Arbeiter für den Weinberg und Solidarität mit den Bedrängten – Der Generalobere der Rogationisten besucht Bischof Voderholzer

15.05.2018
Von links nach rechts: P. Stefan Danko (Amberg), P. Matteo Sanavio (zuständig für Hilfswerke und Missionen der Gemeinschaft), Generaloberer P. Bruno Rampazzo, Bischof Rudolf Voderholzer und P. Sijo George Maliyekkal (Cham).

P. Stefan Danko aus der Slowakei wirkt seit 2014 in der Pfarrei St. Georg Amberg. P. Sijo George Maliyekkal ist in der Pfarrei St. Josef Cham eingesetzt. Mitgekommen war auch P. Matteo Sanavio, der für die Hilfswerke der Gemeinschaft und die Missionsaktivitäten zuständig ist. Bei der Gelegenheit unterstützt er den Generaloberen als Sekretär. Bischof Dr. Voderholzer dankte dem Generaloberen als dem Verantwortlichen der jungen Gemeinschaft dafür, dass sie zwei ihrer Priester dem Bistum zur Verfügung stellt: „Wir freuen uns, dass sie bei uns sind.“

Die Gemeinschaft ist durch ihren hohen Grad an Internationalität geprägt. Mitglieder kommen u.a. aus Vietnam, Brasilien, von den Philippinen und aus Indien. Sie sind in 28 Ländern im Einsatz. Zahlreiche Berufungen gibt es in Brasilien, auf den Philippinen sowie in Indien.

 

Johannes Paul II. sprach den Gründer heilig


Der heilige Annibale Maria Di Francia (1851-1927) hatte den Orden der Rogationisten 1897 gegründet. Er erhielt 1926 die päpstliche Anerkennung. Papst Johannes Paul II. sprach Annibale, der sich sehr um arme Menschen gekümmert hatte, 1990 selig- und 2004 heilig. Annibale stammte aus Messina in Sizilien.

Für die Mitglieder der Ordensgemeinschaft hat das Wort Jesu große Bedeutung: „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende“ (Mt 9,37-38 und Lk 10,2). Sie bitten Gott um Arbeiter für die große Ernte, danach sind sie auch Rogationisten benannt. Ihre exakte Bezeichnung ist: Kongregation der Rogationisten des Herzens Jesu.

Nach der Begegnung mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hat uns der Generalobere P. Rampazzo ein Interview gegeben:

P. Bruno, welche Bedeutung hat für Sie Mission?

Für uns bedeutet Mission dort präsent zu sein, wo Menschen in Nöten sind. Diese Not kann auch heißen, dass sie nach dem Wort Gottes hungern. Kurz: Um zu missionieren sind wir dort gegenwärtig, wo Menschen Zuwendung brauchen.

Welches Vorbild haben sie dazu?

Das ist in erster Linie natürlich Jesus Christus selbst. Als er auf allen möglichen Wegen durch diese Welt ging, hat er den Menschen stets Gutes getan.

Sie sind also sehr viel bei und mit den Menschen.

Ja, wir leben Solidarität mit Menschen, die andere längst aufgegeben haben. Diese Solidarität hat übrigens der heilige Annibale, unser Gründer, gelebt. Gleichzeitig ist das Gebet um Berufungen ein sehr großes Anliegen: Wir bitten Gott, dass er Arbeiter in seinen Weinberg senden möge, und zwar: gute Arbeiter!