Bischof Voderholzer gibt Friedenslicht aus Betlehem an junge Menschen weiter

14.12.2015

Rund 900 Kinder und Jugendliche wollten Lichtträger sein: Sie alle waren am Sonntagnachmittag zur Übergabefeier des Friedenslichts, die von der Deutschen Pfadfinder- und der Pfadfinderinnenschaft St. Georg gestaltet wurde, in die Regensburger Obermünsterruine gekommen. Dort gab Bischof Rudolf Voderholzer im Rahmen einer Andacht das Feuer an Pfadfindergruppen und Ministranten aus dem ganzen Bistum weiter. Das brennende Licht des Friedens soll möglichst viele Menschen erreichen, gerade auch diejenigen, die derzeit nicht in Frieden leben können. Deshalb bringen die Jugendlichen das Friedenslicht mit in ihre Heimatpfarrei – tragen es aber auch in soziale Einrichtungen weiter: beispielsweise in Kindergärten, Schulen, Altenheime oder Flüchtlingsunterkünfte. 

„Es gibt so viele Leute, die darauf warten, dass jemand kommt…“

Gerade in den während des Zweiten Weltkriegs zerstörten Mauern der ehemaligen Obermünsterkirche ist die Übergabefeier unter dem Leitmotiv „Hoffnung schenken – Frieden finden“ ein besonders starkes Symbol gegen Hass und Gewalt. „Unsere Feier ist ein Zeichen, dass wir die Hoffnung nicht aufgeben und trotz so mancher Unheilsbotschaften und terroristischer Aktionen festhalten an der Mission des Friedens“, betonte Gerhard Pöpperl, Leiter der Diözesanstelle Berufungspastoral. Bischof Voderholzer wünschte den Jugendlichen, dass sie „über den Brauch selbst zu Lichtern“ werden: „Es gibt so viele Leute, die darauf warten, dass jemand kommt, der ihnen etwas Gutes sagt, der ihnen Hoffnung und Zuversicht bringt.“ Deshalb brauche es besonders viele junge Menschen, die aufmerksam sind für die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen und die innerlich entflammt sind, um für den Frieden einzutreten. „Ich setze auf euch, ihr seid Lichtblicke“, rief der Regensburger Bischof den jungen Menschen zu.

Weitere Eindrücke zur Übergabefeier finden Sie in unserem Bilderalbum zum Friedenslicht.

Von Betlehem nach Regensburg

Bis es in Regensburg angekommen war, hatte das Licht bereits einen weiten Weg hinter sich. Von der Geburtsgrotte Jesu Christi, in der die Flamme entzündet worden war, ist es nach ganz Europa und darüber hinaus getragen worden: so unter anderem auch nach Wien. Dort nahm es ein Pfadfinderstamm aus Mitterteich entgegen und brachte das Licht nach Regensburg. Der Brauch des Friedenslichts aus Betlehem ist 1986 durch den Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen worden.

Voderholzer wünschte den Jugendlichen, dass sie „über den Brauch selbst zu Lichtern“ werden: „Es gibt so viele Leute, die darauf warten, dass jemand kommt, der ihnen etwas Gutes sagt, der ihnen Hoffnung und Zuversicht bringt.“ Deshalb brauche es besonders viele junge Menschen, die aufmerksam sind für die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen und die innerlich entflammt sind, um für den Frieden einzutreten. „Ich setze auf euch, ihr seid Lichtblicke“, rief der Regensburger Bischof den jungen Menschen zu.

 

 

Online Welt wieder einblenden

Onlinewelt öffnen
Onlinewelt schließen