Priesterweihe am 25. Juni 2016: Unsere Weihekandidaten stellen sich vor

14.06.2016

Sieben Männer empfangen am 25. Juni 2016 im Regensburger Dom St. Peter die Priesterweihe. Hier stellen wir Ihnen die Weihekandidaten vor: Wer sie sind, was sie zu ihrer Entscheidung für das Priesteramt bewogen hat und wie sie sich ihr zukünftiges Dasein als Priester vorstellen.

Ulrich Eigendorf: „Menschen an der Freude des Glaubens teilhaben lassen“

„Das Schöne an diesem Beruf ist, dass er sehr vielfältig ist.“ Deshalb freut Ulrich Eigendorf sich auf alles, was ihn im Priesterberuf erwartet. Was ihm dabei besonders wichtig ist? „Dass einem das, was man tut, Freude bereitet.“  Die Freude spielt auch eine Rolle in der Wahl seines Primizspruchs: „Der Herr ist wahrhaft auferstanden“ (Lk 24,34). „Durch die Auferstehung Jesu ist auch uns die Auferstehung verheißen: Alles Leid, jeder Schmerz wird der ewigen Freude weichen.“

Der 27-Jährige ist in Teublitz aufgewachsen und war dort früher schon Ministrant, später auch Gruppenleiter. Sein Abitur hat er in Fockenfeld nachgeholt und ist danach ans Priesterseminar Regensburg gegangen. Für die Entscheidung gibt es verschiedene Gründe: Zum einen hat ihn der Gedanke an etwas Größeres fasziniert, das weder begreif- noch fassbar ist, dass er aber im Gottesdienst feiern kann. „Zum anderen ist es schön und erfüllend, Menschen in allen Lebenslagen zu begleiten, die unterschiedlichsten Menschen mit ihren Charakterzügen kennen zu lernen. Und natürlich sie an der Freude des Glaubens teilhaben zu lassen.“ Eine sehr geistliche und bestärkende Erfahrung auf seinem Weg zum Priester hat er während seines ersten Jahrs der Ausbildung  in einer mehrwöchigen Bibelschule im Heiligen Land gemacht. Als Pastoralpraktikant tätig war er in St. Mariä Himmelfahrt in Furth im Wald.

Die Primiz von Ulrich Eigendorf wird am 3. Juli um 10 Uhr in seiner Heimatpfarrei Herz Jesu in Teublitz stattfinden.

Daniel Fenk: Leben im Vertrauen auf Gott

"Ich setzte auf Gott, den Herrn, mein Vertrauen. Ich will all deine Taten verkünden. (Ps 73,28)" Diesen Spruch hat Daniel Fenk aus Hahnbach für sich ausgewählt. "Mein Primizspruch drückt meiner Meinung nach schön aus, was es bedeutet, Priester zu sein: Zum einen heißt es, sein Leben ganz im Vertrauen auf Gott zu leben. Andererseits bedeutet es aber auch, mit seinem ganzen Leben die Taten Gottes den Menschen zu verkünden und sie so Gott näher zu bringen."

Der 26-Jährige möchte Priester werden, um Christus auf besondere Weise nachzufolgen. Durch sein Lebenszeugnis und die Sakramente möchte er ihn bezeugen und Menschen Gott näherbringen. Den Glauben will er als echte Bereicherung im Leben vorleben und auch Wege dahin aufzeigen. Für seinen Beruf als Priester sieht er es vor allem als wichtig an, "den Menschen ein gutes Vorbild zu geben, das sie in ihrer eigenen Gottesbeziehung unterstützt. Außerdem freue ich mich sehr darauf, Menschen zu begleiten, von der Wiege bis zur Bahre."

Ein Wegbereiter für die Entscheidung zum Priesteramt war für Daniel der Pfarrer in seiner Heimatpfarrei St. Jakobus in Hahnbach. Hier war er auch Ministrant - ein weiterer Schritt in diese Richtung: "Dadurch habe ich die Kirche und auch den Glauben als etwas Schönes kennen lernen dürfen." In seiner Heimatpfarrei war er auch als Lektor und später als Gruppenleiter engagiert. Studiert hat er in Regensburg und Bonn.

Seine Primiz wird Daniel Fenk am 26. Juni um 10 Uhr in Hahnbach feiern.

 

 

 

Hier können Sie sich unser Radio-Porträt über Daniel Fenk anhören:

Thomas Fischer: "Als Priester möchte ich den Lebensweg der Menschen begleiten"

Sein Primizspruch hängt eng mit seinem Namen zusammen: Thomas Fischer hat das Bekenntnis des heiligen Thomas gewählt: "Mein Herr und Mein Gott" (Joh 20,28). "Die Begegnung meines Namenspatrons mit Jesus sagt meiner Meinung nach sehr vieles über den christlichen Glauben aus." Dieses Bekenntnis möchte er sich für seinen priesterlichen Dienst zu Eigen machen und Jesus als seinen Herrn und Gott bekennen.

