„Die christlichen `Waffen´ sind das Gebet und die Brüderlichkeit“: Generalvikar Michael Fuchs nahm an „Prozession für die ungeborenen Kinder “ teil

30.07.2016

Am Samstagvormittag fand im Stadtzentrum von Regensburg die „Vigil für die ungeborenen Kinder“ statt, die traditionell am letzten Tag des Monats in der Domstadt gefeiert wird. Gemeinsam mit Generalvikar Michael Fuchs nahmen rund 50 Gläubige an einer stimmungsvollen Heiligen Messe in der Kirche St. Johann teil.

 

Johannes der Täufer als Vorbild im Glauben

In seiner Predigt ging Generalvikar Fuchs auf das Leben Johannes des Täufers ein – passend zum aktuellen Tagesevangelium, in welchem es um die Enthauptung des Täufers durch den Tetrárchen Herodes ging (vgl. Mt 14,1-12). Der Generalvikar schilderte hierbei auch die Begegnung der schwangeren Maria mit deren Verwandten Elisabeth, in deren Bauch der noch ungeborene Johannes der Täufer voll Freude hüpfte, als er die Gegenwart des ebenfalls noch ungeborenen Jesus verspürte. Die Bibel, so Generalvikar Fuchs, habe hier geschildert und bereits vorweggenommen, was Verhaltensforscher erst Jahrhunderte später bestätigt haben: Dass bereits von der Zeugung an ein menschliches Wesen sich im Mutterleib entwickelt, welches tiefe Gefühle wie Schmerzen oder Freude empfinden könne. Dieses sei eine wichtige Botschaft gerade auch für diejenigen, die sich für den Schutz des menschlichen Lebens von der Zeugung bis zu dessen natürlichen Lebensende einsetzen.

Generalvikar Fuchs dankte den anwesenden Gläubigen dafür, dass Sie sich offen zum Lebensschutz im Sinne des katholischen Glaubens bekennen. Er wisse, dass eine solche konsequente Haltung nicht immer Verständnis hervorbringe – am Beispiel Johannes des Täufers kann man sehen, dass ein Bekenntnis zu Christus auch mit dem Leben bezahlt werden kann. In Bezugnahme auf das schreckliche Attentat in einer katholischen Kirche in Rouen (Normandie), bei dem mutmaßliche islamistische Terroristen einen 84jährigen Priester töteten, erinnerte Generalvikar Fuchs an die Worte, die der Erzbischof von Rouen, Dominique Lebrun, in Reaktion auf dieses Verbrechen sprach und die auch gut zu engagierten Lebensschützern passten: „Die katholische Kirche kennt auch weiterhin keine anderen Waffen als die des Gebets und der Brüderlichkeit.“

Im Anschluss gingen die engagierten Christen bei strahlendem Sonnenschein in einer friedlichen Gebetsprozession durch die Regensburger Innenstadt, um in Rosenkranzgebet und Gesang vertieft auch für Außenstehende sichtbar für den Schutz jeden menschlichen Lebens einzutreten.

Die nächste ist für Mittwoch, den 31. August  geplant, wieder um  9 Uhr 30 in St. Johann.   

 

Allgemeine Informationen

Lebensschutz gilt vom ersten bis zum letzten Atemzug eines jeden Menschen: Hier können Sie die allumfassende und ganzheitliche Perspektive der Kirche zum Thema Lebensschutz nachlesen.

Die Kirche steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite: Im Bistum Regensburg unterstützt die Caritas alljährlich viele Menschen mit ihrer Schwangerschaftsberatung. 

 

 

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