Mehr Frauen, weniger Beteiligung: Die Ergebnisse der Pfarrgemeinderatswahl im Bistum Regensburg

01.03.2018

Das Ergebnis der Pfarrgemeinderatswahlen vom 25. Februar ist da! In der Diözese Regensburg und in allen anderen bayerischen Bistümern fanden die Wahlen unter dem Motto "Zukunft gestalten. Weil ich Christ bin! Kandidieren - wählen - mitmachen" am letzten Sonntag statt. Die Wahlbeteiligung insgesamt ist leicht gesunken.

Das Ergebnis zusammengefasst

Die Wahlbeteiligung ist von 17,5% im Jahr 2014 auf 14,9 % im Jahr 2018 gesunken. Hier kann sich auch das Bistum Regensburg nicht vom allgemeinen Trend der sinkenden Pfarreibindung und der Wahlmüdigkeit abkoppeln. In fast allen Dekanaten ist die Wahlbeteiligung um einige Prozentpunkte gesunken. Anders war es im Dekanat Regensburg: da hier erstmals vier Pfarreien "Allgemeine Briefwahl" durchgeführt haben, konnte dem Trend der sinkenden Wahlbeteiligung entgegengewirkt werden. Traditionell haben Pfarreien in den Städten keine so große Pfarreibindung wie im ländlichen Bereich, sodass hier ohnehin die Wahlbeteiligung niedriger ist. Das zeigen die genaue Betrachtung der Wahlbeteiligung: sie reicht von 2,5% in den Innenstadtpfarreien bis zu über 70% in den kleinen Landpfarreien.

Insgesamt haben über 151.000 Wähler (2014: 182.000) der über eine Million wahlberechtigten Katholiken einen Stimmzettel abgegeben. 6070 Personen (3699 Frauen, 2371 Männer) wurden gewählt. Der Trend geht dazu, dass sich prozentual immer mehr Frauen im Pfarrgemeinderat engagieren (2014: 6205 gewählte Personen; 3645 Frauen und 2560 Männer). Die Gesamtzahl der gewählten Personen ist leicht rückläufig, da bedingt durch die Pfarreiengemeinschaften insgesamt weniger Pfarrgemeinderäte gewählt werden.

In allen Pfarreien konnten auf Anforderung Briefwahlunterlagen bestellt werden. 86 Pfarreien haben die Wahl als "Allgemeine Briefwahl" durchgeführt, bei der jeder Wahlberechtigte die Wahlunterlagen automatisch zugestellt bekommt.

Das Ergebnis der PGR-Wahl finden Sie hier in tabellarischer Form und als Grafik zum Herunterladen.

Die Aufgabe der neuen Pfarrgemeinderäte: Beraten, Mitgestalten und Seelsorge in der Pfarrei fördern

Mit dem Motto "Zukunft gestalten. Weil ich Christ bin! Kandidieren - wählen - mitmachen" sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass die Wähler und der Pfarrgemeinderat die Zukunft der Pfarrei mitgestalten. Die bleibende Aufgabe der Christen wird es sein, die frohe Botschaft Jesu auch Morgen noch durch ein glaubwürdiges Leben zu verkünden.

Die gewählten Pfarrgemeinderäte haben nun für die kommenden vier Jahre den Auftrag, sowohl als Beratungsgremium des Pfarrers zu wirken als auch die gesamte Seelsorgetätigkeit in der Pfarrei zu fördern. Bei den konstituierenden Sitzungen, die in den nächsten Wochen stattfinden, können pro Pfarrgemeinderat je nach örtlichem Bedarf noch bis zu drei weitere Personen berufen werden. In den meisten Pfarreien werden Sachausschüsse zu bestimmten Themen gegründet, in dem Interessierte mitarbeiten können. Bei Pfarreiengemeinschaften, die einen gemeinsamen Seelsorger haben, werden oft für die einzelnen Seelsorgeorte Ortsausschüsse gegründet.

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