Unsere Weihekandidaten – Priesterweihe am 27. Juni 2015

17.06.2015
hinten v. links: Herr Bernhard Pastötter, Adam Karolczak, Martin Popp, P. Markus Seidler; vorne: Präfekt Gerhard Pöpperl, Regens Martin Priller, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Weihbischof und Spiritual Dr. Josef Graf, Subregens Matthias Ambros

In diesem Jahr sind es drei – zwei für die Diözese Regensburg, einer für die Kongregation der Augustiner Chorherren:  Am Samstag, 27. Juni 2015, 8.30 Uhr werden die Diakone Adam Karolczak , Martin Popp und Herr Bernhard Pastötter  C.R.V.  im Regensburger Dom  die Priesterweihe empfangen. Kurz darauf, am 11. Juli 2015, wird der Passionist P. Markus Seidler CP im Kloster Schwarzenfeld für seinen Orden zum Priester geweiht werden.

Wer sind diese Männer? Und was führte sie zu der Entscheidung, sich als Priester ganz für Gott und die Menschen in den Dienst nehmen zu lassen? Wie verstehen sie ihren zukünftigen Dienst als Priester? Hier stellen wir Ihnen die Kandidaten vor.


Diakon Adam Karolczak

Adam Karolczak: „Menschen zu einer persönlichen Gottesbeziehung führen“

„Menschen in ihrem persönlichen Glauben an Gott bestärken, sie zu einer persönlichen Gottesbeziehung hinführen, weil darauf alles andere aufbaut“, das ist für Adam Karolczak, 30 Jahre,  ein zentrales Anliegen in dem Dienst, den er bald als Priester ausführen wird. In einer Zeit, in der viele Menschen sich vom Glauben abwenden, will er deutlich machen: „Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens“ (Joh 6,68) – so der Primizspruch des Weihekandidaten.

Adam Karolczak wurde in Gdingen/ Polen geboren, zog aber als Kind mit seiner Familie nach Amberg, später dann nach Sulzbach-Rosenberg. Als Jugendlicher war er dort Ministrant in der Pfarrei St. Marien. Priester zu werden, kam Adam Karolczak aber erst einmal nicht in den Sinn. Mit dem technischen Fachabitur in der Hand, studierte er deshalb nach dem Zivildienst einige Semester Maschinenbau an der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Regensburg. Er spürte aber, dass sein Weg ein anderer sein sollte. Diesen Weg zu finden, half ihm ein Freund aus der Heimatpfarrei, der selbst auf dem Weg zum Priester war. Er motivierte ihn, sich bei den Informations- und Schnuppertagen das Leben und die Ausbildung im Regensburger Priesterseminar anzusehen. Mit der Zeit erkannte Adam Karolczak für sich den Anruf Jesu: „Er braucht Priester, die seine Worte in der heutigen Zeit verkünden und den Menschen durch die Sakramente die Nähe Gottes zusagen“. 

Sein Studium der Theologie und Philosophie absolvierte Adam Karolczak über den Dritten Bildungsweg im Bischöflichen Studium Rudolphinum. Als Pastoralpraktikant wirkte Adam Karolczak in der Pfarrei St. Laurentius Neustadt/Donau. Ab Dezember 2014 tat er dort bis vor kurzem seinen Dienst als Diakon. 

Adam Karolczak wird am 05. Juli 2015, um 10 Uhr in St. Marien, Sulzbach, seine Heimatprimiz feiern.

Diakon Martin Popp



Martin Popp: „Einfach für die Menschen da sein, ihnen zuhören und durch die Sakramente Gott zeigen“

Noch lange bevor Martin Popp daran dachte, Priester zu werden, ging ihm die Darstellung der Ölberg-Szene im Regensburger Domgarten sehr nahe. Verstärkt wurde das durch das „In monte oliveti“ von Orlando di Lasso, das er als Kind und Jugendlicher mit den Regensburger Domspatzen jeweils am Gründonnerstag dazu singen durfte. So tauchte das „Fiat voluntas tua“ („Dein Wille geschehe“, Mt 26,42) immer wieder als Motiv in seinem Leben auf. Deshalb wählte der 26-Jährige es jetzt auch als Primizspruch. Er hat für sich Gottes Wille erkannt, „als Priester Gott und den Menschen zu dienen“. Besonders wichtig für ihn ist es, „einfach für die Menschen da zu sein, ihnen zuzuhören, besonders auch durch die Spendung der Sakramente ihnen Gott zu zeigen! Gerade junge Menschen sind dafür sehr aufgeschlossen und man merkt schon, vor allem als junger Seelsorger, dass man für sie besonders da sein muss.“

Martin Popp wuchs in Leonberg auf, seine Heimatpfarrei ist St. Leonhard. Schon als Kind war er begeistert von der Kirchenmusik, weshalb er mit Freuden Regensburger Domspatz wurde. Nach dem Abitur wollte er eigentlich Politik studieren. Aber dann kam alles anders. Warum? Wie bei vielen anderen Kandidaten war auch für die Berufungsfindung von Martin Popp erst einmal wichtig, dass ihn jemand ansprach auf die Möglichkeit, Priester zu werden. In seinem Fall war es der Internatsdirektor, der ihn kurz vor dem Abitur zu den Schnuppertagen ins Priesterseminar schickte: „Das könnte doch was sein“ - der Beginn einer Phase des Herantastens, aus der im Laufe der Jahre die Überzeugung wurde, „dass dieser Weg meine Berufung ist und es sich lohnt, ihn zu gehen.“

Martin Popp durchlief den klassischen Ausbildungsweg zum Priester. Neben seiner studienbegleitenden Ausbildung im Priesterseminar studierte er Theologie und Philosophie an der Fakultät für katholische Theologie an der Universität Regensburg. Danach war er Pastoralpraktikant und ab Dezember 2014 Diakon in der Pfarrei St. Georg in Amberg. 

