfingstmontag von Weihbischof Josef Graf in der Klosterkirche Speinshart zum Priester geweiht worden. Der Chorherr der Prämonstratenser möchte als Pater Johannes Bosco OPraem die Menschen in allen Lebenslagen begleiten - in allen Höhen und Tiefens ihres Lebens. "Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden" (Röm 12,15) ist sein Primizspruch.


Der 32-Jährige stammt aus Weiden und ist seit September 2010 im Kloster Speinshart. Seine Beweggründe liegen in der Begegnung mit anderen Priestern, die authentisch und mit Freude die frohe Botschaft verkündet haben. Genauso wie diese Priester möchte auch er seinen Dienst antreten.


Jetzt nach seiner Weihe möchte er verstärkt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und mit ihnen den Glauben leben. "Ich freue mich, vielen Menschen zu begegnen, die auf der Suche sind. Ich möchte mit den Menschen ein Stück ihres Lebens gehen."

Die Begleitung, Ermutigung und Unterstützung durch Menschen ist für die angehenden Priester von großer Bedeutung. In den letzten Tagen vor der Priesterweihe bitten die Weihekandidaten deshalb ganz besonders um Ihr Gebet und Ihre wohlwollende Unterstützung. Diese Bitte erstreckt sich über die Priesterweihe hinaus auf das weitere Leben und Wirken der künftigen Priester.


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