Jedes Leben zählt und ist kostbar – Marsch für das Leben 2020

21.09.2020

Manches am Marsch für das Leben hat bereits quasi-rituellen Charakter. Dazu gehören Anfragen, ob man denn an einer Kundgebung teilnehmen wolle, die rechtsextrem unterwandert sei. Begründet mit obskurem Twittergeraune, Facebook-Gerüchten oder linksextremistischen Empörungsphantasien. Neu war in diesem Jahr, dass sich der Bayerische Rundfunk hergab, dieser Gerüchteküche den Mantel des Ernstzunehmenden umzuhängen.

Zum Ritus gehören auch die Aufrufe von Sozialdemokraten, Grünen, Linken und anderen, gegen die Lebensrechtler zu „demonstrieren“, was de facto darauf hinausläuft, Bürgerinnen und Bürger gewaltsam zu hindern, ihr Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit wahrzunehmen. Es ist nur dem massiven Einsatz und der professionellen Strategie der Berliner Polizei zu verdanken, dass der Marsch für das Leben stattfinden kann. Beim diesjährigen Marsch für das Leben gelang der Polizei dies besonders gut.

 

 

Im Jahr 2020 war ansonsten so manches anders als in den Jahren zuvor. Coronabedingt hatten sich weniger Menschen auf den Weg nach Berlin gemacht als ansonsten üblich. Dennoch: 3.500 Lebensschützer (statt 8.500 im Jahr 2019) trafen vor dem Brandenburger Tor zusammen. Dabei fiel auf: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer würde man eher zu den jungen Menschen zählen. Es waren wohl besonders die Älteren, die in Coronazeiten zu Hause blieben.

 

 

Genauso fielen die Masken auf. Das Hygienekonzept der Kundgebung war mit den Behörden abgesprochen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hielten sich an die Regeln.

 

 

Neu war auch die Intensität, mit der K-tv und EWTN intensiv und live berichteten. Die Aufzeichnung der Ansprachen kann auf Youtube angeschaut werden:

https://www.youtube.com/watch?v=jUUR3gnRAcc

Der ehemalige Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Johannes Singhammer, CSU, betonte die Unteilbarkeit des Lebensrechts: „Wer die Natur umfassend schützen will, der kann an dem Schutz der ungeborenen Kinder nicht vorbeigehen.“ Schwester Monja Boll von der Gemeinschaft Donum Domini berichtete von ihrem Einsatz vor den Abtreibungskliniken. Beeindruckend sang die blinde Sängerin Bernarda Brunowitsch. Um nur einige der Beiträge hier anzudeuten. Den Blick in das EWTN-Video kann ich nur empfehlen. Angelika Doose und Rudolf Gehrig sind die Reporter des Senders.

 

 

Gut vertreten waren die Regensburger mit einem Bus, den die Jugend 2000 organisiert hat. Bischof Rudolf Voderholzer, der wie in den Jahren zuvor in Berlin mit dabei war, freute sich, die jungen Erwachsenen aus dem Bistum vor dem Brandenburger Tor zu treffen.

 

 

Neben Bischof Rudolf Voderholzer waren auch Bischof Wolfgang Ipolt aus Görlitz und Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg mit dabei. Der Erzbischof von Berlin, Heiner Koch, predigte zum Abschluss der Kundgebung, die wie immer mit einem Gottesdienst schloss.

Der Marsch für das Leben führte in diesem Jahr durch das belebte Zentrum von Berlin. Hier einige Bildeindrücke:

 

 

Alexandra Linder, Bundesvorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, der die Organisation des Marsches für das Leben schultert, stellte die Forderungen vor, für die der Marsch für das Leben öffentlich eintritt:

 

1. Für die Wahrung des Lebensrechts von der Zeugung an: Jedes Kind ist gleich wertvoll!

2. Für ein Ende von Euthanasie und assistiertem Suizid: Jeder hat das Recht auf Hilfe zum Leben!

3. Für ein Ende von PID und pränatalem Bluttest (NIPT): Inklusion fängt vor der Geburt an!

4. Für den Erhalt des Embryonenschutzgesetzes: Embryonen sind vollwertige Menschen!

5. Für ein Ende der „Leihmutterschaft“ weltweit: Frauen sind keine Gebärmaschinen und Kinder sind keine Ware!

6. Für ethische Impfstoffe: Keine Verwendung von Zellen abgetriebener Kinder bei der Impfstoffherstellung!

7. Für das Recht schwangerer Frauen auf Hilfe, Schutz und Information: Keine weitere Legalisierung und Verharmlosung der Abtreibung!

8. Für ein klares Ja zum Leben, ein klares Nein zur Tötung: Jedes Leben zählt und ist kostbar!

 

 

Zu den Forderungen, die die Gegendemonstranten erhoben, unterstützt u.a. von Grünen, Linken und Sozialdemokraten, konnte man vornehmlich auf Englisch vorgetragene Sprüche lesen und hören.

 

 

Die Predigt des Berliner Erzbischofs Heiner Koch findet sich auf der Seite des Erzbistums Berlin und kann hier nachgelesen werden: https://www.erzbistumberlin.de/wir-sind/leitung/erzbischof/predigten-hirtenworte-und-schreiben/

 

Mit Grußworten unterstützten unter anderem den Marsch für das Leben:

Erzbischof Nicolá Eterovic, Nuntius des Heiligen Vaters in Deutschland,

die Bischöfe und Erzbischöfe von Freiburg, Speyer, Hamburg, Bamberg, Dresden und Paderborn,

der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing.

Alle Grußworte können Sie nachlesen unter https://www.bundesverband-lebensrecht.de/grussworte2020/.

 

Im Vorfeld der Lebensrechtskundgebung 2020 äußerte sich auch der Bischof von Passau, Stephan Oster. Er richtete Fragen an Maria Flachsbarth, Vorsitzende des KDFB, die sich als Politikerin und Aushängeschild für „she decides“ stark machte, eine Organisation aus dem Umfeld von Planned Parenthood, wohl dem weltweit bedeutendsten Lobbyisten und Anbieter von Abtreibung. Nachlesen lässt sich die Anfrage des Bischofs auf seinem Blog unter https://stefan-oster.de/der-lebensschutz-und-unser-klares-zeugnis-dafuer-fragen-an-maria-flachsbarth/.

 

Im kommenden Jahr sei wieder der dritte Samstag im Kalender aller Lebensschützer vermerkt, an dem der Marsch für das Leben 2021 stattfinden wird. Herzliche Einladung.

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