Die Botschaft Gottes steht im Mittelpunkt: Brigitte Traeger bietet Kirchenkonzerte zum Thema „Die Barmherzigkeit Gottes“ an

03.11.2016
Zum 200-jährigen Jubiläum der Kreuzkirche Pleystein im Jahr 2014 steuerte Brigitte Traeger Solo-Lieder bei.

"Die Barmherzigkeit Gottes": So könnte der Titel einer Vorlesung oder eines Vortrages lauten. Hier haben wir es aber mit einem Kirchenkonzert zu tun: Die Sängerin Brigitte Traeger bietet die Konzerte seit Anfang des Jahres an und setzt sie auch im kommenden Jahr noch fort, wenn auch das Jahr der Barmherzigkeit mit Ende des Kirchenjahres am 20. November 2016 schließt. Barmherzigkeit ist für die gebürtige Pleysteinerin ein zentrales Element des katholischen Glaubens.

"Ohne Gott bin ich niemand. Durch Gott darf ich sein und alle seine Werke bewundern." So steht es auf Brigitte Traegers Homepage neben ihrem Porträtbild. Im kommenden Jahr kann sie auf 24 Jahre Bühnenpräsenz zurückblicken, wobei die ersten Schritte bis ins Jahr 1990 zurückreichen. Damals trat sie als Nachwuchssängerin bei Dieter Thomas Heck in dessen Sendung "Jetzt sing i" auf und begeisterte gleichermaßen Publikum und Kritiker - vor allem durch ihre einzigartige Stimme. 1993 unterzeichnete sie ihren ersten Plattenvertrag, sechs Jahre später gab sie ihren Beruf als Bauzeichnerin auf und machte das Singen zu ihrer Profession.

Ihr Repertoire umfasst Schlager, Evergreens, volkstümliche Schlager bis hin zu Musical- und Filmmelodien sowie neu vertonte klassische Musik. Aber auch sakrale und religiöse Lieder singt sie - vor allem bei Kirchen- und Weihnachtskonzerten. Auftritte hat Brigitte Traeger (43) neben Deutschland in Österreich, der Schweiz, in Belgien und Südtirol sowie in den bekanntesten deutschen Clubs der USA. Rundfunk- und Fernsehpräsenz gehört ebenfalls dazu. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) zeichnete sie mit dem "Herbert-Roth-Preis" aus, ebenfalls beim MDR wurde sie "Musikantenkaiserin", und mit "Santa Christina" belegte sie bei der beliebten Sendung "Schlagerparade der Volksmusik" den ersten Platz.

 

 

 

Brigitte Traeger singt "Wer glaubt, ist nie allein" - hören Sie rein!

Religiöse, sakrale Lieder hat sie schon lange im Repertoire. Im christlichen Glauben ist sie beheimatet. Aber eine Wallfahrt über Ostern 2011 nach Medjugorje veränderte und vertiefte ihren Bezug zum Glauben und zu Gott. Damals anstehende Entscheidungen bezüglich ihres Berufes, private Dinge sowie Existenzängste versuchte sie unter anderem mit esoterischen Hilfsmitteln zu lösen - ohne Erfolg. So entschied sie sich für die Wallfahrt in den bekannten Pilgerort in Bosnien-Herzegowina. Diese Wallfahrt ist für sie bis heute ein einzigartiges Erlebnis der Gotteserfahrung, der Bekehrung und Umkehr. Ihr wurde klar, dass sie den Worten Jesu folgen wollte.

Seitdem ist es ihr Weg, mit ihm in Kontakt zu stehen, ihn um Rat zu fragen und dabei auch seine Mutter, die Gottesmutter Maria, mit einzubeziehen. "Marienverehrung ist für mich auch ein Weg zu Jesus", bekennt Brigitte Traeger, da Maria Jesus in vielen biblisch überlieferten Ereignissen nahestünde. Seither machen die sakralen Auftritte einen großen Teil ihres Wirkens aus, wobei sie auch durch dazu passende Texte die jeweilige Thematik noch vertieft.

