Ermutigung zum schöpfungsfreundlichen Handeln – Schöpfungstag der Diözese Regensburg mit Verleihung des Schöpfungspreises „GENESIS“ in Mallersdorf

12.10.2009
Josef Holzberger referierte zum Thema regionale Strukturen und Erzeugung

Mehr als 100 engagierte Freunde der Schöpfung kamen am 10. Oktober zum mittlerweile 5. Schöpfungstag des Bistums Regensburg zusammen. Im Kloster Mallersdorf stand das Thema „Regionale Erzeugung“ auf der Tagesordnung. Die Teilnehmer konnten sich, nach einem Wortgottesdienst von den Vorteilen des Selbstversorgerprinzips und seinen positiven Auswirkungen auf die Region vor Ort überzeugen.
Bereits zum zweiten Mal konnte der Schöpfungspreis GENESIS der Diözese Regensburg verliehen werden. Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner ermunterte die Anwesenden den gemeinsamen biblischen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung als pastorale Aufgabe zu sehen und in ihrem Engagement nicht nach zu lassen. Die Verleihung des Preises soll zum einen für erbrachte Leistungen belohnen und zum anderen Ansporn sein weiter tatkräftig schöpfungsfreundlich zu handeln. Der 1. Preis, dotiert mit 1000 Euro ging an das Projekt der KLJB Arge Straubing Nord zum Thema nachwachsende Rohstoffe („Nawaros“), den 2. Preis (500 Euro) belegte die Jahrgangsstufe 9. und 10. der Wirtschaftsschule für Mädchen an der Schulstiftung Seligenthal mit einem Projekt zur Erzeugung eines innovativen BIO – Milchprodukts. Über den 3. Platz (250 Euro) konnten sich Schwestern der Missionsdominikanerinnen aus Strahlfeld freuen. Sie haben in ihrem Orden im deutschsprachigen Raum das Thema Bewahrung der Schöpfung zum dauerhaften Thema gemacht. Die Preisträger und die weiteren Wettbewerbsteilnehmer erhielten aus der Hand des kommissarischen Umweltbeauftragten des Bistums, Hans Gfesser, Spezialitäten des Klosters Mallersdorf, um sich persönlich von der Qualität der regionalen Erzeugung überzeugen zu können.
In seinem Vortrag stellte der Referent des Tages, der Umweltbeauftragte des Bistums Passau, Josef Holzberger, umfassend dar, wie wichtig regionale Strukturen und Erzeugung für unseren Lebensraum selbst, aber auch in globaler Hinsicht sind. Nur so ließen sich Wertschöpfung in der Region, Pflege unseres Kulturraumes, die Erzeugung gesunder Lebensmittel, die Gewinnung regenerativer Energien auf Dauer sichern und die im Kampf gegen den Klimawandel so dringend erforderliche Co2- Reduzierung verwirklichen. Natürlich müssten für die regional erzeugten Waren angemessene Preise gezahlt werden, die es den Herstellern auch erlauben davon leben zu können. Faire Preise benötigten nicht nur die Bauern in den Entwicklungsländern, sondern auch hier bei uns. Jeder sollte daher seinen Lebensstil überprüfen und versuchen seinen Einkauf so ökologisch, regional und fair wie möglich zu gestalten.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Homepage des Bistums Regensburg.


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