Dem Geheimnis der Weihnacht auf der Spur - Erster ökumenischer Krippenweg setzt Maßstäbe der Hoffnung in bewegter Zeit

17.11.2020

Regensburg folgt dem Stern – unter diesem Motto findet ab 28. November 2020 der Erste ökumenische Krippenweg (bei Klick - weitere Infos!) statt. Am Wochenende vom 1. Advent (Sonntag, 29. November) beginnt die vorweihnachtliche Adventszeit. Pünktlich dazu und auf das große Hochfest hin sind an 61 Orten, hauptsächlich in der Regensburger Altstadt, in Schaufenstern wie auch in öffentlich zugänglichen Gebäuden Weihnachtskrippen zu sehen und auch zu bestaunen. In diesen Tagen wird in der Regensburger Altstadt, aber auch darüber hinaus bereits eifrig gewerkelt, und in zahlreichen Schaufenstern bauen Mitglieder des Regensburger Krippenvereins sowie weitere die Szenen auf. Am Samstag, 28. November, werden Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Regionalbischof Klaus Stiegler und Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer vor dem Alten Rathaus bei Beachtung der gebührenden Corona-Maßregeln die Initiative eröffnen, die im Übrigen nicht die letzte dieser Art sein soll.

In den Krippen wird das biblische Geschehen von Bethlehem sichtbar: Christi Geburt. Der Krippenweg soll Einheimische wie Besucher an den wahren Grund dieser besonderen Zeit erinnern und gleichzeitig, in ohnehin schwierigen Zeiten, für eine stimmungsvolle Atmosphäre in der Stadt sorgen. Die Idee zum Ersten ökumenischen Krippenweg geht auf Bischof Dr. Rudolf Voderholzer sowie auf Regionalbischof Klaus Stiegler zurück, denen die Ökumene der christlichen Gemeinschaften ein besonderes Anliegen ist. Die Stadt Regensburg greift all dies gerne auf und hat daher das Projekt mit Unterstützung des Stadtmarketing Regensburg, der Krippenfreunde und des Kulturreferats auf den Weg gebracht. Die breitgefächerte Ausstellung im öffentlichen Raum findet bis zum 6. Januar statt – wenn die Heiligen Drei Könige schließlich bei der Geburtsszene angekommen sind, um dem neugeborenen Heiland zu huldigen.

Der Vorsitzende des Regensburger Krippenvereins, Franz Glas, ist dabei sehr positiv gestimmt. Er erklärt, trotz Corona-Auflagen lasse sich der Erste ökumenische Krippenweg „gut begehen“. Präsentiert werden in Regensburg Krippen unterschiedlichster Stile und Herkünfte. Bischof Rudolf Voderholzer beteiligt sich an dem Gemeinschaftsprojekt ganz konkret. Für sieben Vitrinen an der Alten Wache am Neupfarrplatz stellt er sehenswerte Krippen zur Verfügung. Sterne sollen den Weg zu den über 60 Stationen leuchten: „Niederschwellig, anrührend und öffentlich mitten in der Stadt erinnern wir an das Zentrum von Weihnachten und setzen einen deutlichen Akzent christlicher Verkündigung“, sagt der evangelische Regionalbischof Klaus Stiegler.

Im Haus der evangelischen Kirche „Am Ölberg“ wird beispielweise eine schwebende Krippe zu sehen sein, die die Figuren der Heiligen Familie bei der Geburt Jesu zeigt. In der Neupfarrkirche ist eine feste Krippe geplant, bei der mit der Verkündigung, der Herbergssuche von Maria und Josef, der Heiligen Nacht und der Huldigung durch die Heiligen Drei Könige der Weihnachtskreis nachgestellt wird, weiß Krippenvereinsvorsitzender Franz Glas.

Der Krippenweg bilde den Facettenreichtum christlicher Darstellungskunst ab. Deshalb finde man in Regensburg auch orientalische, volkstümliche, ja sogar Krippenfiguren, die in Oberpfälzer Tracht gewandet sind, sagt Glas weiter. Eine neapolitanische, reich verzierte Krippe werde bei einem Antiquitätenhändler in der Kramgasse in der Auslage zu sehen sein. Regensburger Kaufleute stellen etwa die Hälfte der Krippen. Schon jetzt freut sich Krippenvereinsvorsitzender Glas auf den ersten ökumenischen Krippenweg, den er als Katholik mit evangelischer Ehefrau gerne besuche. „Dieser Weg ist ein Ruhepol zur Besinnung und eine gute Vorbereitung auf die Weihnachtszeit.“

Zu sehen sind Krippen, um nur einige wenige weitere Stationen des Krippenwegs zu nennen, in der Basilika Alte Kapelle, in St. Kassian, im Historischen Museum der Stadt, bei der Regierung der Oberpfalz, bei Bücher Pustet in der Gesandtenstraße, bei den Whisky Brothers, im Hotel Bischofshof am Dom, im Kolpinghaus Regensburg, im Hohen Dom St. Peter, in der Niedermünsterkirche, im Restaurant Leerer Beutel und in der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik sowie bei La Donna Moden. Ein umfangreiches Begleitangebot von Gottesdiensten bis zu Führungen ist vorgesehen, über das rechtzeitig informiert wird. Der Regionalsender TVA berichtet über den Ersten ökumenischen Krippenweg. Insbesondere die Sendereihe „Kaum zu glauben?“ wird am Samstag, 12. Dezember, ab 18.30 Uhr der Frage nachgehen, warum die Geburt Christi und somit Weihnachten kein Märchen, sondern eine Tatsache sind.

Mehr Informationen unter www.jahreskrippen.de und www.regensburg-stern.de.

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