Brigitte Traeger bei einem ihrer Kirchenkonzerte.

 

Barmherzigkeit als Kirchenkonzert-Projekt

Auf das Thema "Barmherzigkeit" stieß sie bereits Anfang 2016. Das Thema war ihr nict fremd: durch den von Pater Paul Maria Sigl gestalteten Barmherzigkeitsrosenkranz, zum anderen durch das bekannte Bild des barmherzigen Heilands, welches das Tagebuch der Heiligen Faustyna Kowalska ziert, die die Barmherzigkeit Gottes in ihren Texten besonders betont. Damit und mit dem Lied "Jesus, ich vertraue auf dich", das Brigitte Traeger beim Betrachten des Jesus-Bildes der Heiligen Faustyna in den Sinn kam, stand ein erstes Grundgerüst für das Kirchenkonzert-Projekt "Die Barmherzigkeit Gottes".

Die Sängerin machte sich darüber hinaus auch Gedanken zur Barmherzigkeit im Alltag und in der Glaubenspraxis. "Es geht auch darum, selbst barmherzig zu sein - ob als Arbeitgeber, Arbeitnehmer, in der Familie, in der Partnerschaft. Der Aspekt der Vergebung ist ein Akt der Barmherzigkeit", erläutert sie. Natürlich ist sie auch dankbar dafür, von ihren Mitmenschen Barmherzigkeit zu erfahren. Aber auch das Bußsakrament, die Beichte, ist für die Sängerin ein - wenn nicht der größte - Erweis von Barmherzigkeit, die Gott selbst den Menschen spendet.

In ihrem Barmherzigkeitskonzert singt Brigitte Traeger unter anderem auch das bekannte Lied "Näher mein Gott zu dir". "Mit dem Gedanken an die Barmherzigkeit geht man auch mit dem Tod anders um. Dieses Lied deutet auf Gottes Hilfe hin, im jetzigen Leben stark zu werden. Das hat etwas Tröstendes", erläutert die Sängerin. Neben ihren Liedern will sie mit einfachen Worten den Zuhörern Trost, Hoffnung, Zuversicht und Jesu Nähe vermitteln. Dabei spricht sie auch die Beichte an, die für sie inzwischen sehr wichtig geworden ist und die sie mehr als nur einmal im Jahr empfängt. "Durch die Beichte sind viele Blockaden aus meinem Leben geräumt worden. Sünde bedeutet Trennung von Gott. Es geht aber darum, in der Liebe Gottes zu bleiben", bekennt sie.

Hier schließt sich der Kreis der bisherigen Karriere Brigitte Traegers. Denn das erste, speziell für sie geschriebene Lied, hatte den Titel "Sag dem Herrgott Dank dafür". Und im Rückblick erkennt sie: "Das ist mein Programm, auch wenn ich es damals nicht wusste. Die Botschaft Gottes steht im Mittelpunkt der Konzerte. Diese sind nicht nur eine Aneinanderreihung von Liedern, sondern sollten eine tiefere Botschaft haben." Die Kirchenkonzerte, auch das zum Thema "Die Barmherzigkeit Gottes" sieht sie als ihren Weg und ihre Chance, den Menschen diese Inhalte und Botschaften mit ihren Möglichkeiten zu vermitteln.

Und das nächste Projekt im Kontext des 100-jährigen Jubiläums der Erscheinungen von Fatima ist schon in der Entwicklungsphase. "Gebet für den Frieden" soll es heißen und auf die Erscheinungen der drei Hirtenkinder im Mai 1917, auf die Gottesmutter Maria - auch in ihrer Rolle als Königin des Friedens - Bezug nehmen. Aber auch das Bewusstsein, dass man durch das Gebet etwas verändern kann, will Brigitte Traeger damit schärfen. Vor allem Pfarreien und Gruppen, die Fatima-Andachten und -Gottesdienste pflegen, will die Sängerin mit dieser Idee ansprechen.

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