Katholische Betriebsseelsorge im Bistum Regensburg

Nah bei den Menschen in der Arbeitswelt

Schwerpunkt der Betriebsseelsorgearbeit ist der unmittelbare Kontakt zu Betrieben und zu Beschäftigten. Erste Ansprechpartner sind hier die Betriebs- und Personalräte als gewählte Vertreter der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Für sie, die oft zwischen zwei Stühlen sitzen, gibt es Gesprächs- und Schulungsangebote, Oasentage sowie Informationen zu sozialethischen Fragestellungen. In den Betrieben selbst sind die Betriebsseelsorger gefragte Referenten bei Betriebs- und Personalversammlungen.

Wir interessieren uns für Ihre Arbeitswelt.

Ansprechpartner

Leiter der Betriebsselsorge: Richard Wittmann
Sozialpädagoge Andreas Lammel

Leiter der Betriebsseelsorge ist Betriebsseelsorgereferent Richard Wittmann. Er konzipiert und plant die betriebsbezogene Arbeit der Betriebsseelsorge und sorgt für einen guten und engen Kontakt zu Arbeitnehmervertretern und Führungskräften in Industrie, Dienstleistung und öffentlicher Verwaltung.

Sozialpädagoge Andreas Lammel arbeitet mit einer 50%-Stelle als Bildungsreferent in der Betriebsseelsorge. Er ist u.a. Ansprechpartner für die regionalen „Allianzen für den freien Sonntag“.

Kontakt

Richard Wittmann (Gemeindereferent)
Leiter der Fachstelle Betriebsseelsorge

 

Hauptabteilung Seelsorge
Fachstelle Betriebsseelsorge
Adolf-Kolping-Platz 1
92637 Weiden i.d.OPf.
Tel.: 0961/39880039
E-Mail: r.wittmann@betriebsseelsorge-regensburg.de

weitere Informationen

Die Kath. Betriebsseelsorge im Bistum Regensburg versteht ihren pastoralen Dienst in Brückenfunktion zwischen Arbeitswelt und Kirche.

Guten Kontakt unterhält man zu den DGB-Gewerkschaften, aber auch zu Führungskräften verschiedener größerer Unternehmen. Zudem besteht eine enge Zusammenarbeit mit der KAB und der CAJ, sowie eine gute Kooperation mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der Evang.-Luth. Kirche.

 

Seelsorge in der Arbeitswelt


Solidarität zeigt man als Seelsorge in der Arbeitswelt insbesondere bei Betriebsschließungen oder Massenentlassungen. Dann stehen die Seelsorger an der Seite der Betroffenen und organisieren Gesprächs- und Begegnungsmöglichkeiten.

Überhaupt hat man ein offenes Ohr für die Anliegen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, sowie Führungskräften und Unternehmensverantwortlichen. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Konfession oder Religion jemand angehört.

Innerkirchlich bietet die Betriebsseelsorge auf Pfarrei- und Dekanatsebene Vorträge zu sozialethischen und arbeitsweltbezogenen Themen an.


Priester, Diakone, pastorale Mitarbeiter/-innen und auch Pfarrgemeinderatsmitglieder werden bei Fortbildungen für eine arbeitsweltbezogene Pastoral sensibilisiert und angeregt, sich vor Ort dem Thema „Kirche und Arbeitswelt“ zu stellen. Die Seelsorger in den Dekanaten unterstützt man bei der Kontaktaufnahme mit Betrieben und bei der Organisation von Werksbesuchen.


Als Experten für Katholische Soziallehre und wegen ihrer Erfahrungen aus Betriebskontakten und Gesprächen mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern werden die Betriebsseelsorger als Podiumsteilnehmer und Mitwirkende an Fachgesprächen angefragt.


Die Betriebsseelsorge war Mitinitiator der „Allianz für den freien Sonntag“. Zusammen mit Verbänden und kirchlichen Diensten beider Konfessionen und mit den Gewerkschaften setzt sich die Betriebsseelsorge für den Erhalt des arbeitsfreien Sonntags und für eine Erneuerung der Sonntagskultur ein.


Orientierung für die Arbeit in der Betriebsseelsorge geben die Botschaft Jesu Christi und die Texte der Katholischen Soziallehre. Als eine Art „roter Faden“ dienen zudem die Leitlinien für katholische Betriebs- und Arbeitnehmerseelsorge in Deutschland aus dem Jahr 2010.


Entscheidende Impulse für die Seelsorge in der Arbeitswelt bekam man durch das II. Vatikanische Konzil (Dekret „Gaudium et spes“) und die „Würzburger Synode“ (Beschluss „Kirche und Arbeiterschaft“).

 
Im Bistum Regensburg gibt es die Betriebsseelsorge seit 1963. Entsprechend den seither eingetretenen Veränderungen in der Arbeitswelt haben sich die Ansätze und die Schwerpunkte der Betriebspastoral verändert. 


Die 1960er bis 1980er Jahre waren von der Vernetzung der katholischen Arbeitnehmerschaft in und aus einzelnen Betrieben (Kernkreise, Betriebsgruppen) geprägt. Zudem wurde auf die Bildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, insbes. derer in einfachen Tätigkeiten, Wert gelegt.


In den 1980er und 1990er Jahren brach im Norden des Bistums die Porzellan-, Glas- und Textilindustrie weitgehend zusammen. Tausende von Arbeitsplätzen gingen verloren und sehr viele Beschäftigte hatten keinerlei Perspektiven für eine Anschlussbeschäftigung. Daher lag in diesen Jahren der Schwerpunkt auf der Begleitung von Betriebsräten, der Beratung von Entlassenen und Arbeitslosen, sowie der Solidarisierung mit den Betroffenen.


Heute liegt das Hauptaugenmerk auf der Begegnung und der Arbeit mit Betriebs- und Personalräten, sowie mit Führungskräften. Ein großes Anliegen ist zudem, die betrieblichen Akteure für eine Rückbesinnung auf Werte und ethische Grundhaltungen zu sensibilisieren.


Aktuelle Herausforderungen sind die fortschreitende Digitalisierung in der Arbeitswelt und die anstehenden Veränderungen bei der im Bereich der Diözese Regensburg stark vertretenen Automobil- und Automobilzulieferindustrie.

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