Gründonnerstag im Regensburger Dom – „Zeichen des Dienens und der Demut“

25.03.2005
Diözesan-Caritasdirektor Msgr. Bernhard Piendl, Bischof Gerhard Ludwig und Prälat Dr. Josef Schweiger (Direktor der Katholischen Jugendfürsorge) bei der Fußwaschung (v.l.)

(pdr) Die Einsetzung der hl. Eucharistie beim letzten Abendmahl stand im Mittelpunkt der Predigt von Bischof Gerhard Ludwig beim Gründonnerstagsgottesdienst. Mehrere Hundert Gläubige waren in dem Regensburger Dom St. Peter gekommen, um gemeinsam die Missa vespertina zu feiern. Musikalisch gestalteten der Konzertchor und Nachwuchschor der Regensburger Domspatzen die Feier.

Liturgische Besonderheit war die Fußwaschung im Anschluss an die Predigt. Dabei wusch Bischof Gerhard Ludwig begleitet von Diözesan-Caritasdirektor Msgr. Bernhard Piendl und dem Direktor der Katholischen Jugendfürsorge, Prälat Dr. Josef Schweiger, zwölf Gläubigen aus der Diözese in einem symbolischen Akt die Füße. Eingeladen waren sechs Mitglieder der Katholischen Beratungsstelle für Ehe, Familien- und Lebensfragen, die in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen feiert, sowie im Hinblick auf den bevorstehenden Weltjugendtag in Köln sechs Vertreter von Jugendverbänden.

„Bei der Fußwaschung geht es nicht um ein historisches Passionsspiel“, so der Regensburger Bischof. „Die Liturgie soll ein Zeichen des Dienens und der Demut sein. Die uneigennützige und vorbehaltlose Liebe, die Jesus bei der Fußwaschung im Abendmahlsaal den Jüngern und uns allen als Vorbild vor Augen gestellt hat, steht in einem inneren Zusammenhang mit der an diesem Abend von Jesus eingesetzten Eucharistie. Wer die Eucharistie versteht, der versteht etwas vom Leben Gottes und von seiner Liebe.“ Die Symbolhandlung verdeutliche, dass es Jesus nicht um Herrschaft und Macht gehe, sondern dass er vielmehr „unser aller Knecht geworden“ sei. „Auf diese Liebe Christi führt die Fußwaschung hin. Jesus Christus, der Sohn Gottes, zeigt seine dienende Liebe darin, dass er den Jüngern mit der Fußwaschung einen Sklavendienst leistet.“

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