Die Heimatprimiz in Leonberg wird Martin Popp am 05. Juli 2015 um 10.00 Uhr am Schlossplatz feiern. 

Um mehr über Martin Popp zu erfahren, sehen Sie sich unsere laufende Videoreihe über Martin Popp - auf dem Weg zum Priester an. 

Diakon Herr Bernhard Pastötter C.R.V.

Herr Bernhard Pastötter C.R.V.: „Dienst am Volk Gottes“

Auch der Primizspruch von Herrn Bernhard Pastötter C.R.V, 28 Jahre, hat viel damit zu tun, wie er seinen zukünftigen Dienst als Priester und Ordensmann versteht: „Das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkünden: Gott ist Licht und keine Finsternis ist in ihm“ (1 Joh 1,5). In diesem Wort sieht Herr Bernhard die Kernbotschaft des christlichen Glaubens auf bildliche Weise ausgedrückt: „Gott macht das menschliche Leben hell und verleiht tiefe Freude.“ Diese Zusage ist für den jungen Weihekandidaten sowohl Geschenk als auch Auftrag: Die frohe Botschaft muss verkündet werden. Seine innere Gewissheit, dass Gott ihn zum Dienst als Priester und Ordensmann ruft, empfindet er „als wertvollen Schatz, den ich aber nicht für mich selbst empfangen habe, sondern für den Dienst am Volk Gottes“.

Geboren und aufgewachsen ist Herr Bernhard im Berchtesgadener Land in Oberbayern. Zu den Augustiner Chorherren kam er im Jahr 2007. Herr Bernhard hat sein Studium der Theologie und Philosophie an der Fakultät für katholische Theologie der Universität Regensburg absolviert. Er kam dazu über den Zweiten Bildungsweg: Sein Abitur hat er an der Spätberufenenschule in Waldram erworben. Als Pastoralpraktikant und Diakon wirkte Herr Bernhard bis vor kurzem in der Pfarrei St. Johannes in Dingolfing.

Herr Bernhard Pastötter C.R.V. wird von Bischof Rudolf Voderholzer nicht für das Bistum, sondern für seinen Orden, die Kongregation der Augustiner Chorherren von Windesheim, zum Priester geweiht. Er wird im Bistum Regensburg aber auch in der Seelsorge in Pfarreien tätig sein. 

Seine Klosterprimiz wird Herr Bernhard am 28. Juni 2015 um 18.00 Uhr in der Propsteikirche St. Michael in Paring feiern. Seine Heimatprimiz in Saaldorf wird am 5. Juli 2015 um 10.00 Uhr sein.

Diakon P. Markus Seidler CP

P. Markus Seidler CP: „Für Gott und die Menschen glauben, leben und da sein“

Nicht im Dom gemeinsam mit den anderen Kandidaten, sondern in der Kirche seines Klosters in Schwarzenfeld wird der Passionist P. Markus Seidler CP von Bischof em. Wilhelm Schraml am 11. Juli 2015 um 9.30 Uhr für seinen Orden zum Priester geweiht. Für ihn und seinen zukünftigen Dienst als Priester und Ordensmann ist die Gewissheit bedeutend, in Gottes Liebe und Wahrheit leben zu dürfen. Sie schenkt „eine große Freiheit in der Tiefe unseres Herzens und lässt uns aufrichtig vor Gott und den Mitmenschen sein.“ Diese Gewissheit motiviert P. Markus Seidler CP, 41 Jahre, „für Gott und die Menschen als Priester Jesu Christi glauben, leben und da sein“ zu wollen.

Weil es gut und heilsam ist „zu glauben, dass der Vater unser ganzes Sein in seinen Händen hält und für uns sorgt“, hat P. Markus Seidler CP seinen Primizspruch gewählt: „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist“ (Lk 23,46).

P. Markus Seidler CP ist in Tauberbischofsheim aufgewachsen. Vor seinem Eintritt in den Orden war er Gemeindereferent in Mittenwald. Sein Studium der Philosophie und Theologie absolvierte er über den Dritten Bildungsweg im Bischöflichen Studium Rudolphinum.

Die Klosterprimiz von P. Markus in Schwarzenfeld wird am 12. Juli 2015 um 9.30 Uhr sein. Am 26. Juli 2015, 9.30 Uhr, wird er seine Heimatprimiz in Tauberbischofsheim feiern.

Einladung zur Priesterweihe und Bitte um Unterstützung

Sie sind sehr herzlich eingeladen zur Mitfeier der Priesterweihe, die Bischof Dr. Rudolf Voderholzer spenden wird, am Samstag, 27. Juni 2015, 8.30 Uhr im Regensburger Dom St. Peter.

In Vorbereitung auf die Priesterweihe wird am Vorabend in der Kirche des Priesterseminars, St. Jakob, die Vigilfeier eröffnet. Die Kirche bleibt die ganze Nacht über geöffnet. Alle sind eingeladen, dort bei ausgesetztem Allerheiligsten für die Weihekandidaten zu beten. 

In den letzten Tagen vor der Priesterweihe bitten die Weihekandidaten ganz besonders um Ihr Gebet und Ihre wohlwollende Unterstützung – auch über die Weihe hinaus, denn: Priester sein kann man nicht allein.  


Zum Sakrament der Priesterweihe

Informieren Sie sich hier über die Bedeutung des Sakraments der Weihe
(mk)

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