„Die Krippen sorgen dafür, dass Weihnachten Weihnachten bleibt“ – Bischof Rudolf Voderholzer besuchte Ausstellung der Krippenfreunde Schnaittenbach

03.12.2019
Auch große Krippen mit entsprechend geschnitzten Figuren waren ausgestellt.

Als begeisterter Krippenfreund und -sammler nimmt Bischof Rudolf Voderholzer viele Gelegenheiten im Bistum Regensburg wahr, um Weihnachtskrippen zu besichtigen. So führte ihn am Nachmittag des ersten Adventssonntags der Weg ins Rathaus der Stadt Schnaittenbach zur dortigen Krippenausstellung.

Stadtpfarrer Josef Irlbacher, Pfarrvikar Adaikalam Donald Michael, Bürgermeister Josef Reindl und der Stellvertretende Vorsitzende des erst im Mai gegründeten Vereins „Krippenfreunde Schnaittenbach“ Peter Pichl hießen den Gast willkommen und führten ihn zur Ausstellung im ersten Stock des Kulturstadels. In Vertretung des erkrankten Ersten Vorsitzenden Uli Reindl erläuterte dessen Bruder Stefan Reindl die Hintergründe dieser Ausstellung. Seit 28 Jahren gibt es hier die Tradition der Krippenausstellung, die bisher von der örtlichen Feuerwehr organisiert wurde. Als sich diese nicht mehr dazu in der Lage sah, plädierte ein Kreis von besonders an dieser Sache interessierten Personen für eine Weiterführung der Tradition und die Gründung eines eigenen Vereins, der „Krippenfreunde Schnaittenbach“ im Mai 2019. Dieser hielt in der Folge zwei Krippenbaukurse ab – einen für Kinder (neun Teilnehmer) und einen für Erwachsene (acht Teilnehmer). Die Ergebnisse können auch bei der Ausstellung besichtigt werden. „In der Ausstellung legen wir Wert auf die unterschiedlichsten Stile“, betonte Stefan Reindl. Und so sind Weihnachtskrippen aus verschiedenen Regionen (z.B. Oberpfalz, Südtirol, Orient, Böhmen) und Materialien bzw. Techniken zu sehen, wobei manches Exemplar durchaus etwas progressiv daherkommt.

Diese Krippe ist im Stil der Grulicher Krippen (Böhmen) gebaut.
Die Wurzel-Kugel-Krippe, die sich sogar noch dreht und damit mehrere Szenen zeigt.

Mannigfaltige Darstellungen der Geburt Christi

Bischof Voderholzer erklärte, dass er in der Presse von der Schnaittenbacher Ausstellung gelesen und daraufhin sofort Kontakt aufgenommen habe. „Es ist gut, dass Sie diese Tradition nicht aufgeben“, sagte er zur Gründung des örtlichen Krippenvereins. Er wies auf seine eigene Krippensammlung hin. Für den Oberhirten ist dabei besonders schön, dass ein Thema – die Geburt Christi in einem Stall oder einer Höhle – so viele Variationen in der Darstellung hervorbringt, die jeweils auf individuellen Vorstellungen und Gedanken beruhen. Außerdem ist für ihn ein Aspekt wichtig: „Die Krippen sorgen dafür, dass Weihnachten Weihnachten bleibt“.

Stefan Reindl erläuterte Bischof Voderholzer die einzelnen Krippen, hier einige der bei den eigenen Krippebaukursen entstandenen Exemplare.

Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Schnaittenbach

Bei der Führung durch Stefan Reindl erfuhr Bischof Voderholzer interessante Details zu den einzelnen Krippen, zum Teil persönlich auch durch die jeweiligen Krippenbauer. Eine Krippe im Stil des böhmischen Städtchens Grulich beeindruckte den Bischof ebenso wie eine Wurzel-Kugel-Krippe oder auch ein Fatschen-Kindl, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Angedacht ist, so Stefan Reindl, eine Jahreskrippe. Eine bis zur Bibelerzählung der Emmaus-Jünger reichende Krippe gibt es bereits im Schnaittenbacher Kräutergarten. Diese Krippe und den Kräutergarten besichtigte Bischof Rudolf nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Schnaittach. Und natürlich stattete der Oberhirte nach der Visite in der Pfarrkirche auch dem Vorweihnachtsmarkt im Innenhof des Rathauses einen Besuch ab, zumal sich hier Bischof Nikolaus angesagt hatte. Mit diesem und den Kindern plauderte der Regensburger Oberhirte.

Bereits zum zweiten Mal trug sich Bischof Voderholzer ins Goldene Buch der Stadt Schnaittenbach ein. Flankiert von 1. Bürgermeister Josef Reindl, 2. Bürgermeister Uwe Bergmann, Stadtpfarrer Josef Irlbacher, stellvertretenden Vorsitzenden der „Krippenfreunde Schnaittenbach“ Peter Pichl und Pfarrvikar Adaikalam Donald Michael
Im Schnaittenbacher Kräutergarten befindet sich eine Krippe, die inhaltlich bis zu den Emmaus-Jüngern geht.
Bischof Nikolaus und Bischof Rudolf beim Weihnachtsmarkt.

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