"Als Priester möchte ich den Lebens- und Glaubensweg der Menschen begleiten. Ich möchte versuchen, ihnen zu vermitteln, dass der Glaube an Jesus Christus, der ja wesentlich aus der Begegnung mit ihm lebt, etwas Schönes ist, das das Leben bereichert, ihm Halt und Orientierung gibt." Das ist das, was sich Thomas von seinem zukünftigen Beruf erhofft. Das allein war für ihn aber nicht der Grund, Priester zu werden. Die Entscheidung in dem 26-Jährigen ist über längere Zeit gereift. Den Ausschlag gegeben hat die Überzeugung, den Ruf des Herrn zu verspüren, ihm im Dienst des Priesters nachzufolgen und Zeugnis zu geben für ihn und seine Liebe zu den Menschen.

Thomas Fischer hat in Regensburg und München Theologie studiert. Seine Praktikumspfarrei befindet sich in Amberg St. Georg. Geboren ist er in Oberviechtach, aufgewachsen in Prackendorf.

Seine Heimatprimiz wird in der Pfarrei St. Ulrich in Dieterskirchen stattfinden, am 3. Juli um 10 Uhr.

Hans-Jürgen Treittinger: Ein neuer Lebensweg nach vielen Berufsjahren

Viele Berufsjahre als Beamter bei der Stadtverwaltung Regensburg liegen bereits hinter Hans-Jürgen Treittinger. Der Ruf Gottes, in seine besondere Nachfolge zu treten, hat ihn dennoch erreicht. „Dieser Ruf hat sich weiter verstärkt, so dass ich schließlich bereit war, einen neuen Lebensweg einzuschlagen.“ 

Unterstützung hat ihm dabei eine Bibelstelle gegeben: „Gott führt bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten“ (Röm 8,28). 2010 ist ihm diese Stelle bei charismatischen Exerzitien aufgefallen und hat ihm seitdem immer wieder geholfen, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Aus diesem Grund hat er sie zu seinem Primizspruch gemacht.

In seinem zukünftigen Amt spricht er vor allem der Spendung der Sakramente eine große Rolle zu: „Dadurch geschieht wirkliche Befreiung und Heilung, was die Menschen heute nötiger denn je haben. Dieses Werk der Barmherzigkeit verrichten zu dürfen erfüllt mich mit großer Freude. Die Weihe im Jahr der Barmherzigkeit sehe ich deshalb als besondere Gnade an.“

Der Regensburger hat sein Abitur am Albertus-Magnus-Gymnasium in Regensburg gemacht. Hier hat er auch Wehrdienst absolviert. Beruflich hat Hans-Jürgen Treittinger schon einige Stationen hinter sich: Er hat in Hof studiert und war später im Liegenschaftsamt der Stadt Regensburg als Beamter tätig. Nach seiner Entscheidung für das Priesteramt hat es ihn an die Theologisch Philosophische Hochschule in Heiligenkreuz bei Wien gezogen. Im dortigen Priesterseminar Leopoldinum war er Seminarist. Sein Pastoralpraktikum hat er in der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Leiblfing gemacht.

Die Heimatprimiz von Hans-Jürgen Treittinger ist am 3. Juli um 10 Uhr in der Pfarrei Herz Jesu in Regensburg.

Peter Treittinger: „Gott lässt den nicht im Stich, der seine Hoffnung auf ihn setzt“

Auch Peter Treittinger war jahrelang Beamter bei der Stadtverwaltung Regensburg, bevor ihn der Ruf Gottes ereilt hat. Dieser Ruf in seinem Herzen hat sich immer mehr und mehr verstärkt, sodass er schließlich bereit war, einen neuen Lebensweg einzuschlagen. Daraufhin hat er ein Studium an der Theologisch Philosophischen Hochschule in Heiligenkreuz angefangen. Sein Pastoralpraktikum hat er in der Pfarrei St. Ägidius in Hainsacker absolviert.

„Gott ist treu. Er lässt den nicht im Stich, der seine Hoffnung auf ihn setzt.“ Seinen Primizspruch „Wirf deine Sorgen auf den Herrn, er hält dich aufrecht“ (Ps 55,23)  hat er aus diesem Grund ausgewählt. 

Im Priesterberuf freut er sich vor allem darauf, die Sakramente spenden zu dürfen. „Ich halte es für wichtig, dass ein Priester sich bewusst ist, dass er Jesus Christus in seiner Zeit und an seinem Ort repräsentieren soll. Die Sakramente sind sichtbare Zeichen für eine unsichtbare Gnade Gottes. Ich  freue mich darauf, den Menschen die Heilung und Befreiung Gottes und durch Jesus Christus zu vermitteln.“

Peter Treittinger wird seine Primiz ebenfalls am 3. Juli um 10 Uhr in Regensburg feiern – zusammen mit seinem Zwillingsbruder Hans-Jürgen Treittinger.

Florian Rein: "Mit Menschen arbeiten macht mir Freude"

"Gelobt sei der Herr, der mein Fels ist" (Ps 144,1). Auf Gott, sagt Florian Rein, könne man sich immer verlassen. "Er ist standhaft und hält zu den Menschen." Für den 25-Jährigen ist die Arbeit mit Menschen etwas, auf das er sich in seinem zukünftigen Amt als Priester besonders freut. Zu seiner Entscheidung, Priester zu werden, hat aber auch noch etwas Anderes beigetragen: Er hat in der heiligen Messe etwas sehr Erfüllendes gefunden. "In dieses Geheimnis Gottes wollte ich mich tiefer begeben." Auf die Feier der Eucharistie in der Gemeinschaft der Kirche freut er sich deshalb besonders. "Es ist sehr wichtig, dass man sich an den Menschen orientiert, dabei aber nie den Blick auf Gott und seinen Sohn Jesus Christus vergisst."

Geboren wurde Florian Rein in Reutlingen in Baden-Württemberg. In Engstingen im Landkreis Reutlingen befindet sich auch seine Heimatpfarrei St. Martin. Eine wichtige Erfahrung war für ihn ein Auslandsjahr in den USA, in dem er bei einer kirchlich sehr engagierten Familie gelebt hat.

Die Primiz wird Florian Rein in Engstingen am 26. Juni um 10 Uhr feiern.

Florian Weindler: „Mit den Aufgaben wachsen die Möglichkeiten“

„Herr, du hast Worte des ewigen Lebens“ (Joh 6,68) – für Florian Weindler ist dieser Satz aus dem Mund des Petrus eine Reaktion auf die Menschen, die Jesus verlassen. Gleichermaßen weist Petrus damit den richtigen Weg. „Er gibt uns Hoffnung, besonders in der heutigen Zeit.“ Gemäß seines Primizspruchs findet Florian Weindler es wichtig, die Botschaft Jesu weiterzutragen und auch zu leben.

„Ich bin mir bewusst, dass keine leichte Aufgabe vor mir liegt“, so der 33-Jährige. Dennoch freut er sich auf sein zukünftiges Amt. Besonders darauf, dass mit den auf ihn zukommenden Aufgaben auch die Möglichkeiten wachsen, mit Menschen zu arbeiten und Gott näher zu bringen.

Interesse am Priesterberuf hatte der Nittenauer schon früh. Er war lange und aktiv als Ministrant tätig und hat in Regensburg das Domspatzen-Gymnasium besucht. Außerdem hat er eine enge Beziehung zum Kolpingverein.

Die Berufung hat ihn während seines Zivildienstes ereilt. Deswegen hat er danach auch sogleich ein Theologiestudium begonnen, dieses jedoch nach zwei Jahren abgebrochen. Doch der Gedanke ans Priestertum ließ ihn nicht los. Nach einer Schreinerlehre fing er ein zweites Theologiestudium am Studium Rudolphinum in Regensburg an. Den Pastoralkurs hat er in der Pfarrei  St. Pankratius in Roding gemacht.

Die Primiz von Florian Weindler findet am 10. Juli um 13.30 Uhr in der Pfarrkirche Mariä Geburt in Nittenau statt.

Einladung zur Priesterweihe und Bitte um Unterstützung

Zur Mitfeier der Priesterweihe sind Sie herzlich eingeladen! Bischof Rudolf Voderholzer wird die Weihe am Samstag, 25. Juni 2016 um 8.30 Uhr im Regensburger Dom St. Peter spenden.

So wichtig für den Berufungsweg der angehenden Priester bis jetzt die Begleitung, Ermutigung und Unterstützung durch Menschen war: in den letzten Tagen vor der Priesterweihe bitten die Weihekandidaten ganz besonders um Ihr Gebet und Ihre wohlwollende Unterstützung. Diese Bitte erstreckt sich über die Priesterweihe hinaus auf das weitere Leben und Wirken der künftigen Priester, denn: Priester sein kann man schwer allein.

Über die Bedeutung des Sakraments der Weihe können Sie sich hier informieren.

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